Fußball: Regeländerungen könnten zunächst für Irritationen sorgen
Verband fordert Nachsicht

Die Schiedsrichter im Fußballkreis Herne werden zu den Regeländerungen intensiv und ausreichend geschult. Dennoch weist der Kreisschiedsrichterausschuss ausdrücklich darauf hin, dass es bei der Anwendung der neuen Vorgaben anfangs zu Irritationen und Problemen kommen kann. Foto: Archiv
  • Die Schiedsrichter im Fußballkreis Herne werden zu den Regeländerungen intensiv und ausreichend geschult. Dennoch weist der Kreisschiedsrichterausschuss ausdrücklich darauf hin, dass es bei der Anwendung der neuen Vorgaben anfangs zu Irritationen und Problemen kommen kann. Foto: Archiv
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Seit wenigen Wochen gelten neue Regeln im Fußball. Die Schiedsrichter im Fußballkreis Herne werden dazu geschult. Dennoch appelliert der Kreisschiedsrichterausschuss an Vereine und Verantwortliche, Nachsicht mit den Unparteiischen zu haben.

Spieler, Trainer, Betreuer, Schiedsrichter und Funktionäre müssen mit dem Anpfiff der Saison 2019/20 zahlreiche Regeländerungen umsetzen. Das International Football Association Board hat zuletzt kräftig an den Regeln geschraubt. Zum 1. Juli traten die Regeländerungen hierzulande in Kraft; sie gelten im Profi- und Amateurbereich.
Die Schiedsrichter im Fußballkreis Herne werden zu den Regeländerungen intensiv und ausreichend geschult. Dennoch weist der Kreisschiedsrichterausschuss ausdrücklich darauf hin, dass es bei der Anwendung der neuen Vorgaben anfangs zu Irritationen und Problemen kommen kann. „Wir müssen allen Beteiligten ausreichend Zeit geben, um die Regeländerungen zu verinnerlichen. Das gilt auch für unsere Schiedsrichter – und ganz besonders für die Nachwuchsreferees“, sagt der Vorsitzende Gregor Werkle. „Die Regeländerungen werden das Spiel erneut deutlich beeinflussen. Daher sind mögliche Unklarheiten anfangs mit großer Nachsicht zu betrachten.“
Vor allem diese Änderungen sind gravierend: Team-Offizielle, die sich unsportlich verhalten, werden künftig mit einer Gelben oder Roten Karte bedacht. Letzteres ist mit einem sofortigen Innenraumverweis verbunden. Lässt sich der Übeltäter nicht identifizieren, ist allerdings eindeutig der jeweiligen Bank zuzuordnen, erhält der höchstrangige Trainer die Strafe. Fortan verlässt ein Spieler, der ausgewechselt wird, das Spielfeld über die Linie, die in nächster Nähe ist. Damit sollen Wechsel beschleunigt und der Spielfluss gefördert werden. Außerdem sind im Westdeutschen Fußballverband, also von der Regionalliga bis in die Kreisliga C ab der neuen Saison vier Wechsel pro Spiel erlaubt. Berührt der Schiedsrichter den Ball und verursacht diese Berührung einen Ballbesitzwechsel oder ebnet den Weg für einen aussichtsreichen Angriff, ist das Spiel zu unterbrechen und mit einem Schiedsrichter-Ball fortzusetzen.
Auch die oft diskutierte Handspielregel wurde erneut modifiziert. Lediglich einzelne Situationen sind von der Strafbarkeit ausgenommen, beispielsweise die Ballberührung mit dem Arm, mit dem sich der Spieler im Fallen auf dem Boden abstützt. Eine direkte Torerzielung in Verbindung mit einem Handspiel ist künftig ausdrücklich ausgeschlossen.
„Die Regeländerungen werden das Spiel erneut deutlich beeinflussen. Daher sind mögliche Unklarheiten anfangs mit großer Nachsicht zu betrachten.“

Gregor Werkle

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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