Wer zahlt die Zeche?

Die Mehrheit der BVB-Fans ist friedlich, keine Frage. Dennoch hat der Bundesligist ganz offensichtlich ein Gewalt-Problem.
  • Die Mehrheit der BVB-Fans ist friedlich, keine Frage. Dennoch hat der Bundesligist ganz offensichtlich ein Gewalt-Problem.
  • Foto: Stephan Schütze
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Die Ausschreitungen rund um das Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig waren mal wieder ein vortreffliches Beispiel für die Doppelmoral vieler Anhänger sogenannter Traditionsvereine. Dass man neben den Leipzigern auch die Hoffenheimer, Leverkusener, Ingolstädter und Wolfsburger nicht in der ersten Bundesliga sehen möchte, kann ich gut nachvollziehen. Wer jedoch Gewalt gegen die Anhänger dieser Vereine ausübt, disqualifiziert sich selbst.

Die Ironie der Geschichte ist, dass diese Gewalt am vergangenen Samstag streng genommen von Anhängern eine Aktiengesellschaft ausgeübt wurde. Wenn BVB-Fans sich über die Kommerzialisierung des Profifußballs aufregen, finden sie jedenfalls schon in Dortmund viele gute Gründe dafür.

Der größte Aufreger für mich ist jedoch, dass für die Sicherheit rund um solche Fußballspiele der Steuerzahler in einem gehörigen Maß aufkommen muss. Wer mehrfach im Jahr Spieler für zweistellige Millionensummen transferiert, darf auch im vollen Umfang für die Sicherheit rund um die Stadien aufkommen. Die Alternative wären Bundesligaspiele ohne Gästefans.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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