Die Qual der guten Vorsätze

Wer am Silvesterlauf teilnimmt, der darf sich glücklich schätzen: Er hat den guten Vorsatz „mehr Bewegung an frischer Luft“ auf jeden Fall erfüllt – ob er ihn nun gefasst hatte oder nicht. Aber es liegt noch mehr an, was man 2013 anstreben könnte: gesündere Ernährung, weniger Zigaretten, freundlicher zu den Mitmenschen sein, sich mehr um die eigene Familie kümmern, neue berufliche Ziele ansteuern, endlich mal die Wohnung renovieren, den Keller ausmisten – und so weiter.
Schmerzhafte Gedanken solcher Art pflegt man in der Regel zwei Wochen lang sehr intensiv, um sie dann bei einem guten Glas Wein und einer umfänglichen Mahlzeit genüsslich zu verwerfen.
Denn schließlich musss man sich ja auch noch für 2014 etwas vornehmen können, das unbedingt zu erledigen ist und absolut keinen Aufschub duldet.

Autor:

Bernhard W. Pleuser aus Essen-Kettwig

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