Durchs Schlüsselloch zum Herzen

Gelungener Eingriff (von links): Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe, Direktor der Medizinischen Klinik II; Dennis Kaczerowski, Facharzt für Anästhesie; Dirk Noack, Anästhesiepfleger; Nuray Bozkurt, Fachkrankenschwester; Patientin; Dr. Thomas Butz, Oberarzt der Medizinischen Klinik  II; Dr. Luc Clayes, Leitender Arzt der Gefäßchirurgie.
  • Gelungener Eingriff (von links): Prof. Dr. Hans-Joachim Trappe, Direktor der Medizinischen Klinik II; Dennis Kaczerowski, Facharzt für Anästhesie; Dirk Noack, Anästhesiepfleger; Nuray Bozkurt, Fachkrankenschwester; Patientin; Dr. Thomas Butz, Oberarzt der Medizinischen Klinik II; Dr. Luc Clayes, Leitender Arzt der Gefäßchirurgie.
  • Foto: Marienhospital
  • hochgeladen von Bernhard W. Pleuser

Gerade bei älteren Menschen, kommt es häufig vor, dass aufgrund von Beschwerden wie Luftnot, Brustenge oder Ohnmacht eine Verengung an einer Herzklappe (Aortenklappe) diagnostiziert wird. Dann wird eine Operation fällig. Aber es geht auch anders.
Die Herzklappen-Verengung ist eine Alterserscheinung, denn mit 75 Jahren hat unser Herz bereits mehr als zwei Milliarden Mal geschlagen. Ein operativer Eingriff am Herzen ist im hohen Alter oftmals mit einem erhöhten Risiko verbunden. Jetzt hat ein spezielles Team aus Ärzten des Marienhospitals Herne erstmalig bei einer Patientin anstatt einer Operation den Ersatz einer verengten Herzklappe mittels katheterbasierter, schonender Schlüssellochtechnik durchgeführt.
Bei dem transaortalen Herzklappenersatz (TAVI) erfolgte anstatt einer konventionellen Herzklappen-Operation, bei der der Brustkorb der Patienten geöffnet wird, ein Katheter-Eingriff, bei dem die Herzklappenprothese von der Leiste aus in die verengte Herzklappe (Aortenklappe; Klappe zwischen linker Herzkammer und Hauptschlagader) eingeführt und eingebaut wurde. Von der Leiste aus wurde ein Spezialschlauch durch die Hauptschlagader bis vor die Herzklappe geführt.
Durch diesen Schlauch wurde dann mit einem Draht zunächst ein Ballon und anschließend die neue Herzklappe eingeführt und eingepflanzt. Da im Gegensatz zur herkömmlichen operativen Behandlungsmethode der Brustkorb nicht geöffnet werden musste, konnte die Patientin schneller aufstehen und sich rascher von dem Eingriff erholen konnte. Bei sehr alten Patienten und bei Risikopatienten kann durch dieses neuartige Verfahren eine konventionelle Herzklappenoperation vermieden und den Patienten eine vielversprechende Behandlungsmöglichkeit angeboten werden.
Dieser Eingriff wurde erstmalig im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Bergmannsheil Bochum (Prof. Strauch, Prof. Zahn, Prof. Mügge) und dem Marienhospital Herne (Prof. Trappe, Prof. Puchstein, Dr. Claeys sowie Dr. Butz, Dr. Wennemann, Dr. Haberecht) an einer Patientin des Marienhospitals Herne im Bergmannsheil Bochum durchgeführt.
Die 85-jährige Patientin hatte eine herkömmliche Operation abgelehnt. Durch diese neue Technik konnte man ihr eine Vielzahl von Problemen wie etwa die Wundheilung des Einschnitts und lange Liegezeiten ersparen. Wenige Tage nach dem Eingriff konnte die Patientin in einem sehr guten Gesundheitsstand entlassen werden.

Autor:

Bernhard W. Pleuser aus Essen-Kettwig

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