Lernen ohne Sorgen

So ausgerüstet möchte man fast selbst noch mal in die Schule gehen.
Bernd Zerbe (Abteilungsleiter Soziale Dienste der Caritas), Ansgar Montag (Vorstand Caritasverband Herne) und Isabella Lenort-Thauer (Leiterin der Grundschule Forellstraße) präsentieren zufrieden die Lernmaterialien, mit denen junge Schüler unterstützt werden. Foto: Detlef Erler
  • So ausgerüstet möchte man fast selbst noch mal in die Schule gehen.
    Bernd Zerbe (Abteilungsleiter Soziale Dienste der Caritas), Ansgar Montag (Vorstand Caritasverband Herne) und Isabella Lenort-Thauer (Leiterin der Grundschule Forellstraße) präsentieren zufrieden die Lernmaterialien, mit denen junge Schüler unterstützt werden. Foto: Detlef Erler
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Hefte, Stifte, Farbkästen und noch viel mehr. Ein neues Schuljahr lässt nicht nur die Köpfe der Schüler rauchen. Die Eltern müssen überlegen, wie die nötigen Materialien zu bezahlen sind. Insbesondere, wenn man jeden Cent zwei Mal umdrehen muss.

Manchmal kommen die Kinder zu ihren Lehrern und sagen, ihre Mutter hätte noch nicht daran gedacht“, erzählt Isabella Lenort-Thauer, Leiterin der Grundschule Forellstraße. Doch häufig steht dahinter eine andere Wahrheit: die Eltern können es sich schlicht nicht leisten. „Da ist es dann mit der Chancengleichheit schon vorbei“, weiß Lenort-Thauer. Schließlich lässt sich schlecht mitlernen, wenn die Arbeitsmittel fehlen.

Lehrer wissen, wer Hilfe braucht

Mit der Aktion Schulmaterial versucht der Caritasverband Herne hier Abhilfe zu schaffen. Zum Ende des letzten Schuljahres hatte man mit den Herner Grund- und Förderschulen Kontakt aufgenommen. „Die Lehrer wissen meist sehr genau, wer Unterstützung braucht“, berichtet Ansgar Montag, Vorstand des Caritasverbandes.

Generell sei die Nachfrage bei der nun zum sechsten Mal durchgeführten Aktion konstant. An einzelnen Schulen gebe es natürlich Schwankungen. „Bei uns ist es mehr geworden“, verdeutlicht Isabella Lenort-Thauer.

Nun wurden die Utensilien zu den Schulen gebracht. Dort werden sie von den Klassenlehrern an die Kinder verteilt. Allerdings nicht alles auf einmal. Sondern über das Schuljahr verteilt und, ganz wichtig, möglichst ohne dass die Mitschüler etwas bemerken. „Niemand soll beschämt werden“ macht Isabella Lenort-Thauer deutlich. Schließlich sei „niemand so grausam ehrlich wie Kinder“.

Aus Spenden finanziert

Für etwa 30 Schulen ist das eine stolze Liste. So galt es zum Beispiel, 1000 Zeichenblöcke, 300 Farbkästen, 1000 Klebestifte und 700 Bastelscheren zu besorgen. Dabei half die Firma A. Budde durch günstige Preise und das Aushandeln von Sonderkonditionen bei den Herstellern. Weitere Unterstützung kam vom Benefiz-Kicker-Turnier des Lions-Clubs Herne-Emschertal in Kooperation mit der Herner Sparkasse sowie von Gerd Pieper, der gerne spendete. Die Kosten belaufen sich auf etwa 8000 Euro. Der Rest kam durch Haussammlungen zusammen.

www.caritas-herne.de

Autor:

Dirk Marschke aus Herne

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