Der Caritasverband fördert das Engagement von Geflüchteten
Betroffene stärken

Hassn Sino präsentierte das Projekt gemeinsam mit den Caritas-Mitarbeiterinnen Hanna van Holt, Lisa-Maria Minonne und Sinja Köster (von links). Foto: Caritasverband Herne
  • Hassn Sino präsentierte das Projekt gemeinsam mit den Caritas-Mitarbeiterinnen Hanna van Holt, Lisa-Maria Minonne und Sinja Köster (von links). Foto: Caritasverband Herne
  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Geflüchtete Menschen möglichst gut in den Alltag integrieren, möchte der Caritasverband mit einem neuen Projekt. In diesem fungieren Flüchtlinge als Wissensvermittler.

Der große Zustrom von Flüchtlingen, der auch in Herne deutlich wurde, liegt mittlerweile rund drei Jahre zurück. Unter den Geflüchteten gibt es Menschen, die bereits sehr gut in Herne angekommen sind und zahlreiche Kenntnisse in Sprache, Kultur und im alltäglichen Leben erworben haben. Andere hingegen sind erst vor kurzem hergezogen oder benötigen aus unterschiedlichen Gründen noch Unterstützung in bestimmten Lebensbereichen, damit eine erfolgreiche Integration gelingt.
Mit dem Projekt „Flüchtlinge stärken Flüchtlinge“ möchte der Caritasverband diese beiden Personengruppen zusammenbringen: „Unser Ziel ist es, die Potenziale ehrenamtlich engagierter Geflüchteter zu nutzen und damit anderen Flüchtlingen zu helfen. So sollen Eigenständigkeit und Selbsthilfe gefördert werden“, erklärt die Sozialarbeiterin Sinja Köster (30).
Bislang hat sich bereits ein Pool von rund zehn geflüchteten „Multiplikatoren“ gebildet, die unter sozialpädagogischer Anleitung geschult werden. Anschließend geben sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen in Gruppenveranstaltungen an interessierte Geflüchtete weiter. „Ich bin wie eine Brücke zu denen, die Hilfe brauchen“, sagt Hassn Sino (27) aus Syrien.
Das Projekt wird über einen Zeitraum von zunächst zwei Jahren aus Mitteln des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn gefördert. Geflüchtete, die Interesse haben sich einzubringen, können sich beim Fachdienst für Integration und Migration des Caritasverbandes unter der Telefonnummer 02323-92960932 melden.

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