50 Jahre Gemeindehaus
Bürgermeister Erich Leichner überbringt Grußwort - Kirchengemeinde spendet 100 Arbeitsstunden

Bürgermeister Erich Leichner (rechts) und Bischof Andreas Nabrotzky
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In einer Feierstunde anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Gemeindehauses der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Herne überbrachte Bürgermeister Erich Leichner (Foto) die Grüße des Oberbürgermeisters Dr. Frank Dudda und der Stadt Herne.

In seiner Rede wies er auf die bewegte Geschichte der Kirchengemeinde hin, die bereits 1901 gegründet wurde. Sie habe Höhen und Tiefen erlebt sowie viele zeitgeschichtliche Ereignisse. Nachdem sich die Gemeindemitglieder zu Anfang in privaten Räumen in der Bahnhofstraße und später in der von-der-Heydt-Straße versammelt haben, fanden sie danach Kirchenräume in der Neustraße, Schäferstraße und in der Goethestraße. 1962 wurde das derzeitige Grundstück erworben. Zwei Jahre später fand der erste Spatenstich an der heutigen Adresse an der Sodinger Straße statt. Nachdem alle Bauschwierigkeiten überwunden waren, konnte das Haus errichtet und am 21. September 1969 durch Hartman Rector jun. eingeweiht werden. Die Kirchengemeinde hatte nun ein festes Domizil. Eine Erweiterung des Hauses wurde von 1984 bis 1985 durchgeführt.

Das Gemeindehaus sei ein Gemeinschaftsprojekt, da neben der Arbeit der Bauunternehmen 20 Prozent der Kosten als Eigenanteil von der Gemeinde aufgebracht werden mussten. So haben Baumissionare und Mitglieder der Gemeinde ihre Arbeitsleistung eingebracht. Das Haus sei eine Stätte der Begegnung und Heimat für viele. Bürgermeister Erich Leichner drückte seine besten Wünsche für die Zukunft aus und wünschte der Gemeinde Gottes Segen.

Seinen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, das Kirchengebäude zu errichten, sprach Pfahlpräsident Matthias Roth aus. Das Gemeindehaus sei ein Ort der Gemeinschaft und des Dienens. Präsident Roth bedankte sich für die aufopferungsvollen Taten beim Bau des Hauses und jetzt für die Pflege und Instandhaltung durch die Mitglieder.

Die sich selbst gestellte Frage: „Was können wir tun für die Menschen um uns herum? Was können wir tun, was der Gemeinschaft, in der wir leben, hilft?“ beantwortete Bischof Andreas Nabrotzky mit der Übergabe eines Gutscheins über 100 Arbeitsstunden an Bürgermeister Erich Leichner (Foto). Die Kirchengemeinde schlägt vor, Arbeiten am Ostbach zu verrichten, der nicht weit entfernt vom Gemeindehaus fließt.

Die Sopranistin Valerie Bruhn umrahmte die Reden mit dem „Alleluja“ von W. A. Mozart und „Sei still meine Seele“ aus Finlandia von Jean Sibelius. Am Klavier begleitete Hans Bruhn. (Foto)

Die fünf Baumissionare wohnten seinerzeit bei Ursula und Hans Jacobi, die ein Augenoptiker-Geschäft betrieben. Guy Meyer (Foto) war zu der Feierstunde anwesend und erzählte von den Schwierigkeiten beim Bau und seinen Erlebnissen. Er fühlte sich in Herne, wo er von den Mitgliedern gut umsorgt wurde, zu Hause. “Ich habe Sie gern. Sie sind ein Stück von meinem Leben. Danke für Ihre Liebe.“

Ein musikalisches Programm mit Gesangs- und Wortbeiträgen und ein anschließendes Gemeindeessen rundeten die Feier ab.

Autor:

Brigitte Höpfner aus Dortmund

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