Supermarkt unterstützt die Tafel in der Vorweihnachtszeit
Eine besondere Aktion

In Herne kooperiert der Supermarkt seit einem Jahrzehnt mit der Tafel. Foto: Jennifer Humpfle

Weihnachten bedeutet für die meisten Menschen, zusammenzukommen und sich ein gutes und meist reichliches Essen im Kreise der Familie schmecken zu lassen. Doch ein üppiges Mahl ist nicht für alle selbstverständlich.

Von Jennifer Humpfle

Einige Menschen sind schon froh, wenn sie überhaupt eine warme Mahlzeit am Tag bekommen. Diesen Personen greifen unter anderem die Herner Tafeln unter die Arme. Vor Weihnachten machen sie ihren Kunden noch ein besonderes Geschenk – mit Hilfe einer Spendenaktion von Rewe Kenkmann.
14 Tage lang konnten Kunden des Supermarktes für 5 Euro eine Lebensmittel-Tüte kaufen. Rund 175 dieser Tüten wurden verkauft und gehen nun an die Tafel. Wie wichtig diese Aktion ist, machen die Worte von Andreas Blisse von der Tafel deutlich: „Wir haben pro Woche 20 bis 30 neue Kunden, aber die Spendenbereitschaft der Menschen wird geringer.“ Für die bedürftigen Menschen ist diese Lebensmitteltüte deshalb etwas ganz Besonderes: Sie ist gefüllt mit haltbaren Lebensmitteln wie Nudeln, aber auch Leckereien wie Keksen und Schokoladencreme. „Wir verteilen sie in der Woche vor Weihnachten.“
Die gemeinsame Aktion von Rewe und den Tafeln gebe es deutschlandweit, in Herne besteht die Kooperation seit über zehn Jahren. „Manche fragen im Nachhinein noch nach den Tüten“, weiß Marktleiterin Annemarie Rentel. Für solche Fälle hält das Rewe-Team immer noch einige bereit. Insgesamt nehme die Spendenbereitschaft aber ab. Das zeige sich auch an den Pfandspenden. Am Pfandautomat im Rewe-Markt befindet sich eine Spendenbox, in die Kunden ihren Pfandbon einwerfen können. „Dieses Jahr haben wir 2224 Euro zusammenbekommen, in den letzten Jahren waren es immer um die 2700 Euro.“ Das Geld werde zwischen Suppenküche und Tafel aufgeteilt.
„Früher haben wir ab und an Charity-Aktionen gemacht, dazu fehlen uns leider heute die Zeit und das Personal“, erklärt Inhaber Olaf Kenkmann. Die Industrie habe früher hin und wieder Lebensmittel gespendet, die dann weiter verteilt werden konnten. „Leider machen die das nicht mehr.“ Das Mindesthaltbarkeitsdatum sei ebenfalls ein leidiges Thema: „Viele Lebensmittel sind sichtbar noch in Ordnung, aber wir dürfen sie nicht in den Umlauf bringen“, bedauert Olaf Kenkmann. „Darüber hinaus dürfte die Tafel sie auch nicht annehmen.“

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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