Von Kopf bis Fuß: Schmink- und Kostümtipps zu Karneval S
Gesundes Narrentum

Nicht jedes Kostüm ist unbedenklich: Kleidung kann ebenso belastende Substanzen beinhalten wie Schminke. 
Foto: Archiv Wochenblatt
  • Nicht jedes Kostüm ist unbedenklich: Kleidung kann ebenso belastende Substanzen beinhalten wie Schminke.
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  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

ich als Superheld oder Eiskönigin in den Karneval zu stürzen, finden kleine wie große Narren ganz jeck. Wer selbst schneidert und gestaltet, lässt das Kostüm-Angebot von schlecht bezahlten Näherinnen in Fernost links liegen.

Keine Maskerade ohne Schminke: Glitzernde Fabelwesen oder furchterregende Monster verwenden gern viel Farbe. „Doch Farb- und Konservierungsstoffe in der Schminke oder schädliche chemische Substanzen in Kostümen können die Haut empfindlich reizen“, warnt Silke Gerstler, Umweltberaterin der Verbraucherzentrale. Ein buntes und bedenkenloses Treiben ohne Blessuren für Haut und Organismus gelingt an den tollen Tagen mit folgenden Tipps.
Gefahrlose Kostümierung:
Karnevalskostüme können giftige Stoffe enthalten, die Haut und Schleimhäute reizen oder Allergien auslösen. Vor dem Tragen sollten Outfits aus dem Kostümhandel wenn möglich erstmal gewaschen werden. Leggings und T-Shirts drunter halten nicht nur warm, sondern schützen auch vor direktem Hautkontakt. Beim Tragen von Kleidung und Perücken aus Kunstfasern sollte auf einen Sicherheitsabstand zu Funken und Feuer geachtet werden, weil synthetische Kostümierung leicht entflammbar ist.
Utensilien im Geruchstest:
In Plastik-Schwertern, Kunststoff-Flügeln und Klebe-Tattoos befinden sich häufig Lösemittel, Weichmacher und andere Schadstoffe. Einige lassen sich schon am Geruch erkennen. Wenn das Kostüm oder die Körper-Sticker stark nach Kunststoff oder Chemie riechen, sollten Jecken ihre Haut besser vor solchen bunten Accessoires verschonen und kreativ zu Selbstgebasteltem oder Schminkstift greifen.
Natürliche Farben für die Haut:
Wer Karnevalsschminke mit Mineralölen wie Paraffin oder Petrolatum auf die Lippen aufträgt, verschluckt oftmals schädliche Substanzen, die sich im Körper anreichern können und teilweise unter Krebsverdacht stehen. Karnevalsschminke als zertifizierte Naturkosmetik ist dagegen frei von Mineralölen, Silikonen, synthetischen Farbstoffen und vielen anderen Inhaltsstoffen, die Haut und Umwelt belasten können. Mittlerweile werden die bunten Farben auf natürlicher Basis in Bioläden und in Drogeriemärkten angeboten.
Reizend:
Für Allergiker ist die Lektüre der Ingredienzien in der Schminke besonders wichtig. Die Inhaltsstoffe sind meist auf der Verpackung eines Produkts unter „Ingredients“ einzeln aufgelistet. Bei kleinen Tiegeln, Tuben und Stiften müssen die Händler die Information über die enthaltenen Inhaltsstoffe am Verkaufsregal mit angeben. Wer keine Information findet, sollte danach fragen.
Vollschminke mit Wasser statt Fett:
Beim Kauf sollten Schminktöpfe mit Aquafarben – am besten aus dem Naturkosmetikregal – bevorzugt werden. Die Naturprodukte gibt es in vielen Farbtönen einzeln oder komplett als Malkasten und werden wie Wassermalfarben mit Pinsel oder Schwamm aufgetragen. Das Abschminken geht ganz einfach mit Wasser und Seife. Wer funkeln möchte: Glitzerkram fürs Gesicht besteht aus kleinen Plastikteilchen. Flitter aus dem Biokunststoff Polymilchsäure, als „biologisch abbaubar“ beworben, wird nur gut in Kompostieranlagen zersetzt und nicht in der Umwelt.
Getrübter Blickkontakt bei bunten Linsen:
Von roten Vampiraugen bis zu katzenförmigen Pupillen lassen sich mit Spaß-Kontaktlinsen dramatische Effekte erzielen. Wie bei optischen Sehhilfen ist auch bei den Spaß-Linsen eine sorgfältige Hygiene notwendig, um Infektionen der Augen zu vermeiden. Denn Farben und Muster schirmen die Linsen luftdicht ab. Die Hornhaut des Auges kann durch den Sauerstoffmangel bei längerem Tragen geschädigt werden. Speziell geformte Pupillen, wie etwa schmale Katzenaugen, können zudem das Sichtfeld einschränken. Damit der Gebrauch der Artikel nicht ins Auge geht, am besten Optiker oder Augenärzte vor dem Kauf um medizinischen Rat fragen.

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