Sparkasse richtet Kompetenz-Center und eine Service-Hotline ein
Die Herausforderung annehmen

Viele Menschen fürchten um ihre Existenz, weiß Antonio Blanquez aus Gesprächen mit den Kunden der Sparkasse.
 Foto: Stefan Kuhn
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Text von Jennifer Humpfle:

Sparkasse richtet Kompetenz-Center und eine Service-Hotline ein Die Folgen der Corona-Krise verursacht an vielen Stellen finanzielle Engpässe. Die Sparkasse hat auf die Herausforderung reagiert und in der Hauptfiliale das „Sparkassen-Kompetenzcenter Herner Wirtschaft“ eingerichtet.

Seit letzter Woche stehen vier Hotlines zur Beratung von Unternehmen und Selbstständigen bereit – erreichbar unter 02323/590-1314, -1315, -1316 und -1317. „Wir haben festgestellt, dass es ein vermehrtes Kundenaufkommen von Seiten der Herner Wirtschaft gibt“, erklärt Antonio Blanquez, Vorstandsvorsitzender der Herner Sparkasse. Themen wie Beantragung öffentlicher Mittel sowie Tilgungsaussetzung oder Stundungen wurden vermehrt nachgefragt. „Da dies vermutlich noch zunehmen wird, haben wir uns entschlossen, unsere Experten vor Ort zu bündeln und das Kompetenzcenter einzurichten.“

Kundenhalle für das Publikum geschlossen

Deshalb ist derzeit die Kundenhalle der Hauptstelle – mit Ausnahme der Hauptkasse, der Selbstbedienungsgeräte und des Kundentresors – für den Publikumsverkehr geschlossen. Gut 40 Berater konzentrieren ihre Arbeit nun auf Krisen-Hilfsprogramme für Unternehmen, Gründer und Freiberufler. „Wir rechnen mit einer sehr hohen Anzahl an Anfragen. Und wir werden für die lokale Wirtschaft und die Menschen in Herne bereitstehen“, betont Blanquez.

Die Fallzahlen, die die Sparkasse erwartet, entsprechen nicht dem normalen Alltag. Deshalb habe man arbeitstechnisch alles ermöglicht, um eine flexible und zeitnahe Beratung zu ermöglichen. So wurden Rahmenarbeitszeiten verlängert, Mitarbeiter dürfen Alturlaub aus 2019 noch weiter in 2020 verschieben und Kinder, die betreut werden müssen, dürfen mit in die Bank kommen.

„Wir bitten unsere Kunden in einem ersten Schritt um eine telefonische Kontaktaufnahme mit dem bekannten Berater oder mit einer der Hotline-Nummern, damit es schneller geht“, erklärt Vorstandsmitglied Dirk Plötzke. Alternativ finden Kunden auf der Sparkassen-Homepage eine Checkliste, die helfen soll, Fragen nach dem Unterstützungsbedarf, wie auch nach beizubringenden Unterlagen zügig abzuklären.

Die Anträge sollen erleichtert werden

„Unsere Intention ist es, unseren Kunden möglichst schnell mit einfachen Antragsstrecken zu helfen“, betont Blanquez. Die ersten Gespräche zeigen, dass viele mit dem Rücken zur Wand stünden und um ihre Existenz fürchten. „Wir spüren deutlich, dass Ängste da sind und versuchen mit dem Kompetenzcenter möglichst viel zu informieren und auf den Weg zu bringen.“

Die Krise betrifft aber nicht nur Geschäfts- sondern auch Privatkunden. Wer infolge der Corona-Pandemie in eine wirtschaftliche Notlage gerät und Raten für Verbraucherdarlehen aufgrund von Einnahmeausfällen nicht erbringen kann, kann eine Stundung beantragen. Nach dem „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie“ können Raten in einem Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. Juni 2020 kostenfrei ausgesetzt werden. „Wir stellen hierzu einen digitalen Antragsweg über das Online-Banking zur Verfügung.“

In den letzten Wochen fragten Kunden verstärkt Bargeld nach. Dazu gebe es keine Veranlassung. Zum einen funktioniere das bargeldlose Zahlen einwandfrei und sei unter Hygieneaspekten ohnehin grade am sinnvollsten. Zum anderen müsse man sich keine Sorgen darum machen, dass es zu Engpässen bei der Bargeldversorgung kommt. „Wir warnen davor, Geld zuhause zu bevorraten. Das birgt Risiken.“ Bislang seien alle Sparkassen-Filialen im Stadtgebiet wie gewohnt geöffnet, sodass Kunden alle Service- und Beratungsleistungen in Anspruch nehmen können. In allen Geschäftsstellen wurde zudem die empfohlene Vorsorge getroffen, um einer Ansteckung vorzubeugen.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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