IHK-Umfrage: Negative Nachrichten aus aller Welt trüben den Geschäftsklimaindex
Die Perspektiven schwinden

Auch wenn die Konjunktur nicht mehr ganz so positiv bewertet wird, ist die überragende Mehrzahl der Unternehmen im mittleren Ruhrgebiet mit der aktuellen Geschäftslage noch zufrieden: 91 Prozent der Unternehmen, die an der jüngsten Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) teilgenommen haben, bewerten ihre wirtschaftliche Lage immer noch als gut oder befriedigend. Damit liegt dieser Wert nur geringfügig unter dem Wert von Anfang des Jahres. 202 Unternehmen hatten in Bochum, Herne, Witten und Hattingen an der Befragung teilgenommen.
Getrübt sei die Lage vor allem aufgrund der negativen Schlagzeilen aus aller Welt. Vor diesem Hintergrund sei es naheliegend, dass Zukunftsaussichten nicht mehr ganz so rosarot gesehen werden wie in den Monaten zuvor. Der Konjunkturklimaindex, der die Beurteilung der aktuellen und zukünftigen Geschäftslage in einem Wert darstellt, ist im Herbst auf im Jahresvergleich immer noch starke 109 Punkte gesunken. Aber dennoch ist es ein spürbarer Rückgang nach dem Rekord-Hoch von 132 Punkten vor einem Jahr. Fast jedes vierte Unternehmen sieht inzwischen Anzeichen dafür, dass man in naher Zukunft Abstriche bei der eigenen wirtschaftlichen Entwicklung machen muss. Eine deutliche Mehrheit von 75 Prozent sieht dies optimistischer und erwartet derzeit keine negative Entwicklung.
Jeder dritte Industriebetrieb erwartet weniger Auftragseingänge aus dem Inland und sogar jedes zweite Unternehmen befürchtet Auftragsrückgänge aus dem Ausland. Dies vor dem Hintergrund, dass inzwischen nur noch etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen von einer Kapazitätsauslastung von mehr als 85 Prozent berichten. Zum Jahresanfang waren es noch 70 Prozent der Firmen.
Nur jedes zehnte Unternehmen denkt daran, die Belegschaft zu verkleinern. Die große Mehrheit geht von einer gleichbleibenden Beschäftigtenzahl aus. Eindeutig positiv ist immer noch die Erwartungshaltung im Handel: Dort spürt man aufgrund des Konsums noch Fachkräftebedarf und will aufstocken.
Der Fachkräftemangel ist erstmals seit Jahren nach Einschätzung der befragten Unternehmen nicht mehr das größte Risiko für die weitere positive Geschäftsentwicklung, dennoch drückt hier natürlich weiterhin der Schuh. Die Sorge, dass die inländische Nachfrage sinken könnte, nimmt dagegen den Spitzenplatz ein. Die derzeit stabilen Energie- und Rohstoffpreise haben dafür gesorgt, dass dieses Thema für die regionale Wirtschaft aktuell von geringerer Bedeutung ist.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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