Gewerkschaft sieht den Weg zur Arbeit nicht ausreichend honoriert
Mehr Lohn und Prämie

Klare Perspektive: Baubeschäftigte bekommen in den kommenden Monaten mehr Geld. Foto: IG BAU

Mehr Geld am Bau: In Herne steigen die Löhne für Bauarbeiter um insgesamt 2,6 Prozent. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mit.

Darüber hinaus gab eine steuerfreie Corona-Prämie in Höhe von 500 Euro. Auszubildende erhalten 250 Euro. In einer ersten Stufe waren die Löhne bereits im Oktober um 0,5 Prozent gestiegen. Zum Jahreswechsel folgt ein Plus von 2,1 Prozent. Nach Angaben der Arbeitsagentur beschäftigt das Bauhauptgewerbe in Herne aktuell 2180 Menschen. Gabriele Henter, Bezirksvorsitzende der Gewerkschaft, spricht von einem Tarifabschluss, der Perspektive bringt. "In der Tarifrunde hatten die Arbeitgeber über Monate eine Blockadehaltung an den Tag gelegt, die am Ende durchbrochen werden konnte“, so Henter. Der Präsident des Bundessozialgerichts hatte in dem Konflikt als Schlichter vermittelt.

Die Gewerkschaft appelliert nun an die Beschäftigten in der Region, einen Lohn-Check zu machen. Anspruch auf die tarifliche Bezahlung haben Gewerkschaftsmitglieder, deren Betrieb Mitglied im Arbeitgeberverband ist. Auch Auszubildende sollen ihre Lohn-Abrechnung prüfen, rät die Gewerkschaft. Ihre Vergütungen steigen um 40 Euro im ersten, 30 Euro im zweiten und 20 Euro im dritten Jahr.

Carsten Burckhardt, Verhandlungsführer auf Gewerkschaftsseite, verweist zudem auf die geplante Entschädigung der sogenannten Wegezeiten: „Über die lange, meist unbezahlte Fahrerei zur Baustelle wird bis zum Juni durch die Tarifpartner unter Beteiligung des Schlichters weiter verhandelt. Dabei sollen Vorschläge für eine Entschädigung entstehen, die sich nach konkreten Strecken und echten Fahrzeiten bemisst.“

Eine Umfrage im Auftrag der Gewerkschaft hatte ergeben, dass Baubeschäftigte für die einfache Fahrt zu ihrem Einsatzort durchschnittlich 64 Kilometer zurücklegen. Zum Vergleich: In der gesamten Wirtschaft sind lediglich fünf Prozent aller Arbeitnehmer mehr als 50 Kilometer täglich für den Weg zur Arbeit unterwegs.

Autor:

Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt) aus Herne

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