Kunden müssen auf BEV-Insolvenz reagieren
Schnell kündigen

Abgeschaltet: Am Donnerstag teilte der Insolvenzverwalter mit, dass die BEV keinen Strom mehr liefern werde.Foto: Archiv Wochenblatt
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  • hochgeladen von Elmar Koenig (Redaktion Wochenblatt)

Der Energieversorger Bayerische Energieversorgungsgesellschaft (BEV) hat am 29. Januar Insolvenz beantragt. „In den Wochen davor hatten sich vermehrt Verbraucher über die BEV beschwert“, so Silke Gerstler.

Die Umweltberaterin der Verbraucherzentrale sagt außerdem, dass Boni und Guthaben nicht ausgezahlt worden sein. Dafür wären jedoch die Preise erhöht worden. Einige Kunden seien zudem aufgefordert worden, eine "einvernehmliche" Preiserhöhung während der Laufzeit der Preisgarantie zu akzeptieren. Dafür wurde die BEV von der Verbraucherzentrale abgemahnt.
Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Münchner Anwalt Axel Bierbach bestellt. Dies teilte das Insolvenzgericht des Amtsgericht München mit. Dieser teilte am Donnerstag mit, dass die BEV kein Strom und Gas mehr liefern werde.
Die Kunden fallen damit in die Ersatzversorgung durch den örtlichen Grundversorger. Sie sollten sich nun also dringend um einen neuen Stromvertrag beziehungsweise Gasvertrag bei einem anderen Anbieter kümmern.
Die Verbraucherzentrale rät zu drei Sofortmaßnahmen:
• Daueraufträge kündigen und erteilte Einzugsermächtigungen widerrufen.
• Vertrag mit der BEV schriftlich kündigen, denn rechtlich ist es nicht
eindeutig geklärt, ob bestehende Verträge bei einem Lieferstopp automatisch
enden.
• Zählerstände ablesen und sowohl an die BEV als auch den Netzbetreiber
übermitteln und dokumentieren.
Betroffen sind auch Kunden, die von der BEV einen Bonus versprochen bekommen haben, zum Beispiel nach zwölf Monaten Vertragslaufzeit, oder zu viel bezahltes Geld zurückbekommen müssten. Diese Ansprüche werden vermutlich im Rahmen des Insolvenzverfahrens gestellt werden müssen.

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