BLAUES RAUSCHEN Herne

Wann? 12.10.2018 19:00 Uhr

Wo? Flottmann-Hallen , Straße des Bohrhammers, 44625 Herne DEauf Karte anzeigen
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Herne: Flottmann-Hallen | Vom 10. bis 14. Oktober bringt das Festival BLAUES RAUSCHEN zum zweiten Mal elektronische Soundexperimente auf die Bühnen des Ruhrgebiets. In Gelsenkirchen, Essen, Herne, Dortmund und Bochum präsentiert BLAUES RAUSCHEN eine internationale Mischung aus etablierten Namen und Neuentdeckungen aus acht Ländern.

Im Klangkunst-Workshop mit Medienkünstlerin und Musikerin Tina Tonagel werden Jugendliche aus Herne und Gelsenkirchen alltägliche und besondere Klangsituationen rund um das Thema „Wasser in der Stadt“ aufspüren, erforschen und mit Hilfe konventioneller Smartphones aufnehmen. Die dabei entstehenden Field Recording-Ergebnisse dienen als Basis für kurze Kompositionen und eine Reihe multimedialer Installationen. Um 19:00 Uhr werden die Workshop-Resultate präsentiert. Der Eintritt ist frei.

Anschließend bespielen Jenny Ocampo und Eric Wong die Bühne mit ihrem Programm „S - an encounter with time and silence“. Die kolumbianische Choreografin und Tänzerin und der amerikanische Gitarrist vertiefen ihre Erforschung von Zeit und Stille, um sie mit Musik und Bewegung zu erweitern: Körper und Klang lassen eine Raum der Emotionen und Erinnerungen entstehen.

Danach betritt ein zweiköpfiger Zirkus die Manege und verwandelt das Publikum in eine zuckende Masse: les trucs. Mensch/Maschine revisited – Musiker und klangerzeugende Apparaturen werden zu einer symbiotischen Kreatur aus Knöpfen, Reglern und Gliedmaßen, so dass letztlich nicht mehr auszumachen ist, wer wen bedient oder steuert. Charlotte Simon und Zink Tonsur klingen dabei wie eine Mischung aus Die Antwoord und den Altpunks von Die Goldenen Zitronen.

Der britische Experimentalmusiker Graham Dunning - Artist bringt "Mechanical Techno" live auf die Bühne, sein Instrument: modifizierte Plattenspieler. Geräusche, Klänge, Loops – aus wiederkehrenden Rhythmus- und Melodiefragmenten schichtet Dunning seine Musik auf. Kameras an verschiedenen Stellen des Setups zeigen in Nahaufnahme die Mechanismen bei der Arbeit – und werden zugleich zur psychedelischen Lightshow.

Stolpernde Arpeggios und Surround-Loops durchbrechen das Laser-Gewitter, um wie eine Achterbahn den Puls ins Chaos zu treiben - niemand hört sich an wie Lorenzo Senni. Seine konsequente Dekonstruktion der Sound- und Rave-Kultur der 90er, die sorgfältige Analyse ihrer Bestandteile und die Wiederverwendung in einem neuen Kontext, nennt er „Pointillistische Trance“ oder auch „Rave Voyeurism“. Wiederholung und Isolation sind dabei die Schlüsselbegriffe. Die Musik ist abstrakt, aber durch geschickt ausgelöste Kettenreaktionen absolut tanzbar.
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