Birte Glang: Schön normal

Sympathisch-natürlich: Birte Glang spricht im Stadtspiegel-Interview über ihre Liebe, ihre Karriere und ihren ersten Kinofilm.
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Birte Glang, im Vest lebende Schauspielerin, hat höchstpersönlich ihren ersten Kinofilm gemeinsam mit Tom Gerhardt in der Filmzeche Hollywood Herten vorgestellt. Im Vorfeld hat sie sich exklusiv mit dem Stadtspiegel unterhalten.

Stadtspiegel: Ist es schwer, ein Lehrerkind zu sein?
Birte Glang: „Nein, ich habe das nie als Nachteil empfunden, im Gegenteil. Es ist ein Vorzug, denn ich konnte und kann sehr gut lernen.“

Was mussten Sie für Ihre Rolle in „Agent Ranjid rettet die Welt“ lernen?
„Es ist eine recht körperbetonte Rolle. Die Kampfszenen, zum Beispiel das Kickboxen, kann ich gut. Ich mache Ausdauer- und Kraftsport. Wenn ich mal drei Tage lang nur gesessen habe, werde ich schon ganz kribbelig. Meine Laufschuhe habe ich immer dabei. Für die Rolle musste ich mir allerdings einen holländischen Akzent aneignen. In dem Film sind Holländer (sie verfällt locker-lässig ins Deutsche mit niederländischem Akzent) die Schurken. So schwer war das gar nicht. Sylvie van der Vaart ist ein gutes Beispiel, aber etwas zu sanft in der Aussprache, Hape Kerkeling war als Evje van Dampen eine großartige Vorlage, und eine Übersetzerin half mir bei der Phonetik.
Ein wenig schwerer als das Lernen des holländischen Akzents war es, als meine erste Schauspiel-Lehrerin, Kristina Walter aus Köln, mir meinen Ruhrgebiets-Slang abgewöhnt hat. Mir war damals gar nicht bewusst, dass ich überhaupt einen habe. Kristina ist Wienerin. Lustig: Eine Österreicherin musste meinen Ruhrgebiets-Dialekt ausmerzen.“

Sie sind aktuell in vielen Promi-, Mode- und Männer-Magazinen zu sehen, mit Fotos und Interviews. Macht Sie das stolz?
„Ja, sehr. Es ist ja auch eine tolle Werbung für den anstehenden Film. Als Fotomodell arbeite ich sonst nur noch ab und an, die Schauspielerei bedeutet mir viel mehr.“

Als Diplom-Juristin hätten Sie auch einen anderen Weg einschlagen können.
„Sicherlich. Aber als ich das Studium beendet hatte, habe ich mich ganz und gar fürs Schauspielen entschieden. Der Wunsch war schon lange da. Ich habe als Kind in unser Reitstall-Gemeinschaft oft in den Märchen zur Weihnachtsfeier mitgespielt, und auch schon in der Schule in Theaterstücken, in Musicals. Mit den Kindern habe ich später dann selbst die Märchenvorstellungen eingeübt. Gerade das hat mir sehr viel Spaß gemacht, das würde ich sehr gerne wieder machen.

Und auch mal ein richtiges Bond-Girl spielen?
„Klar. Ich würde bestimmt nicht nein sagen.“

Wie waren die Dreharbeiten mit Kaya Yanar und Ihren anderen Kollegen?
„Kaya ist ein Comedian. Er hat auch dann, wenn die Kameras nicht laufen, immer einen Spruch drauf. Die Dreharbeiten haben mich an eine ausgelassene Schulklasse erinnert, es wurde sehr viel gelacht. Da musste der Regisseur dann den Lehrer machen und für Ruhe sorgen.“ (Lacht.)

Sie könnten ständig in Berlin oder in Los Angeles leben, warum haben Sie und Ihr Mann sich für Recklinghausen entschieden?
„Recklinghausen ist schön, besonders die Altstadt. Ich habe es nicht weit zu meiner Familie in Oer-Erkenschwick. Mit meiner Mutter habe ich drei Pferde, und es ist sehr schön, durch die Haard zu reiten. Recklinghausen ist prima verkehrstechnisch angebunden, wir sind blitzschnell auf der Autobahn oder am Flugplatz.“

Wird „Agent Ranjid rettet die Welt“ ein Erfolg?
„Ich hoffe es. Am Mittwoch, 17. Oktober, ist die Premiere in Köln. Ich glaube an Zeichen. Wir haben am 17. Oktober 2008 standesamtlich geheiratet, und am 18. Oktober - da werde ich den Film mit Tom Gerhardt, der auch mitspielt, den Film persönlich im Hertener Kino vorstellen - wurden wir kirchlich getraut. Ich hatte meinen ersten Seriendrehtag als Heidi Danne bei ,Unter uns‘, RTL, am Geburtstag meiner Mutter, und meine Mutter heißt auch Heidi.“

Sind Sie ein typischer „Widder“?
„Ja - tmmer mit dem Kopf durch die Wand. Aber ich bin schon sanfter geworden. Bestimmt, weil es mir gut geht, vor allem aber auch deshalb, weil ich glücklich verheiratet bin.“

Sie stehen beide im Rampenlicht, werden vom anderen Geschlecht jeweils umschwärmt. Wie steht’s mit der Eifersucht?
„Völlig frei von Eifersucht zu sein finde ich entsetzlich. Aber grundsätzlich sind wir beide nicht eifersüchtig, denn - das Wichtigste - das Vertrauen ist da. Mein Mann hat vor seinem Jura-Studium Metzger gelernt. Wir beide lieben das „Normale“. Er findet es beispielsweise sehr gut, dass ich - anders, als viele andere Frauen - gerne Sachen wie Leberwurst und Thüringer Blutwurst esse.“ (Lacht.)

Autor:

Kerstin Halstenbach aus Herten

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