Glitzer, Glamour, Sexappeal - "Perlen der Travestie"

BZ: Premiere Perlen der Travestie im RevuePalast Ruhr 07.09.2017

Foto: Arne Pöhnert
mail@arnepoehnert.de
0178/1866645
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  • BZ: Premiere Perlen der Travestie im RevuePalast Ruhr 07.09.2017

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Herten, RevuePalast Ruhr, 24. November 2017, 20:02 Uhr, der Gong ertönt, das Licht erlischt.
Kaum ist dies visuell verarbeitet, ertönt eine Stimme aus den hiesigen Lautsprechern und ehe ich mich versehe, suche ich diese singende Stimme in meinem unmittelbaren Umkreis, denn der Bühnenvorhang ist noch geschlossen. Neugierig blicke ich mich um und entdecke endlich eine schillernde, glitzernde Figur, die sich ihren Weg zur Bühne ebnet, während sich der Vorhang langsam öffnet.

"Perlen der Travestie" heißt die neue Show von Regisseur Ralf Kuta, die seit September diesen Jahres 



in Herten zu Hause ist. Prachtvoll, rasant und schnell setzt Kuta seine Perlen in Szene, lässt sie tanzen, singen, flirten, Verwirrung stiften.
Aber nicht nur die Lachmuskeln werden mächtig in Anspruch genommen, wenn die bezaubernde Jeanny durch den alles andere als langatmigen Abend führt.
Jeanny, eine ewig junge Mitvierzigerin hofft zwar nicht, die Liebe ihres Lebens zu finden, gegen einen netten Abend mit einem hübschen Mann hätte sie aber nichts einzuwenden. Und so schwingt sie ihre langen, strammen Schenkel über die Bühne, reizt das Publikum mit ihren Kurven und verguckt sich kurzerhand in einen netten, etwas schüchternen Herrn aus dem Publikum. Dieser erwidert die koketten Flirtversuche und landet schließlich als Rentier verkleidet auf der Showbühne.  Zur Belustigung des Publikums wird er von Jeanny, zum Dank für sein Engagement, zu einem Abendessen eingeladen.
Doch nicht nur der Humor, der den Abend überwiegt, ist Teil der bezaubernden Show. Immer wieder gibt es Momente, in denen die Ernsthaftigkeit der Travestie zu spüren ist. Sei es durch die selbstgeschriebenen Songs der KünstlerInnen oder die mit Humor unterlegte Ansprache der zierlichen Suara Mas, die mit ihrer Stimme und der knappen Bekleidung das Publikum zu erobern weiß. Suara flirtet gekonnt mit dem männlichen Publikum, dass es den Ehefrauen Angst und Bange wird. 
Aber nicht nur die weiblichen Darsteller bezirzen das Publikum mit sexappeal, stimmgewalt und prachtvollen Kostümen. Auch die männlichen Darsteller wirbeln die Damen gekonnt über die Bühne, tanzen, singen und unterhalten ihre Gäste, entführen sie in die Welt der Travestie. Das macht die Show autentisch. Hier gibt es kein Schwarz oder Weiß, Richtig oder Falsch, hier darf der Mensch einfach nur Mensch sein.

Höhepunkt des Abends sind die brasilianischen Tanz- und Gesangseinlagen. Ob Michelle, Lalo oder Dannyboy, die kurvigen Mädels mit Beinen bis zum Horizont, wirbeln singend über die Bühne, tragen prachtvoll schillernde Kostüme zur Schau, die mit jedem Karneval in Rio de Janeiro mithalten können. Das euphorische Publikum lässt sich mitreißen und stimmt in den lateinamerikanischen Rhythmus ein. 

Berühmtheiten wie Edith Piaff, Cher, Marlene Dietrich oder Michael Jackson und Marilyn Monroe durften an diesem außergewöhnlichen Abend nicht fehlen und machten sich aus der Ewigkeit auf nach Herten, um ihre besten Hits noch einmal zu performen.

Fazit:
Herten ist berühmt, wahrlich. Berühmt für eine Show, die locker mit "Burlesque" mithalten kann. Beine bis zum Mond, Kurven wie Marilyn Monroe, Humor bis zum Abwinken und eine Botschaft, die in unserer Zeit selbstverständlich längst verinnerlicht sein sollte, oder wie Donato singen würde: "I'm only human".
Somit hatte ich einen etwas anderen aber lustigen, fröhlichen Abend, der mir einen Muskelkater in der Bauchgegend verschafft hat (Vorsicht: Totlachgefahr!).
Natürlich habe ich mich umgesehen, welche Altersklasse diese Show anspricht und kann berichten, dass das Publikum breit gefächert ist. Jung und Alt treffen sich hier, feiern die DarstellerInnen und genießen die herrlich entspannte Atmosphäre, in der man während der Show genussvoll speisen- und anschließend mit dem Palasttaxi die Heimreise antreten kann.
Ich war nicht zum letzten Mal dort, denn neben einem wirklich humorvollen, außergewöhnlich beeindruckenden Programm sei die ungeschminkte Industriekulisse der ehemaligen Zeche Ewald erwähnt, die diesem Palast einen besonderen Charme verleiht.

Abschließend möchte ich mich bei den wunderbaren Darstellern bedanken, die mich in die Welt der Travestie entführt- und mir einen herrlich lustigen Abend beschert haben. Es dauerte keine 10 Minuten, da war ich verzaubert von den vielen unterschiedlichen Charakteren und den dazugehörigen Kostümen, die mich mitnahmen, auf einen anderen Kontinent. Danke für diese großartige Bühnenshow.  Als Fan von Marlene Dietrich und Edith Piaff war es mir eine Freude, diese tolle Performance zu erleben. Ich war nie Fan von Michael Jackson. Dieser Auftritt aber hat mich überzeugt, seine Songs nicht mehr zu verschmähen. 

Zu guter Letzt möchte ich mich bei dem JournalistenBüro Herne bedanken, die mich zu dem Besuch des RevuePalastes eingeladen haben, mir freundlicherweise die Bilder zur Verfügung gestellt- und mir dann auch noch zwei tolle Plätze direkt an der Bühne reserviert haben. Vielen Dank.

-Siehe Fotostrecke-

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