Emschergenossenschaft befreit Resser und Backumer Bach in weiten Teilen von Abwasser
Das Ende der "Köttelbecken" ist nah

2017 hat die Emschergenossenschaft mit dem Bau der Abwasserkanäle am Resser und Backumer Bach in Herten begonnen. Jetzt sind die Gewässer in den siedlungsnahen Bereichen frei von Abwasser! Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, und Projektleiter Jens Lukas (links) am Gewässer.
  • 2017 hat die Emschergenossenschaft mit dem Bau der Abwasserkanäle am Resser und Backumer Bach in Herten begonnen. Jetzt sind die Gewässer in den siedlungsnahen Bereichen frei von Abwasser! Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, und Projektleiter Jens Lukas (links) am Gewässer.
  • Foto: Anne-Kathrin Lappe / EGLV
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2017 hat die Emschergenossenschaft mit dem Bau der Abwasserkanäle am Resser und Backumer Bach in Herten begonnen. Jetzt sind die Gewässer in den siedlungsnahen Bereichen frei von Abwasser Wo einst die Köttelbecken müffelten, fließt nun klares Wasser. Ende 2020 startet dort die ökologische Verbesserung. Doch vorher finden Wiederherstellungsarbeiten statt: Im Auftrag von Straßen.NRW wird die Kaiserstraße von Donnerstag, 23. Juli, ab 7 Uhr bis Montag, 27. Juli, 6 Uhr für Asphaltarbeiten gesperrt.

Wo die Kaiserstraße den Backumer und den Resser Bach kreuzt, stellt die Emschergenossenschaft nicht nur die Straßenoberfläche im Baustellenbereich wieder her, sondern führt für Straßen.NRW auch eine Deckensanierung in angrenzenden Bereichen durch. Eine Vollsperrung in den Bereichen ist leider nicht zu vermeiden. Gesperrt wird die Kaiserstraße zwischen den Hausnummern 147 bis 162 und zwischen den Hausnummern 254 bis 265. Umleitungen werden großräumig ausgeschildert und die Buslinien umgeleitet. 
„Ein letzter Kraftakt, durch den wir aber Synergien nutzen und die Belastung für die Bevölkerung auf lange Sicht minimieren – daher finden die Arbeiten in den Ferien statt“, erläutert Projektleiter Jens Lukas von der Emschergenossenschaft. Vorbereitende Arbeiten führt der Wasserwirtschaftsverband bereits jetzt durch, teilweise kann es aus diesem Grund zu Änderungen bei der Verkehrsführung kommen.
„Die Anwohnerinnen und Anwohner haben die Maßnahme eng begleitet – dafür möchten wir uns, sobald die Corona-Schutzmaßnahmen es zulassen, mit einem Anwohnerfest herzlich bedanken“, so Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft: „Eine Baumaßnahme ist auch immer mit Lärm und Schmutz verbunden. Doch jetzt ist der Resser Bach im Osten von Herten auf einer Länge von 900 Metern abwasserfrei und auch der Backumer Bach führt nur noch Quell-, Regen- und Grundwasser. Die Renaturierung rückt in greifbare Nähe.“ Bald können die Hertenerinnen und Hertener die grün-blaue Infrastruktur an den Gewässern zu Fuß und mit dem Rad erkunden. Am Backumer Bach entsteht dafür auf dem Betriebsweg der Emschergenossenschaft eine Fahrradtrasse.

Ökologische Verbesserung ab Ende 2020

Aktuell erinnern am Oberlauf des insgesamt 6,2 Kilometer langen Resser Bachs und am Backumer Bach nur noch die Sohlschalen an die ehemaligen Köttelbecken. Aber auch das ändert sich bald. Durch die ökologische Verbesserung wird dort, wo der Backumer Bach in den Resser Bach mündet, den Gewässern wieder mehr Platz eingeräumt. Mitte 2022 sollen die Renaturierungsarbeiten ihren Abschluss finden.

Autor:

Lokalkompass Herten aus Herten

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