Gelsenkirchen und Herten suchen gemeinsam die schönsten Vorgärten
„Mach was draussen!“

Unter dem Motto „Mach was draussen!“ rufen die Städte Gelsenkirchen und Herten gemeinsam zum Vorgartenwettbewerb auf. Ilka Koelsch, Stadtentwicklungsamt Herten (links), und Landschaftsarchitektin Ute Ellermann (rechts), freuen sich, dass erstmalig Gartenfreunde aus allen Stadtteilen teilnehmen können.
  • Unter dem Motto „Mach was draussen!“ rufen die Städte Gelsenkirchen und Herten gemeinsam zum Vorgartenwettbewerb auf. Ilka Koelsch, Stadtentwicklungsamt Herten (links), und Landschaftsarchitektin Ute Ellermann (rechts), freuen sich, dass erstmalig Gartenfreunde aus allen Stadtteilen teilnehmen können.
  • Foto: Martin Schmüdderich
  • hochgeladen von Ingrid Lücke

„Mach was draussen!“ – Unter diesem Motto können sich interessierte Bürger aus Gelsenkirchen und Herten ab sofort bewerben und für die Gestaltung ihrer Gärten und Hinterhöfe Preise gewinnen.
Der Wettbewerb unter der Regie des Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten e.V. prämiert gute Beispiele, die zeigen, wie sich schöne, pflegeleichte und artenreiche Gärten so kombinieren lassen, dass Natur, Menschen und auch Tiere etwas davon haben. Einsendeschluss ist Mittwoch, 30. Juni.
"Die Corona-Pandemie hat deutlich werden lassen, wie wichtig das direkte Wohnumfeld für uns Menschen ist. Die Erderwärmung macht spürbar, wie gut Bäume und Bepflanzungen lokale Hitzeinseln in den Städten herunter kühlen können. Bei dem Wettbewerb geht es natürlich auch darum, das Bewusstsein für diese wichtigen Werte weiter zu stärken,", sagt Janine Feldmann, Stadtbaurätin der Stadt Herten.
Christoph Heidenreich, Stadtbaurat in Gelsenkirchen, hebt die Bedeutung der Hinterhöfe hervor: "Gerade in den dicht bebauten städtischen Bereichen sind die Hinterhöfe wichtige Orte, die durch Entsiegelungen und Begrünungen für bessere Lebensqualität im Klimawandel sorgen können".

Sonderpreis "Hinterhöfe"

Zum ersten Mal laden die Städte Gelsenkirchen und Herten im Rahmen des gemeinsamen Klimabündnisses zum gesamtstädtischen Vorgartenwettbewerb, mit dem Sonderpreis "Hinterhöfe", ein. "Der Wettbewerb ist eine Idee aus den Stadtteilen Gelsenkirchen-Hassel, und Herten-Westerholt sowie -Bertlich. Dort haben wir uns über Einsendungen mit wunderbaren Gartenbeispielen gefreut. Oft haben wir dabei Zuschriften auch aus anderen Stadtteilen bekommen, die wir dann leider nicht werten konnten. Jetzt freuen wir uns, dass wir den Wettbewerb auf die gesamten Stadtgebiete ausdehnen dürfen", sagt Nora Mrowitzki, Managerin Klimaanpassung der Stadt Gelsenkirchen.
Mitmachen können dabei alle, die einen Vorgarten oder Hinterhof in Gelsenkirchen und Herten pflegen und bereit sind, mindestens drei Fotos von diesem Garten, gern mit Angaben zu den eigenen Ideen oder Überlegungen für die jeweilige Gestaltung, per E-Mail an garten@gelsenkirchen-herten.de einzusenden. Wer keine E-Mail schicken möchte, kann den Anmeldebogen aus dem Flyer "Mach was draussen!" und die Fotos per Post an das Klimabündnis, Munscheidstraße 14, 45886 Gelsenkirchen, schicken. Einsendeschluss ist Mittwoch, 30. Juni. Zu gewinnen gibt es Sach- und Geldpreise, darunter zweimal 500 Euro für die ersten Plätze in der Kategorie "Vorgärten" und in der Sonderkategorie "Hinterhöfe".

Bunt, ökologisch und kreativ

Beste Chancen im Wettbewerb hat, wer seinen Garten bunt, ökologisch und kreativ anlegt. Viele Blumen, eine abwechslungsreiche, raumgreifende Bepflanzung, der Verzicht auf sogenannte Steinwüsten, die kreative Nutzung unterschiedlicher Materialien und ein geringer Anteil versiegelter Flächen zeichnen einen vorbildlichen Garten aus. "Auch Gestaltungen für ein gelungenes nachbarschaftliches Miteinander wie Spielbereiche und Treffpunkte fließen mit in die Evaluation ein", betont Landschaftsarchitektin Ute Ellermann, die den Wettbewerb fachlich begleitet. Sie wird unterstützt durch eine gartenbegeisterte Experten-Jury, der neben fachkundigen Mitarbeitern der Städte Gelsenkirchen und Herten auch die Gewinner aus vorhergehenden kleineren Stadtteil-Wettbewerben angehören.
"Wir unterstützen den Wettbewerb gern, weil wir uns viele positive und überzeugende Antworten erhoffen – als Alternative zu eintönigen Schottergärten, die das Klima unnötig aufheizen und auch Vögeln und Insekten nichts bieten können", sagt Wolfgang Jung, Vorstandsvorsitzender des Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten e.V.

16-seitiger Ratgeber

Inspirationen für pflegeleichte, klimafreundliche und kostengünstige Gärten liefert auch ein 16-seitiger "Ratgeber für die klimafreundliche Gartengestaltung". Für die Broschüre hat Ute Ellermann viele verschiedene kleinteilige, gut umsetzbare und oft gar nicht teure Maßnahmen zusammengestellt. "Klima- und Artenschutz stehen im Mittelpunkt, aber auch die Trends weg von monotonen Rasenflächen hin zu Selbstversorgung aus dem eigenen Garten und zum kreativen Urban Gardening haben wir mit diesem Ratgeber natürlich gern aufgegriffen", sagt die Autorin. So zeigt die Broschüre, wie sich ein Garten mit ein bisschen Wissen in eine lebendige und dennoch pflegeleichte Oase verwandeln lässt. Sie gibt Tipps zum klimafreundlichen Gärtnern und Anregungen für die Begrünung von Dächern, Wänden, Müll- und Fahrradboxen, Sitz- und Spielplätzen. Bewährte Pflanzen, ob als blühende Hingucker, Bodendecker, Hausbaum oder Kletterpflanze, sind in Empfehlungslisten zusammengestellt.

Information
Die Broschüre und der Wettbewerbsaufruf können per E-Mail an garten@gelsenkirchen-herten.de angefordert oder auf der Webseite des Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten e.V. www.gelsenkirchen-herten.de heruntergeladen werden. Für alle die nicht digital vernetzt sind, steht das Klimabündnis unter Tel. 0209/167-1010 für Fragen und als Hilfestellung zur Verfügung.

Hintergrund
Im Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten e.V. machen die Städte Gelsenkirchen und Herten seit 2014 gemeinsame Sache beim Klimaschutz. Das Bündnis fördert unter anderem den Einsatz erneuerbarer Energien, Gebäudesanierungs- und Energieeinsparprojekte sowie den beruflichen Nachwuchs. Mit dem Themenfeld klimafreundliches Gärtnern werden auch Fragen der Klimaanpassung aufgegriffen. Vorsitzender des Vereins ist Wolfgang Jung, die Geschäftsführung liegt beim Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Tel. 0209/167-1005, E-Mail: klimabuendnis@gelsenkirchen-herten.de.

Autor:

Lokalkompass Herten aus Herten

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