Bitte diskutieren und weiter erzählen.
Danke! Mein Wochenrückblick für die KW46

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Liebe Hertenerinnen & Hertener,
liebe Freundinnen und Freunde,

im Düsseldorfer Landtag haben CDU, FDP, SPD und Grüne an diesem Donnerstag in einem gemeinsamen Antrag ihre Unterstützung zu dem Vorhaben erklärt, die Olympischen und Paralympischen Spiele 2032 in die Rhein-Ruhr-Region holen zu wollen. Eine Idee, mit der bei Erfolg der Bewerbung auch Herten zum Austragungsort werden könnte – für die Mountainbike-Wettbewerbe käme die Halde Hoheward nämlich in Frage. Ein solches sportliches Großereignis, nachhaltig und sorgfältig geplant, könnte unserer Region einen großen Entwicklungsschub und "ganz nebenbei" ein einmaliges Erlebnis bescheren. Was meinen Sie dazu?

Montag

Ein früher Start in den Tag in Form eines Gesprächs mit der Leiterin des Rechnungsprüfungsamts zur Vorbereitung der Ausschußsitzung. Ich hatte bereits berichtet, dass die Rechnungsprüfung der Stadt Herten im Zuge der Neuorganisation der Verwaltung und mit Wechsel in das Dezernat 1 unter meiner Leitung eine andere Ausrichtung eingenommen hat. Vorhaben, Prozesse, Verträge im Vorfeld tiefer zu prüfen, um mögliche Schäden oder Risiken im Vorfeld zu erkennen und zu vermeiden. Bildlich gesprochen - "Rechnungen" zu prüfen, bevor sie anfallen"... ein höheres Maß und Augenmerk als Vorsorgefunktion. Sicherlich müssen wir uns in der Umsetzung und täglichen Routine alle noch etwas mehr einlassen und finden. Als Zielsetzung bin ich aber überzeugt, sind wir auf dem richtigen Weg. Danke für die breite Unterstützung.

Als nächstes schloss sich ein Gespräch mit dem Bereich Ordnung zu Veranstaltungen
„Auf Ewald“ an. Hier galt es bereits für 2020 gesetzte Veranstaltungen etwas neu zu konzipieren, so dass Anrainer, Unternehmen und örtliche Gastronomie verbindlicher berücksichtigt und eingebunden ist. Hier kann Vollzug gemeldet werden. Danke an Veranstalter, hier super kooperativ geplant und umgesetzt zu haben. Für positive Veränderungen braucht es Einsatz und dafür muss man sich bewegen.

Danach tagte dann der Verwaltungsvorstand, unter anderem über die bisherigen Ergebnisse der Arbeitsgruppe Digitalisierung. Erste konkrete Umsetzungsvorschläge folgen in Kürze. Ein riesen Thema, ein breit aufgestelltes Thema = ein gutes Thema für Herten.

Nach einer mit "Arbeit gefüllten Pause" folgten Rücksprachen mit dem Stadtbaurat und dem Geschäftsführer der Hertener Stadtwerke. Abends tagte der Innenstadt-Beirat in der Familienbildungsstätte Herten-Mitte. Natürlich ging es auch um die Neugestaltung der Innenstadt – das zuständige Planungsbüro stellte seine Pläne für die neue, grünere City vor. Da wird sicherlich noch viel zu diskutieren sein, auch über die Pflege der größeren Menge an „neuem Grün“. Schön wäre es natürlich, wenn sich dazu eine Initiative aus der Einwohnerschaft finden würde… ;-) ich bin sicher, wir finden neue Wege für eine grüne Innenstadt mit neuer Aufenthaltsqualität.

Dienstag

Am Beginn dieses Arbeitstages stand eine Rücksprache mit meinem Büroteam. Die aktuelle Terminlage wurde besprochen, die kommenden Tage durchgeplant. Zumal ich in den nächsten Tagen viel unterwegs sein sollte.
Danach folgte eine längere Rücksprache mit meiner Amtsleiterin, auch um letzte Details für die nun beginnenden Sitzungswochen bis Ende November abzustimmen.

Kurz nach Mittag begrüßte ich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Hertener Seniorenkonferenz. Älter zu werden bringt eben auch einige Vorteile mit sich – darunter die Möglichkeit, mehr Zeit in ehrenamtliches Engagement investieren zu können. Schön, wenn solches Potential genutzt wird. Es war mir eine Freude hier etwas motivierend mitwirken zu können.

Später am Tag tagte im großen Sitzungssaal des Rathauses der Rechnungsprüfungsausschuss. Die Wirtschaftsprüfer trugen vor und bescheinigten der Verwaltung ordentlich gearbeitet zu haben und empfahlen die Entlastung des Bürgermeisters, so auch geschehen.

Mittwoch

Los ging der Tag mit der wöchentlichen Sitzung der Wirtschaftsförderung. Wir sprachen über die Terminvorplanung für das kommende Jahr und damit verbundene Themen die wir uns vorgenommen haben. Aktuelle Investitionprojekte, Anfragen und innovative Konzepte halten uns weiter auf Trapp... und machen Spaß.

Nach einem kurzen Lageupdate im Kreise meines Büroteams schlossen sich mehrere Rücksprachen an. Danach fuhr ich in den Süden unserer Stadt, zum RevuePalast. Dort fand die Abschlussveranstaltung zum Projekt „Übergangsgestaltung von der Grundschule zur weiterführenden Schule“ mit der Wübben-Stiftung statt. Fünf Jahre lang haben die Wübben-Stiftung, die Schulen und die Verwaltung eng und auf Augenhöhe zusammengearbeitet, um ein zielorientiertes Übergangsmanagement zu etablieren, welches die Bildungschancen unserer Kinder verbessert – durch Kooperation, Absprache, Information und verlässliche Strukturen. Weil das so gut funktioniert, haben wir aus dem Projekt nun eine feste Einrichtung bei der Stadtverwaltung gemacht. Damit kann die tolle Arbeit auch in Zukunft fortgesetzt werden. Mein Dank gilt der Wübben-Stiftung für eine wirklich wunderbare Zusammenarbeit, sowie allen Beteiligten.

Nachmittags leitete ich die Sitzung des Beirats der HTVG. Unsere städtische Gesellschaft die sich mit innovativen Gewerbebauten und Einrichtungen zur baulichen Wirtschaftsförderung beschäftigt und als verlässlicher Partner und Vermieter einen guten Stand in der örtlichen Wirtschaft aufzeigt. Wirtschaftsbericht und Aussicht mit Wirtschaftsplan 2020 spiegeln ein positive Tendenz die in den nächsten Jahren für weitere Erfolge einen guten Weg aufzeigen.

Bevor ich mich anschliesend ins Auto setzte und nach Werne fuhr, wo ich am Abend bei einem gemeinsamen Abendessen und einem Netzwerktreffen der AG parteiloser Bürgermeister*innen beiwohnte.

Donnerstag

Weiter mit der Bürgermeister-Tagung in Werne. Hier bewegen natürlich dieselben Themen, wir auch bei uns im Kreis: Kommunalfinanzen, Digitalisierung, Zukunftsgestaltung der Stadtverwaltung, lokale Wirtschaft, etc. Sehr interessant hierbei die Ausführungen von Seiten des Städte- und Gemeindebundes NRW, der ja auch bereits seit Jahren darauf hinweist, dass unsere Städte strukturell unterfinanziert sind. Würden Bund und Land ihre Beschlüsse gerade auch im Sozialbereich für die Gemeinden auskömmlich gegenfinanzieren – getreu dem Grundsatz „wer’s bestellt hat, der muss es auch bezahlen“ – dann hätten Städte wie Herten überhaupt keine Probleme damit, ausgeglichene Haushalte zu präsentieren.

Wenn die Bundesregierung jetzt doch nach langem hin und her wieder Fahrt in das Projekt „Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulbereich ab 2025“ bringt, stellt man sich aus Sicht der Kommunen natürlich vor allem die Frage: werden die zwei Milliarden Euro, welche der Bund dafür jetzt für den Gebäude(aus)bau zurücklegt, tatsächlich reichen? Was, wenn nicht – wird dann nachgelegt oder müssen die Städte selbst zusehen, wie sie das schaffen? Und was ist mit den Folgekosten (höhere Betriebskosten, mehr Personal, etc.)? Bislang gibt es dazu noch keine verbindlichen Aussagen. Hoffen wir mal, dass es am Ende nicht wieder so aussehen wird, dass die Kommunen einen neuen Belastungsposten erhalten.

Außerdem: die OGS-Plätze fehlen uns ja schon heute. Deshalb versuchen wir als Stadt auch, so schnell wie möglich Kapazitäten auszubauen. Ich weiß, dass uns das leider noch nicht im nötigen Umfang gelungen ist. Trotzdem wurden bis dato auch ohne Rechtsanspruch bereits 1000 OGS Plätze in Herten geschaffen. Ebenso, wie ich weiß, dass unsere Bitte um Verständnis den betroffenen Familien da auch nicht weiterhilft. Trotzdem versprochen: wir bleiben dran und haben klare Ziele die auf Dauer eine Entlastung für Eltern mit Betreuungsbedarf schaffen wird.

Von Werne schnell zurück ins Rathaus, denn abends tagte der Ausschuss für Arbeit, Stadtentwicklung und Umwelt. Unter anderem hatten wir hier das Thema „Elternhaltestellen“ auf der Tagesordnung. Diese sollen für die Comeniusschule an der Behrensstraße und für die Augustaschule an der Herner Straße eingerichtet werden. Sinn ist, dass möglichst viele Kinder, die von ihren Eltern mit dem Pkw zur Schule gebracht werden, in geringer fußläufiger Entfernung (etwa 250m) zur Schule abgesetzt werden und von dort aus die restliche Strecke zu Fuß zurücklegen. Damit würde dann der Bereich direkt vor den Schulen entlastet und die Gesamtsituation ein wenig entspannt. Das Ganze ist als Verkehrsversuch für zunächst einmal ein Jahr vorgesehen. Die Verwaltung hat dieses Thema im Zuge der Schulplanungen bereits seit einem guten Jahr auf der to do Liste. Beispiele anderer Kommunen wurden dazu bewertetet und sind in Planungsarbeiten eingeflossen. Wenn sich der Versuch als erfolgreich erweist, werden wir ihn auf die anderen Hertener Schulen ausweiten. Es würde mich freuen, wenn die Elternhaltestellen gut angenommen werden. Aber zunächst einmal hat die Idee in den politischen Gremien einstimmig Zustimmung gefunden.

Freitag

…konnten Sie mich zunächst einmal von acht bis halb zehn auf dem Wochenmarkt treffen. Der direkte Kontakt mit Menschen ist mir sehr wichtig und ich nutze mit Freude jede Gelegenheit die sich mir bietet

Am 15.11. war der bundesweite Vorlesetag. Aus diesem Anlass durfte ich am Vormittag in der Süder Grundschule zu Gast sein, um vorzulesen. Aus einem Buch. Ganz wie… immer. Denn ich lese gern. Nur dass die Zeiten des regelmäßigen vor-lesens bei mir eher vorbei sind. Umso mehr freute ich mich auf den Termin.

Der Rest des Büro-Tages war dann mit Rücksprachen gefüllt. Am Abend folgte ich der Einladung des Zonguldak e.V. Europa nach Marl. Der Verein wurde im Jahr 1996 mit dem Vorhaben geboren, die Menschen aus zwei Bergbauregionen zusammenzubringen. Es geht um Austausch und um Bergbautradition – Zonguldak liegt im Norden der Türkei, direkt am Schwarzen Meer und ist auch heute noch vom Steinkohlebergbau geprägt. Viele Arbeiter kamen von Ende der 1950er bis Anfang der 1970er Jahre aus dieser Region hierher ins Ruhrgebiet. Viele von ihnen sind hiergeblieben. Und so dreht sich beim Zonguldak e.V. vieles um den Bergbau – schon im Logo des Vereis findet sich der Bergmann mit seiner Laterne, auch wenn die jüngsten Mitglieder des Vereins natürlich nicht mehr im Bergbau tätig sind.

Samstag

Vormittags besuche ich die Jahreshauptversammlung des Deutschen Roten Kreuzes in der FBS Westerholt. Beim DRK denken die meisten Mitmenschen sicher zuerst an Rettungsdienst und Blutspenden. Die hat das DRK auch hier in Herten im Angebot – aber darüber hinaus gibt es da noch durchaus mehr, wie den Bewegungskindergarten am Schlosspark, die DRK-betreuten Wohnanlagen oder den E-Rolli-Notfallservice: schauen Sie einmal unter https://www.drk-herten.de/, was das DRK alles in und für Herten macht. Fördern und Spenden können Sie dort übrigens auch. ;-)

Um 11 Uhr 11 bin ich bei der Sessionseröffnung und Prinzenpaar-Proklamation der Karneval Gesellschaft Herten Langenbochum mit von der Partie. Ein neues Prinzenpaar besteigt den Thron und viele karnevalistische Gäste aus der Umgebung erweisen ihm die karnevalistische Ehre.

Später werden Sie mich hier und dort in Herten treffen, dort wo Haltung und Ausdruck ein Muß ist.

Sonntag

Volkstrauertag. Gemeinsames Gedenken an die Opfer von Krieg, Verfolgung und Gewaltherrschaft. Um zehn Uhr am Margarete-Stein-Platz und um 12 Uhr am Ehrenmal in Westerholt finden Kranzniederlegungen und Redebeiträge zum Thema statt. Es würde mich freuen, wenn viele Menschen sich die Zeit nehmen und ein Zeichen für Frieden und Versöhnung setzen würden – nötig ist es in unseren unruhigen Zeiten allemal.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, auf dessen Initiative der Volkstrauertag zurückgeht, wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Seine Mitglieder kümmern sich um mehr als 830 Grab- und Gedenkstätten in 46 Ländern. Eine Leistung, die großen Lob verdient.

Nachmittags besuche ich dann noch die Tanzproben des Vereins der Griechen aus Pontos.

Und danach ... sehen wir uns da wo hinsehen geboten ist. Zeigen auch Sie, was Herten ausmacht. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Ihr Fred Toplak

Autor:

Fred Toplak aus Herten

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