Drei Fragen an Werner Schnieders von der WIW
"Die Gerüchte sind falsch"

Wir befragten Werner Schnieders von der Werbe- und Interessengemeinschaft zu den Gerüchten, die es derzeit um den Ortsteil gibt.

1. Herr Schnieders, in Westerholt und Herten geht derzeit das Gerücht um, in Westerholt würden reihenweise Geschäfte schließen. Ist da was dran?

Das ist natürlich Unsinn. Es wird viel geredet und noch viel lieber dramatisiert und verallgemeinert. Das ist in Zeiten von Facebook und Co. wohl eine Zeiterscheinung. Aber schon früher gab es immer wieder Gerüchte um die verschiedensten Firmen. Viele davon zu Unrecht. Vielleicht ist es so, dass viele Menschen einen weiteren Verlust von Geschäften fürchten. Und wenn in einem Geschäft das Schaufenster wegen Neudekoration ausgeräumt wird, gibt es gleich Nachfragen und Spekulationen. Uns jedenfalls liegen zur Zeit nur Informationen von einem Unternehmen vor, in dem es im kommenden Jahr eine Übergabe geben wird. Wir würden gerne an alle Mitmenschen appellieren, sich nicht an solchen Spekulationen zu beteiligen. Es tut den Geschäften nicht gut, wenn Gerüchte um eine Schließung kursieren und Verbraucher dadurch abgehalten werden, diese Geschäfte weiter zu besuchen. So wurde es momentan leider von mehreren Geschäftsinhabern beobachtet.

2. Wie würden Sie einem Kunden von "Außerhalb" den Einkauf in Westerholt schmackhaft machen?

Natürlich ist es so, dass der Westerholter Einzelhandel den gleichen „Schmelzprozess“ durchmachen muss, wie er bundesweit zu beobachten ist. Viele kleine Geschäfte geben auf, weil Nachfrage, Umsatz, Rendite oder eine geeignete Nachfolge fehlt. Dafür breiten sich Filialisten und Discounter immer mehr aus. Momentan gibt es noch einige Fachgeschäfte, die gezielt auch von auswärtigen Kunden frequentiert werden. Positiv gesehen wird Westerholt anscheinend von den Filialunternehmen. Rossmann hat sich enorm ausgeweitet und einen Laden neuester Prägung an der Bahnhofstraße gebaut. Lidl eröffnet in Kürze ebenfalls ein nagelneues und großes Geschäft. REWE plant ebenfalls einen Neubau. Somit hat Westerholt sicherlich eine excellente Nahversorgung zu bieten. Auch langfristig sehen wir für Westerholt durchaus eine gute Zukunft. Wenn in einigen Jahren die „Neue Zeche Westerholt“ Gestalt annimmt, die Zuwegung dahin auch von der Bahnhofstraße aus umgesetzt ist, der S-Bahnhof in Betrieb gegangen ist, die Allee des Wandels darüber fortgeführt wird, dann ziehen nach unserer Einschätzung nicht nur neue Unternehmen mit Arbeitsplätzen auf das ehemalige Bergwerksgelände, sondern auch attraktive neue Wohnbebauung und in dem Zuge vielleicht auch neue Geschäfte.

3. Gibt es einen besonderen Zusammenhalt der Geschäftsleute in Westerholt?

Ja, einen Zusammenhalt der Geschäftsleute gibt es schon. Immerhin gibt es ja mit unserer WIW noch die einzige organisierte Werbegemeinschaft in Herten mit zur Zeit 45 Mitgliedsbetrieben. Und die organisieren nach wie vor mehrere Veranstaltungen im Jahr und kümmern sich um Gestaltung, Weihnachtsbeleuchtung und viele Themen rund um Westerholt, bei denen man mit Politik und Verwaltung in einem ständigen Austausch steht.

Autor:

Thorsten Seiffert aus Herten

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