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Mein Wochenrückblick für die KW37

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Liebe Hertenerinnen & Hertener,
liebe Freundinnen und Freunde,

haben Sie heute schon geguckt, wie weit der Abriss des alten Herten-Forums schon vorangeschritten ist? Die Ruine ist Geschichte, eine schöne Grschichte. Unter http://www.ipcamlive.com/hertencam können Sie live mitverfolgen, was sich auf der Baustelle so alles tut. Aktueller geht’s nicht.

Montag

Die Woche begann mit einer Reihe von Besprechungen in kurzer Folge. Sozusagen ein Rücksprache-Speed-Dating. Dies war auch der Tatsache geschuldet, dass im Rahmen des erweiterten Verwaltungsvorstandes an diesem Montag als Vorbereitung für die kommenden Ausschusssitzungen über die Verwaltungsvorlagen zu den baldigen Sitzungen gesprochen werden musste, bevor diese in Kürze in den Versand gehen, bzw. veröffentlicht werden. Das ist so ein bisschen wie eine Redaktionssitzung. Da die einzelnen Dezernate natürlich jeweils ihre eigene fachliche Sicht haben, dauert eine Sitzung mit vielen Vorlagen dementsprechend lange. Ich kann, ohne vor Veröffentlichung viel verraten zu dürfen, auf jeden Fall schon einmal ankündigen, dass es ein paar spannende Themen gibt, denen wir uns in den kommenden Sitzungen widmen werden und ich hoffe, dass die Verwaltungsvorlagen eine positive Ratsmehrheit finden werden.

Nachmittags folgten dann eine Reihe von Besprechungen, bevor ich mich zum Pressetermin anlässlich der anstehenden „Verkehrsmittelbefragung“ der Stadt Herten in Zusammenarbeit mit den Spezialisten für Stadt- und Verkehrsentwicklung der Planersocietät ( www.planersocietaet.de/ueber-uns/ ) begab. Worum es geht? Die Stadt Herten möchte ein neues Mobilitätskonzept erstellen. Dabei ist es natürlich wichtig zu wissen, wie eigentlich das Verkehrsverhalten unserer Einwohnerinnen und Einwohner aussieht. In der Verkehrsstatistik nennt man so etwas „Modal Split“ – also wie viele Wege der Mensch mit welchen Fortbewegungsarten zurücklegt. Um das herauszufinden, wird eine repräsentative Anzahl von Haushalten via Fragebogen über die genutzten Verkehrsmittel an einem bestimmten Tag befragt. Dafür zählt jeder Weg der Hausgemeinschaft – ob zu Fuß zum Einkauf oder mit dem Bus zum Arzt, ob mit dem Auto zur Arbeit oder mit dem Fahrrad zur Schule. Bitte machen Sie mit, wenn Sie zu den ausgewählten Personen gehören. Selbstverständlich ist die Datenerhebung anonym. Für unsere Planungen ist es immens wichtig zu wissen, wie das Verkehrsmittel-Nutzungsverhalten in unserer Stadt aussieht! Da die letzte Erhebung ca. sechs Jahre zurück liegt, wird es spannend zu erfahren, was sich seit dem verbessert hat. Aber auch zu bewerten sein, wenn sich etwas verschlechtert haben sollte.

Dienstag

Eine Besprechung zwischen Wirtschaftsförderung und dem Bereich Kultur leitete den Tag ein. Dabei ging es um die Planung der Events im Jahr 2020. Als Beispiel sei die Extraschicht genannt. Gerade bei großen Veranstaltungen ist die mit Planungen gefüllte Vorlaufzeit erheblich. Eigentlich kann man schon in die Planungen für das nächste Jahr einsteigen, kaum, dass die aktuelle Veranstaltung gelaufen ist. Neben der kulturellen Federführung im Dezernat 3, liegt
die Hauptaufgabe der Wirtschaftsförderung mit Bürgermeister darin, solche Großevents finanziell durch Sponsoren abzusichern. Hier wird unser erster Ansprechpartner natürlich die Ruhrkohle mit den Töchtern, wie z. B. der RAGmi sein. Daher leitet der Begriff "EXTRASCHICHT" seine besondere Bedeutung für die ehemaligen Steinkohlereviere ab. Eine Extraschicht, die besonders für unsere ehemaligen "Grubenhelden" eine besondere Form der Anerkennung darstellt. Wir freuen uns auf diese Schicht.

Etwas später als sonst fand das erste Treffen mit meinem Büroteam in dieser Woche statt. Mit den Terminen und Presseaktivitäten auf aktuellen Stand zu kommen, nahm in dieser Woche glücklicherweise nicht so viel Zeit in Anspruch. So konnte auch die Rücksprache mit Kämmerer und HIB pünktlich starten, wo die Haushaltsfragen und Investitionen zurzeit die Hauptthemen bilden. Weitere Besprechungen mit den Beigeordneten füllten den restlichen Vormittag.

Zur Mittagszeit stand ein Unternehmensbesuch bei der Firma Gockeln GmbH an. Das Unternehmen hat seinen Sitz in der Lennestraße, also quasi gegenüber von Herta. Gockeln ist spezialisiert auf Klimatechnik, Wärmepumpen, Lüftungs- und Kältetechnik – und das nicht erst seit gestern, sondern schon seit 1967! Vom Kühllager über die heimische Klimaanlage bis hin zu Serverräumen oder – umgekehrt – der Wärmepumpe als alternativer Heizungsmöglichkeit reicht die Bandbreite dessen, was bei der Gockeln GmbH realisiert wird. Hier ist die "Klimadebatte" in breiter Ausprägung nicht erst angekommen, sondern schon lange Tagesgeschäft. Ein weiteres Gesprächsthema war eine hier seit ein paar Jahren in Fluss befindliche, kluge Lösung für eine Unternehmensnachfolge. Auf jeden Fall ein spannendes, mittelständisches Unternehmen mit kluger Zukunftsstrategie. Dazu werden wir in der WiFö Zeitung "Wirtschaft im Blick" ausführlicher berichten.

Danach ging es zu Gesprächen mit dem Personalrat, mit der Rechnungsprüfung und im Anschluss mit Vertretern der Fraktionen wieder zurück ins Rathaus. In der Sitzung mit Politik, vertreten durch die Fraktionsvorsitzenden oder deren Vertreter, werden alle Vorlagen (48 Stück) die die Verwaltung in die kommende Sitzungsfolge einbringt, vorbesprochen. Am Folgetag werden alle Vorlagen den Ratsmitgliedern zugestellt und in das öffentliche Ratssystem für aller Bürgerinnen und Bürger auf Herten.de online gestellt. So das bis zur jeweiligen Sitzung Fragen gestellt oder weitere Informationen im Bürgermeisteramt angefordert werden können. Dies betrifft unter anderem auch, wie vereinbart und zugesagt, alle Vorlagen zu den Sportstätten, Nutzungen, Nutzungsentgelte, Sondervereinbarungen usw. Denn erst wenn diese durch den Rat beschlossen werden, darf und kann die Verwaltung umsetzen was im Vorfeld vorgeschlagen und zugesagt wurde. Zurzeit scheint es mir so, als würden die einfachsten Regeln einer verlässlichen Vertragsbasis in Frage gestellt. Warum? erschließt sich mir gerade nicht.

Abschließend fuhr ich zur Schwarzkaue auf Schlägel&Eisen. Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft hatte zu einer Podiumsdiskussion mit Frau Christiane Underberg – ja, genau: das Spirituosen-Unternehmen, welches weitaus mehr Sorten vertreibt, als nur den altbekannten "KräuterLikör" – eingeladen, der unter dem Motto „Marken, Tradition und Werte“ stand. Christiane Underberg ist Unternehmerin durch und durch, aber auch in einem enorm hohen Maße ehrenamtlich engagiert. In einem kurzen, persönlichen Austausch, waren wir uns in einer "unternehmerischen Denke", schnell einig - in Kontakt zu bleiben.

Verlässlichkeit ist unter Vertragspartnern ein hohes Gut - gerade die Kulisse Schlägel und Eisen lässt mich beim schreiben dieser Worte, nachdenklich werden. Die Zukunft wird zeigen, wo Vergangenheit nicht ehrlich war. Ein sehr beeindruckender Abend mit einer beeindruckenden Persönlichkeit!

Mittwoch

In der wöchentlichen Sitzung der Wirtschaftsförderung gab es eine kleine Nachlese zum Weinmarkt, einen Vorgriff auf die kommenden Rats- und Ausschussthemen und einen großen Teil, der sich auf die Verknüpfung der Wirtschaftsförderung mit den Nachhaltigkeitskonzepten der Stadt Herten bezog. Wenn man Klima- und Nachhaltigkeitsthemen richtig ineinander verzahnen will, dreht man automatisch das „ganz große Rad“ und eins gehört zum anderen. Das ist spannend, aber auch komplex. In der Emscher-Lippe-Region wird in den kommenden Jahren eine große Veränderung von statten gehen. Gestaltend mit dabei sein zu können, gibt mir persönlich eine Menge Antrieb. Es gibt hier im Ruhrgebiet in den verschiedensten Bereichen von Handwerk bis Industrie, von Verwaltung bis Stiftung, von hauptberuflich bis ehrenamtlich, eine Menge Menschen, denen es genauso geht.

Das ist gut so.

Bis zur Mittagspause ging es dann zusammen mit der Geschäftsführung des ZBH um die aktuellen Entwicklungen beim Zentralen Betriebshof und erste Gespräche hinsichtlich der Gebührenkalkulation und Aussichten auf geschäftlichen Zahlen 2020.

Nach einer Rücksprache mit dem Beigeordneten für Bildung und Soziales war ich dann zu Gast beim Präsidium des Aufsichtsrates der Hertener Stadtwerke, auch hier, um über die aktuellen geschäftlichen Entwicklungen zu reden - aber auch den erfolgten Start für ein weiteres großes Infrastrukturprojekt in unserer Stadt. Die technische Sanierung und Neubauten und Neuausrichtung für unser Freizeitbad Copa ca Backum. Der nächste Sommer kommt bestimmt und wir bereiten dafür alles vor.

Abends fuhr ich dann zu einem Ortstermin mit Bürgergesprächen "auf den Paschenberg" – manche Sachen schaut man sich eben immer noch am besten vor Ort persönlich an. Wie in vielen Stadtteilen und Wohngebieten, ging es auch hier um "Parkdruck", zu schnelles Fahren, falsches Parken, Infrastruktur und Nachbarschaft. Bei einem Kaffee lässt sich manches klären, sei es auch manchmal nur um festzustellen, dass vieles in "Händen und Füßen" der Beteiligten liegt. Wenn wir von Seiten der Fachabteilungen etwas verbessern können, werden wir es tun. Wichtig ist aber ein gesundes Augenmaß zu behalten, denn nicht alles was geht, hilft auch. Vielen Dank für die offenen Worte!

Donnerstag/Freitag

Zeit, einige „Kilometer zu machen“. Zunächst mit einer Fahrt nach Münster – ich reiste mit unserem Kämmerer und dem Bereichsleiter Schulen zur Regierungspräsidentin Frau D. Feller in Münster, um dort einige dringende Grundschul-Angelegenheiten zu besprechen. Auch hier gilt wieder: das gesprochene Wort ist dem geschriebenen häufig überlegen und nichts ersetzt den persönlichen Kontakt. Das Gespräch verlief wie immer sehr atmosphärisch und positiv. So können wir guter Dinge sein, dass unser Anliegen in besten Händen ist und wir gestärkt in Düsseldorf über Förderbedarfe der Schulentwicklung in Herten gehört werden.

Danach ging die Fahrt weiter in den hohen Norden – die diesjährige Exkursion der Schulleiterinnen und Schulleiter, die von Seiten der Stadt Herten als zuständigem Träger natürlich begleitet wird, führte in diesem Jahr nach Bremen. Dort waren wir zu Gast in der Oberschule Rockwinkel. Googeln Sie einmal danach – die Schule ist ausgezeichnet als Exzellenzschule MINT, gleichzeitig aber auch in der Herausforderung, einer großen Anzahl von Schülerinnen und Schülern auf sehr begrenztem Raum beste Bildung zu Teil werden zu lassen. Über die Strategien und Erfahrungen, die sich daraus ergeben, haben wir uns vor Ort informiert.
Anschließend kamen wir dann zum bildungspolitischen Diskurs zusammen, einem wichtigen Austausch zwischen den Schulleitungen und uns als Träger. Dazu hatte ich im Vorfeld bereits berichtet und die Themen Investitionen der kommenden Jahre aufgezeigt.

Gleichzeitig fand am Freitag und Samstag in unserer Partnerstadt Schneeberg das alljährliche Drachenbootrennen statt. Leider konnte ich – aus genannten Gründen – in diesem Jahr nicht persönlich dabei sein, ich denke aber, dass es wieder einmal eine großartige Veranstaltung war und sende an dieser Stelle einmal herzliche Grüße an unsere Schneeberger Freunde und das Team Herten.

Ihr Fred Toplak

Autor:

Fred Toplak aus Herten

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