Bitte diskutieren und weiter erzählen. Danke!
Mein Wochenrückblick für die KW5

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Liebe Hertenerinnen & Hertener,
liebe Freundinnen & Freunde,

"plötzlich und völlig unerwartet" schneite es, der Winter hat unsere Stadt weiterhin im Griff. Ein Glück, dass es letztlich nur ein „bisschen“ Schnee ist und uns Minusgrade, wie sie derzeit von anderen Orten auf der Welt gemeldet werden, erspart bleiben. Aus aktuellem Anlass möchte ich auch an dieser Stelle noch einmal kurz erwähnen, dass die Stadt Herten für die Räumung auf den städtischen Straßen zuständig ist (ca. 50 % der Strassen in Herten) – den Job machen die Mitarbeiter*innen des Zentralen Betriebshofes (ZBH) - und sie machen ihn sehr gut. Für Landesstraßen hingegen ist der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig. Das nur zur Beachtung, wenn es um die Frage geht, warum hier geräumt ist und dort (eventuell) nicht. Detalierte Infos dazu finden Sie auch auf unserer Website www.herten.de

Montag

reiste ich – noch ganz schneefrei – in unsere Landeshauptstadt Düsseldorf. Anlass hierfür war die Konferenz des Zukunftsnetzes Mobilität NRW, inklusive der Übergabe der Mitgliedsurkunden für die insgesamt 158 Kommunen in NRW, welche – wie Herten – Teil des Zukunftsnetzes Mobilität NRW (siehe auch https://www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de) sein wollen. Sechs der zehn Städte des Kreises Recklinghausen sind mit dabei. Worum es dabei geht? Schlicht um die Gestaltung der Mobilität für die Zukunft unserer Städte. Auch in der Stadtverwaltung Herten wird sich mit der Frage beschäftigt, wie Mobilität in Zukunft aussehen wird und welche Richtung hier gestalterisch eingeschlagen werden soll. Das Thema ist komplex. Leider wird medial seit Monaten hier vor allem gerne Streit zelebriert – Verbrennungsmotor gegen Elektroantrieb, Diesel gegen Benziner, motorisierte Verkehrsmittel gegen Fahrrad, Pkw gegen Linienbus, von Bahn und S-Bahn Haltepunkte ganz zu schweigen. Alles für oder gegen Tempolimits packt man da gerne noch drauf. Was ich dabei in der öffentlichen Diskussion ein wenig vermisse, ist ein Miteinander, ist der Versuch, abseits von aller "Rechthaberei" auf einen Mix an Möglichkeiten hinzuarbeiten. Die Mobilität von morgen wird eine Mischung aus Optionen sein. Für die Kommune ist es wichtig zu wissen, welche Richtung man einschlagen und welche Prioritäten man setzen will. Da steht natürlich in Herten das Thema Wasserstoff ganz weit vorne – gerade für den ÖPNV wäre das Thema meiner Meinung nach von großem Interesse und verdiente einen höheren Stellenwert. Viele Kommunen haben auf Herten als H2Kompetenzstadt geschaut und erste haben zum überholen angesetzt.
Durch die Einrichtung bestimmter Infrastruktur kann eine Stadt natürlich bestimmte Impulse und Anreize setzen. Ob die Menschen diese tatsächlich nutzen oder sich in andere Richtungen orientieren, lässt sich im Vorfeld nicht mit Sicherheit sagen. Wird beispielsweise die Automatisierung von Pkws durch Carsharing/Carpool-Modelle und besseres Fahrzeugmanagement dazu führen, dass weniger Pkws auf den Straßen unterwegs sind? Oder werden umgekehrt mehr Menschen, die ohne autonomes Fahren selbst kein Fahrzeug führen können/dürfen, dann ein Fahrzeug anschaffen und wir bekommen noch mehr Pkw-Verkehr? Wichtig ist zu erkennen, dass zunehmend komplexere Vorgänge mit eigener Dynamik es für die Kommunen immer schwieriger machen, isoliert auf diese Vorgänge zu reagieren. Deshalb sind Vernetzungs-Initiativen wie das Zukunftsnetz Mobilität NRW auch so wichtig, bieten sie doch die Möglichkeit, dass nicht alle immer wieder selbst das Rad neu erfinden müssen. Innerhalb des Netzwerkes können Kommunen beispielsweise auf Angebote zurückgreifen, die allen zur Verfügung stehen – so müssen nicht in jeder Stadt separate Strukturen geschaffen werden.

Dienstag

begann der Arbeitstag nach kurzer Postbesprechung im Glashaus, um bei der Morgenveranstaltung anlässlich des Holocaust-Gedenktages eine kurze Rede zu halten. Schülerinnen und Schüler des städtischen Gymnasiums haben seit Ende letzten Jahres recherchiert, ausgearbeitet, vorbereitet und sich mit dem Thema des Holocausts sowohl in seinem geschichtlichen Kontext, als auch mit dessen Bedeutung für die Gegenwart auseinandergesetzt. Das Ergebnis war eine beeindruckende, bewegende Aufführung, die zum Nachdenken mahnt. Und die dazu inspiriert, sich mit sich selbst und der Frage zu beschäftigen: was tun wir eigentlich, um menschenfeindlichen Tendenzen entgegen zu treten? Was ist unser persönlicher Einsatz für das Miteinander in unserer Gesellschaft? Wie stellen wir sicher, dass ein Unrechtsstaat wie der der Nationalsozialisten nicht wiederkehrt? Es ist wichtig, sich gelegentlich und immer wieder solche Fragen zu stellen. Deshalb ist es auch wichtig, immer wieder an das zu erinnern, was war. Mein Dank gilt den Schülerinnen und Schülern, Martin Brambach und Johannes Schwill als Vortragende, sowie allen Mitwirkenden, welche die diesjährige Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag in großartiger ind beeindruckender Art und Weise auf die Bühne gebracht haben.

Im Anschluss daran ging der Weg für mich zurück ins Rathaus. Aufgrund der Montagsveranstaltung in Düsseldorf konnte die wöchentliche Sitzung des Verwaltungsvorstandes erst am Dienstag stattfinden. Die Tagesordnungen für die Sitzungen der Ausschüsse und des Rates für diese Sitzungsfolge sind übrigens online – wer sich informieren möchte, welche „Themen anstehen“, bitte hier entlang: https://herten.more-rubin1.de/index.php
Im Anschluss „stellte“ ich mich einer telefonischen Umfrage des difu (Deutsches Institut für Urbanistik) zum „OB-Barometer 2019“. Einmal jährlich befragt das difu die OberbürgermeisterInnen und BürgermeisterInnen nach den Trend-Themen, welche ihre Stadt aktuell betreffen. Ziel ist es herauszufinden, welche Themen sozusagen gerade die „Leitthemen“ darstellen, wie die verschiedenen Themen bewertet werden und wie sich die Prioritäten möglicherweise nach örtlicher Lage oder Bevölkerungszahl unterscheiden. Das Ergebnis der Befragung des Vorjahres findet man übrigens hier: https://difu.de/publikationen/2018/ob-barometer-2018.html

Am Abend folgte ich dann der Einladung unseres Landrates Cay Süberkrüb zum diesjährigen Vestische Jahresempfang im Max-Born-Berufskolleg in Recklinghausen. Der Jahresempfang bringt verschiedenste Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft des Kreises Recklinghausen zusammen. Natürlich ein Anlass für Reden, aber vor allem auch eine Gelegenheit, einmal in Ruhe und ohne Zeitdruck Gespräche mit interessanten Menschen zu führen. Allgemein kann ich den Rednern – unter anderem Ministerpräsident Laschet – nur Recht geben: wir leben in einer starken Region, die viel Potential hat und in der Zukunft gestaltet wird. Leider leben wir auch in einer Region, die ihr Licht zu gerne unter den Scheffel stellt und Vergangenes viel zu wenig als Inspiration für die Zukunft versteht, sondern lieber zum Beweinen einer scheinbar „guten, alten Zeit“ benutzt.

Mittwoch

Der Arbeitstag begann mit der Besprechung der Wirtschaftsförderung. Auch wenn der erste Monat nun schon wieder davongeeilt ist, ist das Jahr noch jung und es gibt viel vorzuplanen. Zum Beispiel Unternehmensbesuche, die wichtig sind, um das Ohr am Puls der heimischen Wirtschaft zu halten. Wenn Sie Ihren Betrieb vorstellen möchten, ein Auftaktgespräch mit der Wirtschaftsförderung führen möchten, scheuen Sie sich nicht, mich zu kontaktieren f.toplak@herten.de ...gemeinsam können wir Zukunft gestalten.

Weitere Themen sind natürlich auch, wenn es um die Planung wichtiger Veranstaltungen wie der ExtraSchicht geht. Wie es so schön neudeutsch heißt: Save the date! 29.Juni 2019!

Auf die Rücksprache im Kreise des Büroteams folgte dann eine ganze Reihe von Mitarbeitergesprächen bis in den Nachmittag hinein.

Donnerstag

Ein kurzes Update – aktuelle Terminfragen, Presseangelegenheiten, Feinabstimmung – leitete den Tag ein. Im Anschluss begrüßte ich Herrn Rosenberg, einen der Geschäftsführer des Fördervereins Klara Hospiz e.V.. Der Förderverein setzt sich seit Jahren für den Bau eines Hospizes für Marl und Umgebung ein und sammelt dafür fleißig Spenden. Zurzeit sieht es so aus, als könne das Projekt schon in Kürze beginnen, Gestalt in Form von „Stein und Mörtel“ anzunehmen. Ein unterstützenswertes Vorhaben, wie ich finde – mehr Informationen zum Förderverein und den Möglichkeiten, ihn zu unterstützen, finden Sie unter https://klara-hospiz.de/.

Aktuelle finanzielle Themen besprach ich im Anschluss mit Herrn Steck, unserem Kämmerer. Danach fuhr ich zu einem Ortstermin mit Herrn Kuhl an der Martin-Luther-Schule. Während ich zu einem Gesprächstermin mit einer Bürgerin auf dem Weg zurück ins Rathaus war, erfuhr ich von dem Zwischenfall auf dem Gelände der Firma CS Additive im Hertener Süden. Mein Dank gilt den Einsatzkräften, auch aus den Nachbarstädten, die vor Ort gute Arbeit geleistet haben. Es ist immer wieder beruhigend zu sehen, wie schnell unsere Einsatzkräfte auf plötzliche Problemlagen reagieren. Den Verletzten wünsche ich von dieser Stelle schnelle Genesung!

Auf besagtes Bürgergespräch folgte ein Termin der besonderen Art: die Wirtschaftsförderung der Stadt Herten konnte den Unternehmerinnen-Brief an die Hertener Friseurmeisterin und Unternehmerin Anna Reuter übergeben. Frau Reuter hat aus einem "berufspraktischen Problem" – wo lasse ich mein Handwerkszeug? – eine berufspraktische Lösung entwickelt und daraus eine Produktidee gemacht. Diese Idee hat die Expertenjury überzeugt. Der Unternehmerinnenbrief bedeutet nicht nur Werbung für die eigene Sache, die Ausgezeichneten erhalten auch Unterstützung, wie z.B. die Begleitung durch erfahrene Patinnen und Paten. Aber was genau hat die Preisträgerin jetzt erfunden, fragen Sie? Hier erfahren Sie mehr: http://www.unternehmerinnenbrief.nrw.de/cms/Emscher-Lippe/Ausgezeichnet/Anna_Reuter-b-1-5-1168.html

Am Nachmittag fand im Rathaus dann noch "etwas spontan", dass Pressegespräch zu den aktuellen Vorlagen für die bevorstehende Sitzungsfolge statt. Da der Tag sich etwas "knubbelte", danke für die flexible Terminwahrnehmung. Die umfangreichen Inhalte sind im Ratssystem online einzusehen und werden nun von den Lokalredakionen der Medien aufbereitet und z. T. veröffentlicht. So können die transportierten Inhalte sachlich abgeglichen und bei Bedarf Fragen an die Verwaltung formuliert werden.

Am Abend besuchte ich die Ruhrpotthelden-Gala der Fußballfabrik Ingo Anderbrügge im RevuePalast Herten. Worum es dort geht? Um große und kleine gute Zwecke. Die Ruhrpotthelden (https://www.ruhrpotthelden.com/) bestehen aus Sportlern, Unternehmern und Prominenten „aus’m Pott“, die mit gemeinsamen (auch sportlichen) Aktionen soziale Einrichtungen und Projekte unterstützen, die Kindern helfen. Zu diesem Zweck diente natürlich auch der Gala-Abend. Aber auch zum netzwerken und oft entstehen bei solchen Gelegenheiten Verbindungen oder Ideen für die Zukunft. So konnte mein Kollege Christoph Tesche, BM aus Recklinghausen und ich - für den guten Zweck - etwas "eiskalt für den Sommer" ersteigern. Dazu werden wir / werde ich zu gegebener Zeit berichten.... bleiben Sie neugierig.

Freitag

Noch eine letzte Rücksprache mit dem Büroteam für diese Woche – Nachlese und dann den Blick auf das Kommende richten. Die Verlosung für eine „besondere Bürgersprechstunde“ auf Schalke fand im Anschluss daran statt. Ich freue mich auf die Begegnung – sowohl mit dem Gewinner, als auch auf ein hoffentlich zu Schalker Gunsten torreiches Spiel. Die Borussia aus Mönchengladbach ist ein starker Gegner! Darüber konnte ich bei der gestrigen Gala der Ruhrpotthelden mit Rainer Bonhoff von BMG und Klaus Fischer von S04 mit einem Augenzwinkern diskutieren. Bis Mitte Mai bleiben noch vierzehn Spieltage, da kann noch eine Menge passieren.

Am Vormittag fanden noch Rücksprachen mit den Bereichen Finanzen sowie Bildung und Soziales statt. Abschließend tagte dann noch die Arbeitsgruppe „Rückbau, Umbau, Neubau“, (RUN), natürlich zu aktuellen Kita-Projekten oder auch weitere Renovierungen im vorhandenen Gebäudebestand.

Am Sonntag werde ich um 18 Uhr zu Gast bei „Angekommen?!“ im Glashaus Herten sein. Eine ganz besondere Veranstaltung zum Thema Flucht. Die Musikschule Herten brachte 55 Menschen im Alter von 5 bis 88 Jahren zusammen, um über die Erfahrungen von Flucht und Vertreibung, aber auch über das Ankommen und neu zurechtfinden zu reden und zu musizieren. Das Projekt bringt Hertener, die aufgrund des zweiten Weltkrieges Fluchterfahrungen machen mussten, mit Kindern und Erwachsenen zusammen, deren Flucht noch nicht so lange zurückliegt. Dennoch haben sie eben diese Geschichte gemeinsam – und angekommen sind sie alle hier in unserer Stadt. Die Verarbeitung dieser Erfahrungen in Musik, Schauspiel und Geschichten wird spannend sein.

Der Eintritt ist übrigens frei.

Ich wünsche Ihnen allen ein schönes und fröhliches Wochenende!
Ihr Fred Toplak

TIPP# Laufen im Schnee ist Gelenkschonend

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