Bitte diskutieren und weiter erzählen. Danke!
Mein Wochenrückblick für die KW7 im Jahr 4

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Liebe Hertenerinnen & Hertener,
liebe Freundinnen und Freunde,

Montag

Ein Blick durch die Terminlisten, Veranstaltungseinladungen besprechen, auf den Pressespiegel schauen – Montags heißt es, sich zunächst einmal im Kreis des Büroteams auf die Woche einzustimmen.
Mit dem Verwaltungsvorstand stimmte ich mich dann noch auf die politische Woche und die laufenden Geschäftsfälle ein. Dazu kommt die „große To-Do-Liste“ der Verwaltung mit den vielen Themen von Personal über Bauen zu Ordnung etc. – kein Wunder, dass diese Sitzung immer den ganzen Vormittag einnimmt. Positiv: Herten ist von größeren Schäden durch den Sturm „Sabine“ verschont geblieben. Es war zwar ganz schön windig, Gegenwind sin "wir ja gewohnt", zu Bruch gegangen ist dabei aber vergleichsweise wenig und was das Wichtigste ist: es wurde niemand verletzt. Danke noch einmal an alle Einsatzkräfte, die den Sturm über im Einsatz waren!

Auf ein Wort!

Nachmittags traf ich dann nach längerer Fahrt in Münster bei der Bezirksregierung ein.
Treffen der Hauptverwaltungsbeamten (Bürgermeister*innen) aus dem ganzen Regierungsbezirk bei Frau Regierungspräsidentin Dorothee Feller zu Gast. "Einladerin / Veranstalterin", war die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes NRW, Frau Ina Scharrenbach von der CDU. Bei den Bau- und Infrastrukturprojekten merkt man schon manchmal, dass der Regierungsbezirk Münster nicht nur städtisch, sondern in großen Teilen ländlich-dörflich strukturiert ist. Interessant ist aber, dass auch das Baugenehmigungsverfahren in wenigen Jahren zu den elektronisch verfügbaren Services auch bei uns in Herten gehören wird. Behördenseitig wird dann auch die Kommunikation zwischen den verschiedenen Aufsichtsbehörden portalbasiert elektronisch werden. Hier wird sich zeitnah vieles verändern und aus meiner Sicht damit wieder weiter verbessern.

Die Ministerin betonte nochmals ausdrücklich, dass es nicht nur im Ministerium bekannt ist, sondern auch die Räte in den Kommunen gefordert sind, sachlich und prioisierend mit dem "knappen" Fachkräftemarkt im Bauwesen umzugehen. Die anwesenden Bürgermeister*innen aus unserem Regierungsbezirk konnten wie ich auch, der schwierigen Situation nur zustimmen. Viele Projekte im Land und somit in den Städten und Gemeinden spürbar, verzögern sich zurzeit oder stehen sogar auf dem Wartegleis. Auch wurde unter den anwesenden Hauptverwaltungsbeamten (Bürgermeister*innen) nochmals betont, dass uns die im zurückliegenden Jahrzehnt eingeleiteten Sparmaßnahmen, sprich "fremdbestimmter" Personalanbau - mit voller Wucht einholt. Das uns nun die sträflich vernachlässigte Instandhaltung und der Ausbau unserer Infrastruktur, sprich Straßen und Gebäude, nun doppelt trifft, ist halt nicht alleine der aktuellen Situation geschuldet, sondern liegt belegbar im Handeln (oder besser Nichthandeln) in der Vergangenheit begründet. Aktuell wird diese landesweit bekannte Situation, "als Wahlkampfthema" verfremdet und die Berichterstattung sorgt auch hier leider nicht für eine objektive Bewertung der Lage. Persönlich habe ich da kein Problem mit, schade finde ich, wenn Bürgerinnen und Bürgern im Verwaltungshandeln somit ein X für ein U vorgemacht wird.

Wie bereits in Vergangenheit betont, möchte ich die Arbeit und vor allem die klare Offenheit der Landesministerin hier betonen und mein Wertschätzung ausdrücken. Da kann sich so manch eine*r im kommunalpolitischen Handeln, eine Scheibe von abschneiden.

Natürlich geht es bei solch einer Sitzung dann am Rande auch eher um größere Themen wie die Wirtschaftssituation, Neues aus der Landespolitik und… nein, es gibt nichts Neues in Sachen kommunale Altschulden zu berichten. Auch wenn das Thema natürlich auch Bestandteil von Gesprächen war. Man darf gespannt sein, ob und wann hier noch weißer Rauch aufsteigen wird…

Dienstag

…ist der klassische Rücksprachen-Tag. Zumindest der Vormittag war damit gut ausgefüllt – vor allem mit Finanz- und Bau-Themen. Wie bereits berichtet, stehe ich hier gerade in enger Abstimmung mit den Fach- und Amtsleitung im Baudezernat, wie wir die Zeit nach dem Weggang des Baurates hier fachlich und sachlich innerhalb des Verwaltungsteams gestalten. Danke für die breite Unterstützung.

Nachmittags standen dann Vorstellungsgespräche und Personalangelegenheiten im Vordergrund. Passend zum oben "angerissenen" Thema - konnten wir einen weiteren, neuen Mitarbeiter für die Stadt Herten gewinnen. Vor etwas über einem Jahr habe ich die Digitalisierungs- Strategie für Herten zur Chefsache erklärt. In dieser Zeit haben wir gemeinsam mit Verwaltung und Politik die Grundlagen für eine digitale Neuausrichtung geschaffen. Nun starten wir den nächsten Schritt - um zügig in eine Umsetzung zu kommen, hatte ich die Stelle eines "Digitalstrategie Managers" ausgeschrieben - die wir gestern direkt mit einem hochqualifizierten Menschen besetzen konnten. Ja, (es kommen auch Fachkräfte aus anderen Städten zu uns, und das sogar mehr, als uns zeitgleich verlassen). Ich freue mich hier auf eine spannende, effektive Zusammenarbeit und bin überzeugt, dass wir hier einen weiteren großen Schritt in die richtige Richtung machen. Dazu werde ich bei Gelegenheit weiter, detalierter berichten.

Am Abend hatte ich dann die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürgermeisteramtes für einen gemeinsamen Abend ins Alte Dorf eingeladen. Einmal im Jahr muss das mal sein. Ein kleines Dankeschön für sehr viel gute Arbeit und den persönlichen Austausch, der im Tagesgeschäft immer zu kurz kommt.

Mittwoch

Auch dieser Mittwoch startete mit der Gesprächsrunde der Wirtschaftsförderung. Es ging um Anfragen zu den wenigen Restflächen, die auf Schlägel&Eisen noch zur Verfügung stehen und um Veranstaltungen, bei denen sich Herten als Wasserstoff-Standort präsentieren wird. Herten ist in aller Munde in der „Wasserstoff-Szene“ – im Landtag NRW wurde diese Woche über das Thema „grüner Wasserstoff“ und die Chancen NRWs als Zukunftsstandort diskutiert und auch dort wurde das Anwenderzentrum und die Anstrengungen in Herten angesprochen. Allein dieses Thema ist es Wert, bei Gelegenheit tiefergreifend beschrieben zu werden. Ich bin sicher, hier sehr zeitnah die nächsten Meilensteine verkünden zu können.

Im Anschluss traf ich mich mit den Beigeordneten und den Mitarbeiterinnen des Bürgermeisteramts zwecks Vorbesprechung der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Weitere Rücksprachen mit der Leiterin des BM-Amtes und dem Leiter Orga/Personal schlossen sich an.

Es folgte eine Reihe von Vorstellungsgesprächen – wie schon gesagt, stellt die Stadt Herten natürlich auch weiterhin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Am Mittwoch konnten wir eine weitere Stelle mit einer hochqualifizierten Person besetzen. Die mir auch persönlich wichtige Position für unser BGM - "Betriebliches Gesundheits- und Eingliederungsmanagment" ist damit wieder hervorragend besetzt. Ich freue mich auf ein gutes Arbeiten und Wirken. (Und ja, eine andere Kommune hat durch den Wechsel, eine gute Kraft verloren). "Mal verliert man, mal gewinnen die anderen". Sehen Sie mir diese flapsige Anmerkung nach, aber manchmal fasse auch ich mich nur noch am Kopf...

Schauen Sie bei Interesse gerne unter https://www.herten.de/verwaltung-politik/arbeiten-bei-der-stadt-herten/stellenausschreibungen.html vorbei.

Der Betriebsausschuss ZBH/HIB tagte am Nachmittag. Die komplette Tagesordnung mit allen Dokumenten finden Sie übrigens hier: https://herten.more-rubin1.de/sitzungen_top.php?sid=2020-WerksA-88

Neben den unterjährigen Finanzberichten (positiv: beide städtische Betriebe erwirtschaften keine nennenswerten Defizite!) ging es darum, eine Organisationsuntersuchung im Bereich „Grün“ des ZBH durchzuführen, um weitere Möglichkeiten für Optimierungen und bessere Prozesssteuerung zu finden.

Nicht so schön ist, dass die Sanierung der Sporthalle der Achtenbeckschule noch einmal einer neuen Überprüfung bedarf – es wurden dort leider weitere Schäden entdeckt, die eine genauere Betrachtung und damit einen neuen Beschluss erfordern. Somit zwangsweise mehr Zeit und Geld. Der langjährige Sanierungsstau zeigt an solchen Stellen seine unschönen Folgen und "Bauen im Bestand" ist für einige scheinbar immer noch ein Fremdwort. Denn jeder der sich schon mal im Ansatz mit dieser Materie Bauen im Bestand fachlich auseinandergesetzt hat weiß" - erst wenn du die Gebäude "auf machst" siehst du was "unsere Vorväter" für Materialien verbaut haben, die heute zum Teil nicht mehr zulässig oder tragfähig sind. So wird nicht selten aus einer "kleinen Reparatur", eine umfangreiche Maßnahme. Daraus den jetzt tätigen, verantwortlichen Ingenieuren einen Vorwurf abzuleiten, ist schon ein starkes Stück - oder zeigt es doch Unwissenheit? Fazit: wir arbeiten weiter daran.

Donnerstag

Mit einer Rücksprache begann der Tag, gefolgt von einem Treffen mit dem hiesigen Honorarkonsul der Republik Namibia. Herr Wolter besuchte mich in meinem Büro, um sich vorzustellen. Das Land an der Südwestküste Afrikas hat neben seiner Botschaft in Berlin insgesamt sieben Honorarkonsuln in Deutschland – einer davon lebt und arbeitet in Herten. Offizielle Amtssprache Namibias ist Englisch, neben diversen Landessprachen wird aber auch immer noch Deutsch als Amtssprache akzeptiert. Dafür, dass Namibia weit mehr als doppelt so groß wie Deutschland ist, ist es mit nur 2,3 Millionen Einwohnern sehr dünn besiedelt. Nur die Hauptstadt Windhoek ist von der Einwohnerzahl größer als Herten – die zweit- und drittgrößte Stadt haben in etwa so viele Einwohner wie wir, alle anderen Städte sind kleiner. Aber dadurch bleibt natürlich viel Platz – zum Beispiel für Tourismus, der eine der Haupteinnahmequellen des Landes mit seiner wunderschönen Natur darstellt. Viel Platz aber auch für erneuerbare Energieerzeugung und neue Technologien wie zum Bespiel die Produktion von Wasserstoff. So haben wir schnell einige Schnittpunkte mit Herten definieren können und sind uns sicher, dass weitere Gespräche folgen werden.
Vielen Dank für das interessante Gespräch.

Um die Mittagszeit musste ich mir die Zeit für einen Zahnarzttermin nehmen. Vieleicht sollte ich nicht so oft die Zähne zusammen beißen, wobei mir leider ein Stück Zahn abgebrochen ist. Autsch. Aber alles wieder gut. Im Anschluss nutzte ich die Zeit, um mich für die Ältestenratssitzung und den Haupt- und Finanzausschuss vorzubereiten.

Der HuFA – auch „kleiner Rat“ genannt, hatte diesmal nur 13 öffentliche und 4 nicht öffentliche Tagesordnungspunkte, also relativ wenig. Mit auf der Tagesordnung stand ein Bericht zur Umsetzung des Teilhabechancengesetzes in Herten – ein Erfolg, über den man ruhig einmal ausführlich berichten kann, denn wir haben auf diesem Wege für insgesamt 26 vormals langzeitarbeitslose Menschen eine neue berufliche Perspektive schaffen können. Bei der Stadtbücherei, bei den Kitas, beim ZBH. Mit Einführung der Maßnahme habe ich mich dafür stark gemacht, hier etwas mutiger dran zu gehen. In Vergangenheit wurden aus meiner Sicht zu schnell Gründe gesucht, warum etwas nicht geht oder schwierig werden könnte. Hier zeigt sich der Erfolg, etwas mutiger gewesen zu sein ganz ausdrücklich. Das Ganze funktioniert sehr nachhaltig – insgesamt gab es nur in einem einzigen Fall einen Abbruch der Beschäftigung, alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind „bei der Stange geblieben“ und machen einen guten Job für die Menschen in unserer Stadt. Danke dafür!

Freitag

Zum Wochenausgang eine Rücksprache mit dem Büroteam, um einmal die Terminlage zu klären und auf den neuesten Stand zu bringen. Danach traf ich mich mit Herrn Blume, dem Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Herten, um aktuelle Sachstände zu Flächenanfragen und Aktionen zu besprechen. Es ist eine Menge in Fluss und steht vor den Toren Hertens, wo wir versuchen "die richtigen Schlüssel zu ziehen".

Nach einem freitäglichen Besuch auf unserem Wochenmarkt - wo ich den neuen Verkaufswagen von Jansen's Imbiss begrüßte um auf gute Geschäfte mit einem Schluck alkoholfreien Sektes anzustoßen, freute ich mich auf eine kleine, eigene Geburtstagsrunde im Bürgermeisteramt. Herzlichen Dank für die lieben Wünsche.

Nachmittags besuchte ich Frau Koschorrek anlässlich ihres 80ten Geburtstages. Frau Koschorrek hat fast fünf Jahrzehnte lang die Frauengruppe des TuS Westerholt/Bertlich geleitet und 2008 den Bürgerpreis in der Kategorie Sport erhalten. Nun hat sie acht Jahrzehnte Lebenszeit „gerundet“ – hierzu meinen herzlichsten Glückwunsch, auf noch viele gute Jahre! Zwei Valentinskinder unter sich....

Und am Wochenende?

Um 14.00 Uhr treffe ich mich spontan mit einem "ehemaligen" Austauschschüler aus unserer Partnerstadt Doncaster. Um auf Vereinsebene - hier im Bereich Fußball - neue Kontakte herzustellen oder alte wieder aufleben zu lassen - werden wir uns zusammen hier vor Ort umsehen und einfach mal machen. Bin gespannt, was wir hier Anstoßen können.

Samstag wird es abends karnevalistisch – mit meiner Frau besuche ich die Karnevalssitzung des Brauchtums- und Kulturvereins Herten e.V. im Forum der Rosa-Parks-Schule. Helau!

Am Sonntag war in Bertlich der Straßenlauf geplant. „Laufen auf Kohle“ – mit Tradition, denn es wäre bereits die 110. Auflage dieses Laufereignisses gewesen. Eine tolle Leistung und ein tolles Stück sportliche Stadtgeschichte. Als Schirmherr wäre ich natürlich gerne mit dabei gewesen. Leider wurde der Lauf aus Sicherheitsgründen (Sturmwarnung) heute Vormittag abgesagt.

Um im Training zu bleiben, werde ich dann denn Sonntag spontan für eine "kleine Runde" nutzen", mal sehen wo der Sturm mich hintreibt. Eins ist jedoch sicher - Gegenwind beflügelt letztendlich einen Richtungswechsel.

Ich freue mich auf Ihre Fragen, auf Gespräche und Hinweise, in diesem Sinne...

wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende, genießen Sie es! Ihr BM Fred Toplak

Autor:

Fred Toplak aus Herten

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