Eine andere Art Rennen.
Hard Dog Race

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Nach einem langen Freitag im Amt, verließ ich den letzten Termin (ungern, wegen der tollen Gespräche), so gegen 20.00 Uhr, um mich um 22.00 Uhr auf den Weg nach Gadelegen in Sachsen Anhalt aufzumachen.. Kurz hinter Wolfsburg begann mal "der Osten", die Älteren unter uns erinnern sich, der zwar immer noch "im Osten" liegt, für mich aber nur noch eine Himmelsrichtung erklärt. Gegen 1.30 Uhr in der Nacht erreichten wir im stockdunkeln die Veranstaltungsfläche für unseren ersten "MenschHundHindernisslauf". Die letzten Kilometer über unbefestigte Waldwege mit Schlaglöchern so tief wie Babypools zum aufblasen. Aber im Schleichtempo machbar.
Wenn Perthy und ich alleine unterwegs sind, scheint sie zu spüren, dass etwas besonderes auf uns wartet - Spaß haben steht für uns im Programm. Um 2.00 Uhr legten wir uns kurz aufs Ohr und um 6.30 Uhr klingelte die Weckfunktion im Mobiltelefon. Bei Tageslicht sahen wir, was die NavigationsApp uns nachts versucht hatte aufzuzeigen, wir sind mitten im Wald. Ein kurzer Spaziergang zum frisch machen, leichtes Frühstück und dann langsam zum einschenken. Die Hunde wurden gescheckt, Chip ausgelesen und Impfpass kontrolliert, ob alles notwendige aktuell ist.
Wir bekommen unser Go und Startnummer 66. Die Zeit vergeht im Fluge und pünktlich um 9.00 Uhr standen wir unter dem Startbogen. Es wurde immer mit kurzem Abstand zu zweit gestartet. Zuerst galt es auf allen Vieren unter drei Hindernisse durchzukrabbeln, dann durch schwere, eng aufgehangene Autoreifen sich durchzuquetschen. Dann kam ein ständiges auf und ab durch weichen Sandboden und durchqueren vieler Wassergräben - der längste davon hatte gut 20 x 4 Meter, immer mit Schlammboden, da hier eingebrachte Gräben frisch geflutet wurden. Immer wieder gab es Hindernisse, die man sich an besten in Videos ansehen kann - unter www.harddograce.com
Obwohl Perthy und ich dies nicht trainiert hatten und es für uns also eine Premiere bedeutete - klappte alles erstaunlich gut. Wie ein altes Ehepaar, robbten wir zusammen durch Dreck und Schlamm. Auch wenn Perthy immer wieder versuchte Hindernisse zu umlaufen - gerade die Wassergräben - läuft es hier nur zusammen. Dafür sorgte die knapp zwei Meter lange Leine, die uns untrennbar für das Race verband. Die Laufpassagen zwischen den Hindernissen, entweder über weiche und tiefe Sandwege oder aber querfeldein durch den Wald spulten wir routiniert ab und nutzen diese zur Erholung. Wo gegen ich klar sagen möchte, dass waten durch die Wassergräben hat uns echt Kraft gekostet, es reichte zum Teil hüfttief, so das Perthy schwimmen musste. Die letzten zwei Kilometer hatten wir uns aber warm gelaufen und konnten wieder Tempo zulegen, was bei Perthy sich so zeigte, sie mit Spaß anfing mich mit gestreckter Leine die Steigungen (zum Teil kurz, aber 50-70 %) hochzuziehen. Gutes Mädchen, oder muss ich mir Gedanken machen?

Im Ziel kurz verschnauft und am WoMo gab es dann frisches Wasser und etwas Futter (nicht für mich). Ich nutze die Zeit um mich mit der Veranstalterin wie verabredet auszutauschen. Wir sind so verblieben, dass wir uns gemeinsam mal in Herten und Umgebung umsehen, ob sich ein Gelände finden lässt, was so eine Veranstaltung beherbergen könnte. Dies war in Deutschland die Premiere. HDR hat sich vorgenommen, zukünftig drei Veranstaltungen im Jahr nach Deutschland zu bringen, eine davon wäre im Pott sicherlich gut beheimatet. Schauen wir mal und sind gespannt, ob da etwas möglich ist. Eins ist sicher, so eine Strecke stellt eine Herausforderung da.

Um 11.00 Uhr saßen wir schon wieder im Auto und es ging Richtung Herten. Erwähnen möchte ich noch, dass "die Dame" es vorzog, die komplette Rückfahrt bis 15.00 Uhr sich im Fußraum lang zu machen und zu schlafen. Das es auch für sie ein Erlebnis war, erkennt man daran, dass sie träumt und dabei die Bewegungen im Schlaf weiterführt. Was immer lustig anzusehen ist.

Zuhause angekommen, steht eine Familienfeier an...es geht also mit Spaß weiter, so auch Sonntag. Mal schauen, ob noch eine kleine Bertlichdistanz morgen dazwischen passt.

Ich / wir wünschen einen bewegten Samstagabend und den Berlinstartern morgen gute Beine. Viele Grüße

Autor:

Fred Toplak aus Herten

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