Wie sieht das Indianerland aus ?

Ganz einfach: Nordamerika ist ca. 60-mal so groß wie Deutschland.Auf dieser riesigen Fläche lebten ungefähr 8 bis 10 Millionen Indianer.
Der Umrechnungsfaktor beträgt also ungefähr 1:500 !
Schliessen SIE die Augen und stellen SIE sich vor:
In ganz Deutschland leben 160.000 Menschen!
Bayern beheimatet 20.000 Einwohner....
In Köln lebt ein großer Stamm mit 2000 Menschen....
In Stuttgart ist auch ein großer Stamm mit 1200 Menschen....
Und in Heidelberg ist ein ganz normaler Stamm mit 400 Menschen....Das nächste Nachbardorf ist 50 km entfernt und dort wohnen 200 bis 500 Menschen !!
Nun sind SIE im ursprünglichen Indianerland !!!
Und Heute ???
Die ursprüngliche, indianische Identität, Lebensform und Kultur ist verschwunden. Manche Indianer sind komplett im modernen Leben angekommen, andere Stämme versuchen den Spagat zwischen Tradition und Moderne und einige Stämme sind quasi am Boden zerstört.Die Navajo und Apachen kamen mit Glücksspiel-Casinos und Rinderzucht als oft reiche Neu-Amerikaner" im modernen Leben an.
Andere Stämme verloren ihre jugendlichen Mitglieder an die US-Armee oder an besser bezahlte Jobs in den verheißungsvollen Großstädten.Die Sioux sind das Sinnbild für den krassen Niedergang der indianischen Kultur. Die Sioux-Reservate zählen zu den ärmsten Gebieten in der ganzen Welt!!
Über 85% der Sioux sind in der Reservaten arbeitslos, knapp 50% leiden an starker Diabetes und die durchschnittliche Lebenserwartung liegt dort bei ~ 50 Jahren.
Wie viele Stämme wurden die Sioux Anfang des 20-ten Jahrhunderts brutal ihrer Kultur und ihres Lebensraumes beraubt. Ihnen wurden die Haare abgeschnitten, Frauen wurden zwangssterilisiert, die indianischen Namen wurden verboten und durch neue, amerikanische Namen ersetzt und die gesamte Sioux-Sprache, samt den Sioux-Tänzen wurden verboten.
Wie viele Stämme wurden die Sioux mehrfach umgesiedelt. Seit ~ 1830 begannen diese Umsiedlungen. Das erste Reservat war oft eine wertlose, karge Sandwüstenlandschaft. Nach Gold- und Diamantenfunden wurden die Stämme in eine Steinwüste umgesiedelt. Nach Ölfunden siedelte man die Indianer in die Badlands um, in denen keine Bodenschätze lagen. Aber wo man keine Bodenschätze rausholen kann, da kann man alles zerstören oder Müll vergraben: Die weissen Amerikaner nutzen die (wirtschaftlich) wertlosen Reservate als Testgebiete für Atombomben und -bis heute- als unsichere Endlagerstätten für Atommüll.

Autor:

Armin Thoms aus Hilden

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