Initiative und Kläger kämpfen
Neues von der Klagefront gegen die CO-Pipeline

Dieter Donner, Pressekoordinator der Inititative, informierte gemeinsam mit Ursula Probst, Vorsitzende der MUT e.V. Hilden, und Erwin Schumacher, Stopp-CO-Pipeline-Monheim, über den aktuellen Stand der Dinge im hiesigen Ratsaal.
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  • Dieter Donner, Pressekoordinator der Inititative, informierte gemeinsam mit Ursula Probst, Vorsitzende der MUT e.V. Hilden, und Erwin Schumacher, Stopp-CO-Pipeline-Monheim, über den aktuellen Stand der Dinge im hiesigen Ratsaal.
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Seit nunmehr zwölf Jahren kämpfen die "Stopp Bayer-CO-Pipeline"-Initiativen für Hilden, Monheim, Langenfeld, Erkrath, Ratingen, Solingen und Düsseldorf gegen die Risiko-Leitung, die vorbei an Wohngebieten, Kindergärten, Schulen und Landschaft fließt. Nun informierte Dieter Donner, Pressekoordinator der Inititative, gemeinsam mit Dr. Gottfried Arnold, Kinderärzte gegen CO-Pipeline, Ursula Probst, Vorsitzende der MUT e.V. Hilden, und Erwin Schumacher, Stopp-CO-Pipeline-Monheim, über den aktuellen Stand der Dinge im hiesigen Ratsaal.

Von Andrea Becker

Hilden. Anwesend waren auch drei der vier Hildener Kläger, wobei drei Bürger mit ihrem Eigenheim persönlich durch den Pipeline-Bau betroffen sind und der Vierte in der "tödlichen Wolke" lebt. Nach der wesentlichen Darstellung der rechtlichen Etappen durch Dieter Donner, wurde den Zuhörern das Verbuddeln einer neuen, mehr als 60 Kilometer umfassenden Geo-Grid-Matte erläutert. Dieses Kunststoffgitter sollte ursprünglich die Leitung vor Baggerangriffen schützen. Ein TÜV-Gutachten belegt jedoch, "dass ein umfassender Schutz der Rohrfernleitung vor großen Baggern durch die verwendeten Materialien nicht erreicht werden kann." Donners Kommentar dazu: "Das Verfahren soll durchgeführt werden für etwas, was gar nichts bringt."

Kläger anwesend

Im Anschluss erläuterte Dr. Gottfried Arnold, Kinderärzte gegen CO-Pipeline, welche Gefahr für die Umwelt besteht. Durch die Kohlenmonoxid (CO)-Pipeline soll das für Mensch und Tier hochgiftige Gas vorbei an Wohngebieten, Kindergärten, Schulen und Landschaft fließen. Das CO ist eines der wichtigsten Grundbausteine der Chemie und wird im Übrigen zur Herstellung von CDs, Brillen oder Autoscheinwerfern verwendet. "460 Ärzte haben sich gegen die Pipeline ausgesprochen", so Arnold, der in diesem Zusammenhang auf einer Grafik auch die tödliche Wirkung zeigte, sollte es zu einem Chemieunfall kommen. "Menschenverachtend" nannte der Arzt das Risiko, das Bayer der Bevölkerung zumutet.
Mit viel Engagement präsentierte Ursula Probst, Vorsitzende der MUT e.V. Hilden, ihre Aktion, die sich für die Unterstützung der Kläger einsetzt, die mit hohen Kosten zu rechnen haben. Sie startete direkt einen Spendenaufruf und sammelt fortan Geld, das zweckbezogen eingesetzt werden soll. Wer die Kläger finanziell unterstützen und spenden möchte, kann die Summe auf folgendes Konto überweisen: IBAN DE08340600940006842157, Verwendungszweck: Unterstützung "Bürger gegen CO-Pipeline". Eine Spendenbescheinigung wird ab 200 Euro automatisch erstellt, darunter nach Anforderung.
Zum Abschluss präsentierte Erwin Schumacher, Stopp-CO-Pipeline-Monheim, eindrucksvoll, wie schnell man die "schützende" Geo-Grid-Matte allein durch Hand zerstören kann. Darüber hinaus hatte er ein Stück Rohr mitgebracht, um anschaulich zu demonstrieren, wie man mit einem Akku-Bohrer innerhalb von fünf Sekunden die Leitung durchbohren kann.

Spendenaktion

Auf die Frage des WA-Hilden, wie erfolgreich eine Klage ist, antwortete Donner: "Man gibt uns keine großen Erfolgschancen." Andererseits kann ein Klage immer wieder Sand ins Getriebe streuen. Und das die "Stopp Bayer-CO-Pipeline"-Initiativen nicht im "Sand verlaufen" zeigt sich schon allein dadurch, dass man seit zwölf Jahren dem Konzern die Stirn bietet. Die "David gegen Goliath"-Geschichte geht damit in eine weitere Runde ...

Dieter Donner, Pressekoordinator der Inititative, informierte gemeinsam mit Ursula Probst, Vorsitzende der MUT e.V. Hilden, und Erwin Schumacher, Stopp-CO-Pipeline-Monheim, über den aktuellen Stand der Dinge im hiesigen Ratsaal.
Erwin Schumacher, Stopp-CO-Pipeline-Monheim, demonstrierte eindrucksvoll, wie schnell man innerhalb von fünf Sekunden das Rohr mit einem Akku-Bohrer durchbohren kann.

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