Kreistag Mettmann: CDU, SPD, UWG und FDP gegen achtspurigen Ausbau
Planänderung zum A3-Ausbau

Die Mehrheit des Kreistages präferiert die Nutzung der Seitenstreifen, um so den Ausbau zu verhindern.
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Die Fraktionen von CDU, SPD, UWG und FDP wenden sich gemeinsam gegen den achtspurigen Ausbau der A3.

In einem gemeinsamen Antrag bitten sie StraßenNRW die bisherigen Planungen zu überdenken. Die Politiker fordern: 
"Die derzeitige und die aufgrund der aktuellen Prognosen zur Entwicklung des Verkehrsaufkommens zu erwartende weitere Verkehrsbelastung führen – so wie die vielen weiter zunehmenden Staus - zu erheblichen Umweltbelastungen. Der uferlose Ausbau des überörtlichen Straßennetzes ohne entsprechende Verbesserungen im Öffentlichen Nah- und Fernverkehr auf Straße und Schiene, wird die Verkehrsprobleme auf Dauer nicht wirkungsvoll lösen. Auch wenn die Notwendigkeit, die A 3 im besonders belasteten Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Opladen und dem Autobahnkreuz Hilden auf je vier Fahrspuren auszubauen, nicht verkannt wird, fordert der Kreistag, neben einem möglichst maßvollen Ausbau der A3 , die Bundesregierung und die Landesregierung sowie die jeweils nachgeordneten Stellen auf, sämtliche Möglichkeiten zu einer Verkehrsreduzierung zu ergreifen. Hierzu gehören vor allem eine intelligente Steuerung im Frachtverkehr unter Einbeziehung des Schienenverkehrs, aber auch des Einsatzes neuer Techniken – Stichwort KI-gesteuertes Leerfahrtenmanagement – sowie der Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs, insbesondere des Personennahverkehrs.
1. Angesichts der entlang der Autobahn vorhandenen Wohnbebauung und der FFH- und Naturschutzgebiete beauftragt der Kreistag den Landrat des Kreises Mettmann mit Straßen. NRW mit dem Ziel zu verhandeln, die folgenden alternativen Varianten zu prüfen: a) Verzicht auf den die Autobahn verbreiternden Ausbau mit 8 Fahr- und 2 Standspuren; stattdessen Nutzung der vorhandenen Standstreifen auf der gesamten Ausbaustrecke als jeweils 4. Fahrspur. b) Hilfsweise Verzicht auf 8 Fahr- und 2 Standspuren im unmittelbaren Bereich der FFH- und der Naturschutzgebiete. Zumindest in diesen Bereichen sollte jeweils in beide Fahrtrichtungen der vorhandene Standstreifen als 4. Spur genutzt werden, ein zusätzlicher Standstreifen also entfallen. c) Bei beiden unter a) und b) vorgeschlagenen Varianten ist sicherzustellen, dass ein für die Bevölkerung wirksamer Lärmschutz errichtet wird, der dem heutigen Stand der Technik entspricht."

Autobahnkreuze ertüchtigen

Ein Ausbau der Fahrstreifen bleibt wirkungslos, wenn die Anschlussstellen und insbesondere das Autobahnkreuz Hilden nicht ertüchtigt werden. Deshalb wird Straßen.NRW aufgefordert, die Verbesserung der Autobahnabfahrt Solingen, des Autobahnkreuzes Langenfeld und des Autobahnkreuzes Hilden mit in die Planungen einzubeziehen. Darüber hinaus führt Straßen.NRW statistisch belastbare Verkehrserhebungen an der A3 zwischen Langenfeld und Ratingen durch, um die Verkehrsbelastung auf dieser Strecke grundsätzlich weiter zu analysieren und die Entwicklung zu dokumentieren.
3. Der Kreistag fordert Straßen.NRW auf, in regelmäßigen Abständen transparent die einzelnen Planungsabschnitte für den Ausbau der A3 im Kreisgebiet dem Kreistag bzw. den Fachausschüssen vorzustellen und in Bürgerveranstaltungen die interessierte Öffentlichkeit zu informieren.

Die Mehrheit des Kreistages präferiert die Nutzung der Seitenstreifen, um so den Ausbau zu verhindern.
Der vierstreifige Ausbau würde unter anderem auch zu Lasten von Schutzgebieten gehen. Auch die Städte Langenfeld und Hilden wären davon betroffen.
Autor:

Lokalkompass Langenfeld - Monheim - Hilden aus Monheim am Rhein

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