Zurück als Kripo-Chef: Torsten Weber kennt Hilden, Haan und Erkrath bestens

Torsten Weber (r.) ist neuer Kripo-Chef. Ebenfalls neu ist sein Stellvertreter Matthias Beutler (l.).
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  • Foto: Michael de Clerque
  • hochgeladen von Janina Rauers

Seit Monatsanfang gibt es einen Neuen an der Spitze des Kriminalkommissariats Hilden: Torsten Weber ist neuer Kripo-Chef - und in seinem Zuständigkeitsbereich vor Ort längst gut vernetzt. Ein Schwerpunkt wird künftig die Bekämpfung von Jugendkriminalität sein.

Erst einmal ankommen am neuen Arbeitsplatz - das musste Torsten Weber quasi gar nicht. "Ich habe mich schnell wieder eingelebt", erzählt er. Hilden, und auch Haan und Erkrath, kennt er sehr gut von früheren Stationen seiner Karriere, viele Ansprechpartner seien gleich geblieben.

Ein Zufall führte zum BKA

Dass Torsten Weber Polizist wurde, geht auf einen Zufall zurück: "Ich wollte studieren, eigentlich Mathematik und Sport auf Lehramt. Aber Anfang der 1980er gab es da nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, eine Anstellung zu erhalten." Als ein Kamerad bei der Bundeswehr erzählte, dass er zum Bundeskriminalamt möchte, war Webers Interesse geweckt.

Nach seinem Studium fing er 1983 auf der Hildener Wache an. Vom Raddiebstahl über Rauschgiftdelikte, Einbruch und Raub - an der Kirchhofstraße lernte er die Bandbreite der kriminalpolizeilichen Arbeit kennen. Als sein Dienststellenleiter in einem morgendlichen Meeting 1998 fragte, wer Interesse an der neuen Stelle des Jugendsachbearbeiters hätte, meldete sich Torsten Weber spontan.

Im Fokus: Jugendkriminalität

Mit der neuen Stelle änderte sich auch die Polizeiarbeit "Den engen Kontakt, den wir heute zum Beispiel zum Jugendamt haben, den gab es damals noch nicht", erinnert er sich. Das Netzwerk wuchs, und das Hildener Präventionsmodell (HIP) entstand. Jugendliche, die Straftaten begangen haben, wurden in elterlicher Begleitung auf die Wache bestellt. Dort gab es ein Gespräch mit Vertretern von Polizei und Jugendgerichtshilfe, ein Staatsanwalt teilte dem jungen Täter Art und Umfang der Maßnahme, wie etwa Sozialstunden, mit. "Zuvor wurde den Jugendlichen die Maßnahme schriftlich mitgeteilt. Das Verfahren nach dem HIP hat beabsichtigte Parallelen zu einem Gerichtstermin", so Weber. Erziehung statt Strafe, dieser Grundsatz spiegele sich auch im HIP wider.

Wechsel nach Mettmann

Auch in Zukunft sieht er einen Schwerpunkt der Hildener Kripo-Arbeit in der Bekämpfung von Jugendkriminalität. "Wenn wir es schaffen, Jugendliche von weiteren Taten abzuhalten, potenziert dies über Jahre den Erfolg der Maßnahme." Die Zahl der jugendlichen Straftaten sei aber in keiner der drei Städte überdurchschnittlich hoch.
2007 verließ Torsten Weber die Wache an der Kirchhofstraße und wechselte als Dienststellengruppenleiter nach Mettmann. Schon 1994 war er gefragt worden, ob er die Stelle des stellvertretenden Dienststellenleiters in Erkrath übernehmen möchte, entschied sich aber dagegen. "Das würde ich heute anders machen. Die Erfahrungen, die man an anderen Orten macht, zahlen sich aus."

In Mettmann arbeitete der damals 48-Jährige wieder im Schichtdienst, übernahm in der Führungsposition auch größere Verfahren. Von 2010 bis 2015 war er Kommissariatsleiter für Ratingen und Mettmann, anschließend in Wuppertal. Von dort wechselte er zurück in seine Wahlheimat Hilden.

Zurück in Hilden

Hilden hat für ihn viele Vorteile: "Als Bürger fühle ich mich hier sicher. Die Innenstadt ist sehr schön, Großstädte sind von hier aus schnell erreichbar. Gleichzeitig ist die Natur sehr nahe: Es sind immer nur wenige hundert Meter bis zum nächsten Wald."
Einen weiteren Schwerpunkt der künftigen Teamarbeit könnten die sogenannten Angsträume bilden. "Bevor ich hier angefangen habe, stand der organisierte Ladendiebstahl im Fokus. Wichtig ist, dass wir schnell auf aktuelle Vorfälle reagieren."

Oberste Priorität hat für Torsten Weber bei der Arbeit die Sicherheit seiner Kollegen. "Eigensicherung ist sehr wichtig. Jeder soll unverletzt in den Feierabend gehen." Wert legt er zudem darauf, dass sich die Ermittler an die Gesetze halten. Und auf gute Arbeit: "Wir verwalten schließlich nicht einfach Fälle - wir wollen etwas bewirken!"

Autor:

Janina Rauers aus Hilden

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