Berufskolleg Hilden startete Blutspendeaktion: "Weil wir helfen möchten"

Fast hundert junge Leute nahmen an der Blutspende-Aktion des Berufskolleges teil. Die Initiative soll fortgeführt werden.

Bereits zum dritten Mal hat das Berufskolleg eine Blutspende-Aktion organisiert. Die Gemeinschaftsaktion mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) war ein großer Erfolg

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Fast 100 Spendenwillige waren es am Ende des Tages. „Mutige junge Leute,“ findet Dr. Peter Sommer, der die Jugendlichen untersucht. „Man darf nicht vergessen, es ist eine echte körperliche Verletzung“. Vier Röhrchen, einen halben Liter ihres Blutes spendeten die Schüler des Kollegs. Zwei Röhrchen mehr, wenn sie sich zusätzlich zu einer Stammzellenspende bereit erklärten. „Echt Bammel“, hatte deswegen IT-Berufsschüler Mohammad Al Hasson. Der 22jährige Syrer kam vor drei Jahren nach Deutschland und hatte schon im Vorjahr am Berufskolleg gespendet. „Einfach so. Um zu helfen“. Fast wortgleich formuliert es die biologisch-technische Assistentin Daniela Anklam (19). Sie findet es auch in Ordnung, dass sie dafür Auskunft über Krankheiten, Sexualkontakte und Hirnerkrankungen geben muss. Dr. Sommer, Allgemein-Mediziner im Ruhestand, unterstützt diese „sinnvolle und befriedigende Aktion“ genau so gerne wie die Schüler des Berufskollegs. Er erläutert die Details. Das „Vollblut“ der Spende wird später in seine Bestandteile aufgespalten. Blutkörperchen, Blutplättchen und Blutplasma können dann zum Beispiel bei schweren Unfällen oder Leukämieerkrankungen lebensrettende Dienste leisten.
Dafür nimmt David Goebels (20) die vielen Unannehmlichkeiten gerne in Kauf. Nach der Nadel müssen die Schüler eine Stunde im Liegen verbringen. Damit beugen sie Kreislaufversagen und Ohnmachten vor. „Beim letzten Mal wäre ich echt fast umgekippt. Ich hatte zu wenig gegessen.“ Und so ist das Catering der hauseigenen Klassen des Versorgungsmanagements durchaus mehr als ein freundliches Dankeschön an die Spender. „Die Schüler sollen dadurch auch noch etwas länger vom Straßenverkehr ferngehalten werden“, erläutert der Stellvertretende Schulleiter, Stefan Kwasniewski. Er hat die Aktion jetzt schon zum zweiten Mal organisiert. „Wir wollen gemeinsam mit dem DRK ein lebenslanges Verhalten bei den Schülern begründen, damit solche sozialen Aktionen weiter Zukunft haben.“ Das Berufskolleg wird deswegen im nächsten Jahr wieder dabei sein.

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