Hilden: Neue Omas und Opas gesucht

Auch Heidi Nixdorf (l). und Durdica Celinic freuen sich über die Kontakte zu ihren Leihenkelkindern.
  • Auch Heidi Nixdorf (l). und Durdica Celinic freuen sich über die Kontakte zu ihren Leihenkelkindern.
  • Foto: Michael de Clerque
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Manchmal wohnen die Großeltern zu weit weg oder haben aus anderen Gründen keinen regelmäßigen Kontakt zu ihren Enkeln. Seit Kurzem gibt es in Hilden ausgebildete Leihgroßeltern. Für den zweiten Kurs werden noch Teilnehmer gesucht.

Acht Leihomas und ein Leihopa besuchten den ersten Qualifizierungskurs, der von der Awo und dem Stellwerk der Stadt Hilden in Zusammenarbeit mit der VHS Hilden-Haan angeboten wird. „Ich bin sehr erfreut, dass die Vermittlung in die Familien so gut geklappt hat“, sagt Heike Cremerius, Leiterin des Robert-Gies-Hauses der Awo. Natürlich brauche es anfangs ein wenig, bis sich die Leihgroßeltern und die Familien aneinandergewöhnt haben. Doch die Rückmeldungen seien bis auf wenige Ausnahmen durchweg positiv.

Vorlesen, den Leihenkel von der Schule abholen oder mit der ganzen Familie einen Ausflug machen: Was unternommen wird und wie viel Zeit miteinander verbracht wird, wird individuell vereinbart. „Das ist abhängig von den Wünschen der Familien und der Leihgroßeltern“, betont Cremerius.

Voraussetzung ist ein Qualifizierungskurs

In dem Qualifizierungskurs für werdende Leihgroßeltern geht es deshalb unter anderem um die Fragen „Was kommt da auf mich zu?“ und „Passt das für mich?“. Weitere Inhalte sind etwa Anregungen zur Förderung und Begleitung von Kindern verschiedener Altersstufen mit Liedern, Spielen oder Bewegung. Kommunikation, Ernährung und Erste Hilfe am Kind sind ebenfalls Kursbestandteile. Awo und Stellwerk begleiten die Leihgroßeltern beim ersten Kontakt zu den Familien, einmal im Quartal gibt es ein Treffen für die neuen Omas und Opas.

Während alle Leihgroßeltern vermittelt werden konnten, stehen sieben Familien auf der Warteliste, weitere haben Interesse. Die Kinder sind zwischen einem und elf Jahre alt. „Besonders schön wäre es, wenn sich Leihgroßeltern für die Familien mit mehreren Kindern finden würden“, sagt Cremerius. Wobei das nicht bedeute, dass die Leihgroßeltern alleine alle Kinder gleichzeitig beaufsichtigen sollen. „Leihgroßeltern sind kein Ersatz für eine regelmäßige Kinderbetreuung“, betonen die Organisatoren.

Neuer Kurs:
- Der neue „Leihgroßeltern-Führerschein“ startet am Dienstag, 20. Oktober, um 9.30 Uhr in der Cafeteria im Bürgerhaus, Mittelstraße 40. Termine sind fünfmal dienstags, für Teilnehmer ist der Kurs kostenlos.
- Voraussetzung ist ein erweitertes Führungszeugnis, das im Bürgerhaus beantragt werden kann.
- Weitere Informationen gibt es telefonisch bei Heike Cremerius von der Awo unter 02103-8107 und im Stellwerk der Stadt Hilden bei Martina Kürten oder Kirsten Max unter 02103/72504.

Autor:

Lokalkompass Hilden aus Hilden

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