Nach 2x11 Jahren ist Schluss für Denise und Armin in der Tanzgarde der Großen Hildener Karnevalsgesellschaft
Kuhn und Kuhn hört auf

Hängen Gardeleitung und Tanzschuhe an den Nagel: Armin und Denise Kuhn. Aber die Nachfolge ist bereits geregelt. Auch in der kommenden Session werden die Gardemädels der Großen Hildener Karnevalsgesellschaft die Narren weiter erfreuen.
  • Hängen Gardeleitung und Tanzschuhe an den Nagel: Armin und Denise Kuhn. Aber die Nachfolge ist bereits geregelt. Auch in der kommenden Session werden die Gardemädels der Großen Hildener Karnevalsgesellschaft die Narren weiter erfreuen.
  • Foto: Foto: Michael de Clerque
  • hochgeladen von Corinna Rath

"Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist", erzählen Denise und Armin Kuhn. Seit 2x11 Jahren leiten Vater und Tochter die Geschicke der Tanzgarde der Großen Hildener Karnevalsgesellschaft. Denise selbst ist 2x11 Jahre als Tänzerin und inzwischen 1x11 Jahre als Cheftrainerin dabei.

"Meine Knochen machen den Leistungssport nicht mehr mit", bedauert Denise Kuhn ihr Ausscheiden. "Dazu kommen die zunehmenden beruflichen Anforderungen. Ich habe inzwischen nicht mehr die Zeit, mich an mehreren Abenden in der Woche um die Garde zu kümmern."
Ein Blick zurück: 2009 legten Claudia Salz und Ilona Peilert ihr Amt als Trainerinnen nieder. Als neue Trainerin übernimmt Denise Kuhn, selber schon jahrelanges Mariechen, die Geschicke. Sie wird seitdem von dem ebenfalls langjährigen Mariechen Steffie Beckes unterstützt. Denn neben dem Training hängen - auch bedingt durch die Gardeleitung durch Vater Armin, er führt durch die Bühnenpräsentation und ist Organisator - viele Dinge an dem Duo. "Da ist die Entwicklung der jeweils neuen Choreografie, die immer Zeit in Anspruch nimmt. Und anschließend folgt die Musikauswahl, die dann auch passend zusammengeschnitten werden muss."

Gutes Team

Mit dem Musikproduzenten Tim Lindenschmidt in Köln haben die beiden Kuhns zwar einen professionellen Partner an der Seite - "aber natürlich müssen wir uns darum kümmern. Und mit einmal hinfahren ist das auch nicht getan", wissen die beiden aus Erfahrung. Und da sie zu denen gehören, die alles zu 100 Prozent machen, fällt der Arbeitsaufwand etwas höher aus. "Und dann sind wir natürlich auch nicht immer einer Meinung", verraten die beiden. "Da hat es manchmal richtig geknallt." Wie gut das Mutter und Ehefrau Heike Kuhn dann als ruhender Pol für den nötigen Ausgleich zwischen Vater und Tochter sorgt. Heike Kuhn war über viele Jahre als Gardebetreuerin eingebunden. Heute ist sie „im Hintergrund“ in die Arbeit der Garde - wie die meisten anderen Eltern auch - integriert. Kostüme waschen und pflegen, damit die Mädels alles für die Auftritte parat haben. Aktuell ist Ute Schmitz Betreuerin der Garde. Sie ist es, die immer Nadel und Faden bereithält, sollte irgendetwas an den Kostümen passieren. "Und das ist in den Jahren immer wieder mal vorgekommen. Da wurde dann auch während der Busfahrten bis kurz vor dem Auftritt genäht, was das Zeug hielt."

"Tourbus" rollt das ganze Jahr

Mittlerweile steht für die Auftritte in ganz NRW immer der Reisebus der Düsseldorferin Simone Taday zur Verfügung. Sie ist ein Fan der Garde geworden und hat ihren Bus entsprechend mit einem Werbeaufkleber versehen – und so rollt der „Tourbus der Tanzgarde Große Hildener“ inzwischen sogar ganzjährig über die Straßen. Über 60 Jahre gibt es Tanzgarden in der Großen Hildener Karnevalsgesellschaft (GHK). Schon immer war es ein besonderes Anliegen der GHK, tanzbegeisterten Mädchen eine Plattform für ihr Können zu schaffen und den Nachwuchs zu fördern.

Gardetänze einmal anders

"Wir sind unserer Karnevalsgesellschaft sehr dankbar, dass sie uns immer freie Hand gelassen hat und wir konnten alles ausprobieren“, berichten die Kuhns. Mit einem gesunden Ehrgeiz und Selbstbewusstsein ist die Verantwortung für die jährlich neuen Bühnenkonzepte gewachsen. Der Durchbruch des Erfolgs kam mit der "Schwarzlichtshow", sie ist einzigartig im Karneval. Die unterschiedlichen Mottos dieser Show sowie die ständig wechselnde Mitmachnummer begeistern seitdem Publikum und sind neben dem Konfetti ein Erkennungszeichen der „grün/weißen“ Garde bei jedem Auftritt. "Gardetänze einmal anders" ist das Konzept des Erfolgs. Die Entwicklung der Garde insgesamt wurde dann auch im Jahr 2003 erstmalig mit dem 1. Preis der besten Tanzgarde Hildens belohnt. In der Session 2004/2005 wurde die Tanzgarde zur Ehrentanzgarde KG Till´s Freunde Düsseldorf ernannt. Seitdem erobern die Mädels auch die Karnevalshochburgen.

Mit Auszeichnungen geehrt

Heute können Armin und Denise Kuhn auf mehr 1.100 Auftritte weit über die Grenzen Hildens zurückblicken. Sie wurden in den vielen Jahren mit allen nur denkbaren Auszeichnungen geehrt. Besonders stolz sind sie darauf sich „NRW-Brauchtumsbotschafter“ nennen zu dürfen. "Unser Entschluss steht fest, mit 'einem weinenden und einem lachenden Auge' wird für das Duo-Kuhn Aschermittwoch die Gardezeit nach 2x11 Jahren zu Ende sein. Wir wünschen dem neuen Gardeteam und den Mädels für die Zukunft toi. toi, toi."

Autor:

Corinna Rath aus Hilden

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