30 Kilogramm Teig in Hildener Bäckerei Knelange verarbeitet
Kreationen aus Hefeteig hergestellt

 Bäckermeister Henri Leminski zeigt Sontje, Marvin, Gian-Luca und Maya (v.l.) wie man mit einfachen Handgriffe Tiere und Co formt.
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  • Bäckermeister Henri Leminski zeigt Sontje, Marvin, Gian-Luca und Maya (v.l.) wie man mit einfachen Handgriffe Tiere und Co formt.
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Mucksmäuschenstill ist es  in der Backstube der Hildener Bäckerei Knelange. Es ist kurz vor neun Uhr. Nach und nach trudeln die Kinder ein. Im Rahmen der Ferienaktion des Wochen Anzeigers beschäftigen sie sich an diesem Mittwochmorgen mit einem süßen Hefeteig.

"Am Anfang ist es immer still", weiß Bäckermeister Henri Leminski aus Erfahrung. "Die Kinder kennen sich noch nicht, aber das ändert sich, wenn wir anfangen." Und Recht hat er: Wenige Minuten später öffnet der Meister einen Schieber. Aus seinem 6,5 Tonnen Mehlsilo fällt das feingemahlene Getreidepulver in eine große Schüssel. Der Inhalt landete wenig später im Rührwerk.

"Füll mal die Hefe rein", fordert der Chef eines der Mädchen auf und reicht ihr ein Paket. "Alles", fragt sie ungläubig und hört ein "Ja".
Zucker, Salz und Milchpulver folgen. "Wenn wir frische Milch verwenden würden, müssten wird sie energieaufwändig kühlen und hätten wir jeden Tag einen großen Berg mit Müll", erläutert der Bäckermeister.  
Dann sprintet er ins Kühlhaus und holt kaltes Wasser, das ebenfalls in das Rührwerk fließt. "Das Wasser aus der Leitung ist im Sommer zu warm für den Teig", erklärt er den Kindern. Eines von ihnen drückt auf den Knopf des Rührwerkes und im Inneren beginnt es kräftig zu rumoren. Wenige Minuten später landen 30 Kilogramm Teig auf einem der hölzernen Tische, an denen die Kinder sich nun kreativ ausleben können.

Schildkröte und Igel aus Teig

"Auf den Holztischen lässt sich der Teig besser verarbeiten und klebt nicht so wie auf einem Stahlblech", informiert der Bäckermeister die Kids und nimmt sich eines der abgeteilten Teigstücke. Einige Handgriffe später liegen eine Schildkröte und ein Igel auf seinem Arbeitsplatz - die Kinder schauen fasziniert zu und merken sich seine Handgriffe. "Wer nicht weiterkommt, kann jederzeit zu mir kommen, dann zeige ich das noch einmal." Das hätte er besser nicht gesagt, denn sofort stehen einige Kids vor seinem Arbeitsplatz: Zopfherzen, Eulen, Drachen, Herzen, Hunde, Pferde, Mäuse, Knochen, eine Erdbeere sowie ein Bierglas für den Opa und vieles mehr finden ihren Platz auf den ausgelegten Blechen.

Garnierung aus Schokolade

Zahlreiche Schokoladenkügelchen, Rosinen, Hagelzucker und Haselnüsse dienen zur Verzierung. Maya versteckt ein wenig Schokolade in ihrem Teig. Alle individuellen Kreationen landen auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech.
Vor jedes ihrer Tiere und Co schreiben die Kids ihren Namen. "Schiebt eure Teigformen schön auseinander, damit sie nicht ineinanderbacken", ruft der Meister den Kids zu. Blech für Blech füllt - am Ende ist das Dutzend voll. Eine halbe Stunde verbringt der Teig dann im Ofen. Derweil verarbeitet Leminski den Zauberteig, der ebenso in der Röhre "verschwindet". Und zur Abkühlung geht es dann erst einmal zum Nordpol.

Der Ofen öffnet sich

Dann kommt der große Moment: Bäckermeister Leminski öffnet die große Tür. Ein Blech mit duftenden Köstlichkeiten nach dem anderen verlässt den Ofen. Neugierig schauen die Kinder nach ihren Teigen, die ziemlich gewachsen sind. "Ein paar Minuten müssen wir noch warten", sagt er zu den Nachwuchsbäckern, "der Teig muss noch auskühlen, bevor ihr ihn einpacken könnt." Und einzupacken gibt es reichlich, denn die Kids waren fleißig.

Alle Fotos: Michael de Clerque

Autor:

Dirk-R. Heuer aus Hilden

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