Aufruf!!! 10 Jahre Heimatstube Opherdicke: Suche nach ältestem Foto aus Holzwickede

Mariam Balde(7) und ihre Mutter Christine Balde am Waschzuber.  Der Historische Verein feierte mit Gästen aus Vereinen und zahlreichen Besuchern den 10. Geburtstag der Heimatstube.
  • Mariam Balde(7) und ihre Mutter Christine Balde am Waschzuber. Der Historische Verein feierte mit Gästen aus Vereinen und zahlreichen Besuchern den 10. Geburtstag der Heimatstube.
  • hochgeladen von Stefan Reimet

Auf dem Reibebrett im Wasserkübel mit Lauge, das Waschdiplom legten zahlreiche Besucher der Heimatstube bei der Jubiläumsfeier ab. Ob etwa Zuber, Mangel und Waschbrett auf echten historischen Bildern aus Holzwickede zu sehen sind, möchte der Historische Verein jetzt herausfinden und ruft zum großen Fotowettbewerb auf.

Einen Überraschungspreis hat der Historische Verein ausgelobt für das älteste Foto mit Holzwickeder Motiv. Aufgerufen sind alle Bürger, in ihrem Fundus alter Erinnerungen nachzuschauen und Bilder einzureichen. „Dabei genügen die Fotos, wir scannen sie und geben selbstverständlich alle Bilder zurück“, erklärt Andreas Heidemann vom Historischen Verein. Die Einreicher erhalten die Bilder auf Wunsch auch als Datei. Gesammelt wird bis Ende September, die Bilder nimmt das Bürgerbüro entgegen. Vom Einwurf in den Briefkasten an der Heimastube bittet der Verein abzusehen. Eine Ausstellung, möglichst mit Originalen soll im Oktober den Wettbewerb abschließen.

Sie füllt sich immer mehr mit Erinnerungen an Leben und Arbeiten in der Emschergemeinde im laufe der vergangenen rund 150 Jahre. Jüngst erworbenes Ausstellungstück ist das erste Fernsehgerät, das in der Gemeinde ausgeliefert wurde, damals durch Elektro Kemmer and er Hauptstraße (heute Juwelier Lohoff).
Viel Eigenleistung investierte der historische Verein in die Sanierung der einstigen Wagenremise unmittelbar neben Gut Opherdicke, die nach Kriegsende noch bis 1990 als Schmiede genutzt wurde. In der Wohnung im Obergeschoss lebte die Großmutter des Schmied Hesse. Mit ihrem Auszug bot sich dem historischen Verein, den Heimatforscher Hubert Wilhelmy mit ins Leben rief, die Möglichkeit einer größeren Ausstellungsfläche, nachdem kleinere Themenausstellungen etwa in der Rausinger Halle viele Besucher anzogen. Das Gebäude wurde vom Besitzer Jürgen Blennemann für die Museumszwecke zur Verfügung gestellt. Die Gemeinde Holzwickede ist bis heute wirtschaftlicher Träger der Heimatstube.

Haushaltsgegenstände, Bilder, Fahnen, Bücher und Erinnerungen von Zeitzeugen füllen das Obergeschoss der Heimatstube. Insbesondere Alltagsgegenstände aus den Kriegsjahren haben hier ihren Platz wie Inflationsgeld, Luftbilder der Bombenangriffe auf die Emschergemeinde und Volksempfänger. Wo einst Hufe und Wagenräder beschlagen wurden, befinden sich Sattlerei, Schumacherei und eine Schmiedewerkstatt mit Esse, die auch bei der Geburtstagsfeier in Betrieb war.

Die Öffnungszeit der Heimatstube Sonntags 14.30 bis 17 Uhr wird sehr unterschiedlich angenommen. „Je nach Wetterlage“, weiß Andreas Heidemann. Indes kommen immer öfter Besucher der Ausstellungen im Schloß Opherdicke und werfen einen Blick hinein in das Leben zu Beginn des vergangenen Jahrhundert.

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