Pfarrerin der evangelischen Gemeinde Hünxe verabschiedet
Mit ihr geht ihre Ehefrau, die Organistin

von linkis: Serena und Ortrun Hillebrand, Superintendentin Susanne Jantsch und Hanna Maas, Vorsitzdende des Presbyteriums. Im Hintergrund füllt sich langsam der Saal mit Gästen
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  • von linkis: Serena und Ortrun Hillebrand, Superintendentin Susanne Jantsch und Hanna Maas, Vorsitzdende des Presbyteriums. Im Hintergrund füllt sich langsam der Saal mit Gästen
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Gemeinde richtet rührende Abschiedsfeier aus 

Ortrun Hillebrand war etwa fünf Jahre Pfarrerin in der evangelischen Kirchengemeinde Hünxe. Nun wechselt sie in ihre alte Heimat, den Hunsrück, Region Kastellaun.
Mit ihr verlässt die Organistin und ehrenamtliche Pfarrerin Serena Hillebrand die Gemeinde, denn die beiden sind seit 2016 verheiratet.
Serena spielte seinerzeit seit rund 18 Jahren die Orgel in der Gemeinde Walsum- Vierlinden, als Ortrun, welche in Trarbach Pastorin war, als Pfarrerin dorthin abgeordnet wurde. „Wir verstanden uns auf Anhieb hervorragend“, erinnert sich die Vierzigjährige und Serena (44) ergänzt, „Wir hatten nur kurz miteinander zu tun und haben dann schon Telefongespräche geführt“.
2014 ging Ortrun dann nach Hünxe. Serena folgte 2016.
„Wir haben von Beginn an mit offenen Karten gespielt und klargestellt, dass wir beide zusammengehören“, resümiert die Pfarrerin. Das muss in der Gemeinde sehr gut angekommen sein, denn die beiden wurden mit offenen Armen empfangen.
Sie waren schnell so beliebt, dass Gemeindemitglieder aus Hünxe zur Hochzeit der beiden sympathischen Frauen, die im Hunsrück stattfand, einen Bus charterten und sie überraschten.
Auf die Frage, was ihnen am meisten in Erinnerung bleiben werde, erwähnt Serena die von ihnen initiierten Weihnachtsmusicals, welche sie von Anfang an eingeführt hatten. Diese kamen in der Gemeinde so gut an, dass sich die Kinderkirche und viele Eltern begeistert in Planung, Organisation und Durchführung engagierten. „Die Erinnerung an diese Musicals“, so die Organistin ein wenig wehmütig, „nehme ich als Schatz mit in meine Wahlheimat und hoffe, dass diese Tradition hier weitergeführt wird“. Die Pfarrerin pflichtet ihr bei und betont, dass die Gemeinde dies bereits angedeutet habe.
Hanna Maas, Vorsitzende des Presbyteriums versteht zwar, dass die Geistliche wieder in ihre Heimat möchte, bedauert aber den Abschied der beiden, die nach ihren Worten „deutliche Spuren hinterlassen“.
Dass sie beliebt sind, zeigt die Tatsache, dass zu der von der Gemeinde ausgerichteten Abschiedsfeier in der Arche am Danziger Platz bereits 110 Gäste zugesagt hatten, man aber mit noch mehr rechnete.
Zur Feier war das Ehepaar kurz vorher aus dem Hunsrück angereist, denn erst seit Donnerstag hat es den Umzug hinter sich.
Beim Eintritt in den Saal stellt Ortrun gerührt fest, „Die Deko haben sie sogar in unseren Lieblingsfarben gestaltet“.
Leicht fällt ihnen der Abschied nicht, denn sowohl hier als auch in der Gemeinde Vierlinden haben sich viele Freundschaften ergeben. „Aber diese Freundschaften sind so stark, dass sie 230 Kilometer Entfernung locker aushalten“, ist sich Ortrun sicher.
Wir wünschen den beiden alles Gute in der Heimat der einen und der Wahlheimat der anderen.

Randolf Vastmans

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