Neue Normalität mit Corona
Projekt- und Wanderwoche der Gesamtschule Hünxe

Die Klasse 5a der Gesamtschule Hünxe mit Klassen-Shirt bei Waldspielen.
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  • Die Klasse 5a der Gesamtschule Hünxe mit Klassen-Shirt bei Waldspielen.
  • Foto: Gesamtschule Hünxe
  • hochgeladen von Petra Zellhofer-Trausch

Die Coronapandemie fordert besonders auch die Schulen heraus, bis heute. Wie können Schulen den damit verbundenen Herausforderungen besonders für die Schüler begegnen? Die Gesamtschule Hünxe hat während der Projektwoche Antworten gefunden und plant schon die nächsten Schritte.

Während der Pandemie haben Schüler und Lehrer viel mehr Zeit alleine oder in der Familie verbracht und sind auf Distanz zueinander gegangen. Vieles war nicht möglich. „Das Miteinander in der Schule ist dadurch für alle Beteiligten ungewohnt(er) geworden, „Schüler und Lehrer sind zum Teil aufgrund der vielfältigen Veränderungen unsicher geworden und im Schulleben gibt es mehr Konflikte als vorher“, so die Abteilungsleiter der Gesamtschule Hünxe Christian Berger.

Routinen aufbauen
Jetzt gilt es in der Schule, sich wieder an das Zusammenleben zu gewöhnen und Routinen zur Stärkung des Sicherheitsempfindens aufzubauen. Die Arbeit in Projekten sind nach Ansicht des didaktischen Leiters der Schule, Andreas Seibel, ebenso wie die Klassenfahrten eine hervorragende Möglichkeit, um die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler in den Blick zu nehmen, das soziale Miteinander zu stärken und besondere Angebote für jeden Jahrgang zu schaffen.
Für einige Schüler aus dem fünften Jahrgang war das Klassen-T-Shirt ein Highlight, für andere ein Ausflug oder auch die erlebnispädagogischen Spiele, die von den Klassenlehrern des Jahrgangs für die Schüler angeboten wurden.

Lions-Quest-Lehrer
Annette Nolte Meis, Abteilungsleiterin der Gesamtschule Hünxe für die Jahrgänge 5 bis 7 sah einen großen Vorteil darin, dass viele Lehrer als Lions-Quest-Lehrer weitergebildet sind. Lions Quest zielt auf die Vermittlung von Lebenskompetenz ab und vermittelt dies sehr praxisorientiert durch Spiele und Übungen. Darauf konnten die Lehrkräfte jetzt in allen Jahrgangsstufen bei der Gestaltung ihrer Projekte mit zurückgreifen. Andere Klassen freuten sich besonders darüber, dass es in der Projektwoche Zeit gab, um sich mit dem Klassenteam oder auch bestimmten Themen ganz intensiv auseinanderzusetzen.

Hohes Engagement der Schüler
Den Erfolg der Projektwoche konnte Schulleiterin Silke Krämer an dem lebhaften Treiben in der Schule und dem hohen Engagement der Schüler erkennen.
Die Projekt- und Wanderwoche war ein Schritt zurück in eine neue Normalität, so Schulleiterin Silke Krämer. Weitere Maßnahmen folgen in den Bereichen des sozialen Miteinanders, der Persönlichkeitsstärkung und der Motorik. So wird an der Gesamtschule Hünxe zum Ankommen und Aufholen nach Corona zurzeit mit ganz unterschiedlichen Anbietern gezielt für die einzelnen Jahrgänge geplant: Stärkung der Persönlichkeit durch Heldenschmiede und Change-writers-Programm, Förderung des sozialen Miteinanders und der Konfliktfähigkeit durch Teamspiele, Zukunftsgestaltung durch Legoserious-Play und Visualisierung mit der Manusfactur, Steigerung der Resilienz und besserer Umgang mit (Prüfungs-)Ängsten durch Angebote vom Institut für Lerngesundheit, von IQuel und vom Klausenhof.

Schüler helfen Schülern
Im Bereich der Motorik wird ein zusätzlicher Schwimmkurs angeboten. Weitere Kooperationen mit ortsansässigen Sportvereinen werden gerade geprüft. Die Oberstufenschüler unterstützen jüngere Schüler:innen verstärkt durch ihr Angebot „Schüler helfen Schülern. Darüber hinaus wird es ein spezielles sozialpädagogisches Angebot für die Schüler geben, welche besonders stark von den Veränderungen durch die Coronakrise betroffen waren.

Finanziert werden all die Angebote zum einen durch Gelder aus dem Programm „Ankommen nach Corona“, das vom Land unterstützt vom Bund zur Verfügung gestellt worden sind. 50.000 Euro als Extragelder erscheinen zunächst viel, rechnet man das aber herunter, so sind das für eine Klasse 1.200 Euro. Und das ist dann gar nicht mehr so viel.

Gelder sollen nachhaltig verwendet werden
Die Organisation der Extra-Aktionen ist zurzeit eine große Herausforderung für die Gesamtschule Hünxe, weil die Anbieter natürlich gerade jetzt von vielen Schulen angefragt werden und die Gelder möglichst nachhaltig verwendet werden sollen. Deshalb sollen sie sowohl für Materialien als auch für Extra-Aktionen ausgegeben werden. Denn die Materialien bleiben den Schulen erhalten und die Extra-Aktionen bieten den Klassen die Möglichkeit, professionell unterstützt weiter an ihren Themen arbeiten zu können. Die Lehrkräfte erhalten durch die Extra-Aktionen von den Betreuungskräften quasi einen Außenblick auf die Situation in ihren Klassen sowie Hinweise zur Weiterarbeit.
Das Ankommen in der Schule in Coronazeiten ist eine Herausforderung für alle Beteiligten.

Die vielfältigen Angebote und das hohe Engagement der Lehrkräfte werden den Schülern dieses sicherlich weiter erleichtern. Eine Superkompetenz für das 21. Jahrhundert verbessern dabei alle: die Resilienz, also die Widerstandsfähigkeit.

Die Klasse 5a der Gesamtschule Hünxe mit Klassen-Shirt bei Waldspielen.
Erlebnispädagogische Teamspiele der Jahrgangsstufe 11.
Autor:

Lokalkompass Dinslaken-Voerde-Hünxe aus Dinslaken

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