„Enough is enough! “ - Genug ist genug!

Michelle Obama, Frau vom US-Präsidenten Barack Obama, hat eine richtig gute Rede am 14.10.2016 gehalten. Personen mit einem Charakter wie Donald Trump dürfen nicht an die Macht kommen und ein Land regieren. Er hat mit seinen Äußerungen den Respekt aller Frauen mit Füßen getreten und schadet auch dem Bild rechtschaffener Politiker.

Auch in Deutschland wünsche ich mir so einen Aufschrei. In der letzten Zeit bin ich sehr besorgt, was alles neuerdings normal ist und was offen gesagt und gedacht werden darf im gesellschaftspolitischen Raum.

Auf der einen Seite sehe und erlebe ich viele Menschen, die Ihre Arbeit, egal ob politisch, beruflich oder ehrenamtlich, mit gutem Gewissen machen. Sie haben das Wohl und die Würde ihrer Mitmenschen im Blick und bewältigen ihre Arbeit und ihre Aufgaben respektvoll. Ich denke vor allem an die Leute, welche mit Flüchtlingen und Asylanten zusammenarbeiten.

Dabei wird diese Arbeit von einer unzufriedenen Menschenmasse respektlos schlecht gebrüllt. Ich wünsche mir hier ein „Genug ist genug! Schaltet Euer Gehirn doch einmal selber ein und brüllt nicht blind etwas nach, was Euch andere vorhergebrüllt haben!“ Bei Kindern kann ich es nachvollziehen, wenn sie einfach etwas rufen, was sie nicht verstehen. Es ist ja so cool, weil ein anderes Kind genau dasselbe gebrüllt hat. Es sind halt Kinder und da sind dann die Eltern gefragt, dem Kind klar zu machen, dass man nichts rausbrüllt, was man nicht versteht.

Bei Erwachsenen erwarte ich eine gewisse Reife. Diese Reife kann in meinen Augen jeder haben und nicht nur die Gebildeten. Ich persönlich erwarte von jedem Erwachsenen, dass er/sie sich fragt, was ich jetzt mit XY mache, würde ich auch selber so behandelt werden wollen. Zweitens ist es hilfreich, nicht von Problemen zu sprechen, sondern von Aufgaben. Denn wer an Probleme denkt, hat gedanklich Barrieren im Kopf; wer hingegen an Aufgaben denkt, fängt automatisch an, nach Lösungen zu suchen.

Ich möchte nicht, dass die nächste Generation (übrigens genauso wie wir früher unsere Großeltern und Eltern gefragt haben) unsere Generation fragt: „Wie konnte so etwas geschehen? Wieso habt ihr das nicht gemerkt und euch nicht gewehrt?“ Stattdessen wäre es besser, aus der Geschichte zu lernen und dies auch an die nächste Generation weiterzugeben, damit diese nicht denselben Fehler machen wie unsere Vorvorgeneration.

Autor:

Adelheid Windszus aus Hünxe

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