Marktplatz Hünxe
„Menschen brauchen Klarheit“

„Die Gewerbetreibenden und die Anwohner wollen beim Marktplatz ein Wörtchen mitreden. Dafür brauchen wir einen runden Tisch, um gemeinsame Lösungen zu finden, statt die Fronten zu verhärten“, erklärt Hünxes SPD-Chef Jan Scholte-Reh und zeigt kein Verständnis für Bürgermeister Buschmanns Absage zu weiteren Gesprächen. „Es wird doch wohl möglich sein, dass sich Verwaltung, Politik und Betroffene an einen Tisch setzen und eine tragfähige Lösung finden – gerne noch vor der Wahl. Es muss nicht gleich ein umfangreicher, mehrmonatiger Prozess sein. Die Menschen brauchen Klarheit“, so Scholte-Reh. Sollten Nachgespräche nötig seien, müssten auch diese geführt werden. In solchen Gesprächen sieht der Sozialdemokrat im Gegensatz zum Bürgermeister allerdings keinen Rückschritt im Planungsprozess. „Der runde Tisch rollt den Planungsprozess nicht neu auf, sondern schafft notwendigen Raum für die nächsten Schritte! Dass der Marktplatz schöner werden soll, steht für alle Betroffenen außer Frage. Nur beim Thema Parkraumgestaltung gehen die Meinungen auseinander und hier kann eine gemeinsame Lösung im Gespräch gefunden werden, die dann auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung trifft“, so Scholte-Reh und weist die Aussage des Bürgermeisters, dass die Betroffenen bereits vor drei Jahren die Chance gehabt hätten, sich im Prozess von „Hünxe 2030“ einzubringen, zurück. Weder Rewe Kruk noch Rossmann seien damals im Ort gewesen und seinerzeit sei es auch nur um grundsätzliche Projekte für die Zukunft, nicht um konkrete Planungen gegangen.

Marktplatz hat Versorgungsfunktion
Scholte-Reh erinnert daran, dass der Marktplatz in erster Linie eine Versorgungsfunktion für Hünxe-Dorf, Gartrop-Bühl, Hünxerwald und teilweise Bucholtwelmen erfülle. Viele Pendler hielten nach Feierabend am Markt, um „schnell einen Einkauf zu erledigen“. Deswegen sei es vor allem wichtig, dort endlich geordnete Fahr- und Parkverhältnisse mit klarer Verkehrsführung zu schaffen. An vielen Tagen sei es ein chaotisches Durcheinander, das viele Nerven koste. „Bei der Umgestaltung müssen wir auf dem Marktplatz einen größtmöglichen Parkraum für Kunden schaffen. Dazu gehören breitere Parkboxen sowie altersgerechte Seniorenparkplätze. Trotzdem wird es noch genügend Platz für mehr Grün sowie Sitzgelegenheiten und Fahrradstellplätze geben. Wir sehen darin keine Unvereinbarkeit, doch die Diskussion darüber müssen wir jetzt gemeinsam führen“, so Scholte-Reh.

„Wir sind unserer Linie bei Bürgerbeteiligung immer treu geblieben“
Dazu ergänzt SPD-Fraktionsvorsitzender Horst Meyer: „Wir sehen die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs als Vorschläge, um darauf aufzubauen. Eben weil wir die Konflikte kommen sahen, haben wir schon in der Vergangenheit auf die Wichtigkeit weiterer Gespräche mit den Betroffenen gepocht. Nicht zuletzt haben wir es sogar in unserem im Juni veröffentlichten Wahlprogramm als wichtigen Punkt aufgenommen. Wir sind unserer Linie da bisher immer treu geblieben, wenn es darum ging, Betroffene mit ins Boot zu holen.“ So gab es bei der Neugestaltung des Sportplatzes Bruckhausen ebenfalls kritische Stimmen gegen einen Dialog, erinnert Meyer. Einige waren überzeugt, dass es keine Lösungen geben werde. „Die Skeptiker wurden eines Besseren belehrt. Heute entsteht dort ein von allen Seiten getragenes, buntes Sport- und Freizeitquartier, auf das die Gemeinde Hünxe stolz sein wird.“ Im Falle des Marktplatzes werde ein gemeinsamer Austausch weniger zeitaufwendig sein, ist Meyer überzeugt.

Vor diesem Hintergrund begrüßten Scholte-Reh und Meyer die Stellungnahme der Wirtschaftsgemeinschaft Hünxe als Interessensvertretung der Geschäftsleute. „Wir sind sehr gespannt auf den Vorschlag der Gewerbetreibenden zum Marktplatz Hünxe. Auch die Ideen des Forums Hünxe haben ihren Charme. Denn demnach könnte der Fokus weg vom Marktplatz hin zum Bereich Festwiese/Dorfteich gelegt werden, um dort Raum für Begegnungen und Gemeinschaft zu schaffen. Darüber müssen wir reden. Deswegen gehören die Vorschläge der Gewerbetreibenden, des Forums Hünxe und die Ideen des Architektenwettbewerbs gleichermaßen auf den Tisch.“

Autor:

Jan Scholte-Reh aus Hünxe

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