SPD Hünxe: Eichenprozessionsspinner ökologisch bekämpfen

Natur statt Chemie meinen (v.l.) Benedikt Lechtenberg, Bernfried Kleinelsen und Jan Scholte-Reh. Die Gemeindeverwaltung soll prüfen, ob die Methode der niederländischen Stadt auch etwas für Hünxe ist. So könnte es als Teil einer größeren Maßnahme in 2020 forciert werden.
  • Natur statt Chemie meinen (v.l.) Benedikt Lechtenberg, Bernfried Kleinelsen und Jan Scholte-Reh. Die Gemeindeverwaltung soll prüfen, ob die Methode der niederländischen Stadt auch etwas für Hünxe ist. So könnte es als Teil einer größeren Maßnahme in 2020 forciert werden.
  • Foto: www.spd-huenxe.de
  • hochgeladen von Jan Scholte-Reh

Der Eichenprozessionsspinner treibt Bürger und Verwaltung um. Jetzt fordert die SPD Hünxe die Verwaltung auf, Möglichkeiten der ökologischen Bekämpfung zu prüfen. Vorbild ist die niederländische Stadt Groesbeek, die gezielt Vögel angesiedelt hat, um die Raupenpopulation einzudämmen.

„Bürgerinnen und Bürger beklagen sich wiederholt über die ungebetenen Baumbewohner. Die Härchen des Eichenprozessionsspinners können Hautausschlag, Atemwegsentzündungen und Schwindelgefühle hervorrufen. Immer wieder müssen bestimmte Gebiete gemieden werden. Die Verwaltung bemüht sich bereits den Raupen Herr zu werden, aber nicht alle Stellen können gleichzeitig bearbeitet werden. In anderen Fällen müssen Bürgerinnen und Bürger auf eigene Kosten Privatunternehmen bezahlen, um die Raupen zu bekämpfen“, schildert Benedikt Lechtenberg, Vorstandsmitglied der SPD Hünxe und sachkundiger Bürger im Gemeinderat die Herausforderung.

„Die niederländische Stadt Groesbeek hat positive Erfahrungen mit der gezielten Ansiedlung von Rotkehlchen, Blau- und Kohlmeisen gemacht. Im April dieses Jahres wurden 26 Nistkästen an Eichen aufgehangen. Elf Nisthilfen wurden durch die Vögel angenommen. Wo die Vögel ihre Brut großzogen, waren die Bäume deutlich weniger von Raupen befallen. Die Gemeinde Hünxe sollte daher ökologische Alternativen zu den bisherigen Mitteln prüfen. Funktioniert die niederländische Methode, könnte sie Teil eines Maßnahmenkonzeptes für unsere Gemeinde für das nächste Jahr werden“, erklärt Bernfried Kleinelsen, SPD-Ratsmitglied und Vorsitzender des Bauausschusses.

Die SPD-Ratsfraktion hat sich deshalb in einem Schreiben an den Bürgermeister gewandt, um die Anregung an die Verwaltung zu geben. Frühestens im Frühjahr 2020 könnten gezielt Vögel angesiedelt werden. Nach der Sommerpause planen die Hünxer Sozialdemokraten einen Antrag für den ersten Sitzungslauf der Fachgremien. Die Verwaltung kann daher bereits Informationen einholen. „Die Natur hat ihre ganz eigenen Methoden entwickelt, die wir uns zunutze machen sollten. Es bedarf aber gemeinsamer Anstrengungen im öffentlichen wie privaten Bereich, wenn es gelingen soll. Alle Gartenbesitzer können sich beteiligen, indem sie entsprechende Nistkästen mit wenig Aufwand aufstellen. Beim Möllebeckfest in Bruckhausen wollen wir als Aktion den Bau solcher Nistkästen (und Insektenhotels) anbieten. Da kann jeder mitmachen!“, schließt SPD-Ratsmitglied Jan Scholte-Reh.

Autor:

Jan Scholte-Reh aus Hünxe

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