Wie das kleine hässliche Entlein...
Stadt Iserlohn und SIH haben gemeinsam Projekt "Blühflächen" gestartet

Wie hier unterhalb der Stadtmauer auf dem Fritz-Kühn-Platz haben die Stadt Iserlohn und der Märkische Stadtbetrieb Iserlohn-Hemer an mehreren Stellen im Stadtgebiet Flächen angelegt, auf denen es bald für Bienen, Schmetterlinge & Co., aber auch für Menschen üppig blühen wird. Die Aktion stellten jetzt Patricia White (li.) und Ulrike Badziura von der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz vor. Foto: Schulte
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  • Wie hier unterhalb der Stadtmauer auf dem Fritz-Kühn-Platz haben die Stadt Iserlohn und der Märkische Stadtbetrieb Iserlohn-Hemer an mehreren Stellen im Stadtgebiet Flächen angelegt, auf denen es bald für Bienen, Schmetterlinge & Co., aber auch für Menschen üppig blühen wird. Die Aktion stellten jetzt Patricia White (li.) und Ulrike Badziura von der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz vor. Foto: Schulte
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Die kleine Grünfläche im Schatten unterhalb der großen Linde auf dem Fritz-Kühn-Platz sieht auf den ersten Blick zugegebenermaßen aktuell so aus, als hätten die Mitarbeiter der Stadtbetriebes einfach vergessen, dort zu mähen.

Unglaubliche Verwandlung

Doch die momentan noch eher unscheinbar und ungepflegt erscheinende Fläche wird in den kommenden Tagen und Wochen eine unglaubliche Verwandlung erleben, vergleichbar vielleicht mit dem kleinen hässlichen Entlein, aus dem ein schöner Schwan wird.

Echtes Farbenmeer erleben

Das jedenfalls versprechen Patricia White und Ulrike Badziura von der städtischen Abteilung für Umwelt- und Klimaschutz. "Hier können die Menschen in Kürze ein echtes Farbenmeer erleben", blickt Biologin Patricia White schon mal ein bisschen voraus, "die französische Saatmischung, die die SIH-Gärtner hier in die Erde gebracht haben, enthält unter anderem Samen der Kornblume, der Malve, von Kalifornischem Mohn oder Sonnenblumen." Speziell im innerstädtischen Bereich wie am Fritz-Kühn-Platz habe man bewusst eine Saatmischung gewählt, die auch exotische, aber dafür umso blühfreudigere Arten enthält. "In der freien Natur, wie zum Beispiel im Grüner Tal, würden wir hingegen eher Mischungen mit ausschließlich heimischen Pflanzenarten nutzen", ergänzt Ulrike Badziura, "doch an dieser Stelle wollten wir ganz bewusst Arten aussäen, an denen bald sowohl Menschen als auch Insekten ihre Freude haben."

Symbiose aus Ökologie und Ästhetik

Da im Gegensatz zu den benachbarten Staudenbeeten an der Bauernkirche, die bereits jetzt in voller Blüte stehen und wo es deshalb bereits mächtig summt und brummt, die eingesäten Blühflächen noch etwas brauchen, werden in den nächsten Tagen dort zusätzlich Infoschilder aufgestellt, auf denen die Bedeutung und Funktion der Flächen beschrieben wird.
Weitere ökologische Blühflächen gibt es bereits u.a. an der Schlesischen Straße, der Westfalenstraße und im Bereich der Untergrüner Straße/Igelstraße. Weitere sollen in Kürze noch folgen. "Das ganze Konzept ist eine Idee des Stadtbetriebs, das wir fachlich begleiten", so Ulrike Badziura.

Auch Totholzhaufen werden angelegt

Neben weiteren Blühflächen werden in nächster Zeit so auch noch Stellen angelegt, wo z. B. Totholzhaufen angelegt werden, in denen Insekten Unterschlupf und Vögel damit wiederum Nahrung finden. "Auch dort werden wir die Menschen mit Hinweistafeln über die Bedeutung informieren", hofft Patricia White darauf, durch die Aktionen in größeren Teilen der Bevölkerung ein Bewusstsein für diesen wichtigen ökologischen Aspekt des städtischen Grünflächenmanagements zu wecken.

Bewusstsein der Bevölkerung wecken

Umgesetzt werden die Maßnahmen im Rahmen der Mitgliedschaft der Stadt im Verein "Kommunen für biologische Vielfalt", dem Iserlohn 2018 beigetreten ist.

Wie hier unterhalb der Stadtmauer auf dem Fritz-Kühn-Platz haben die Stadt Iserlohn und der Märkische Stadtbetrieb Iserlohn-Hemer an mehreren Stellen im Stadtgebiet Flächen angelegt, auf denen es bald für Bienen, Schmetterlinge & Co., aber auch für Menschen üppig blühen wird. Die Aktion stellten jetzt Patricia White (li.) und Ulrike Badziura von der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz vor. Foto: Schulte
Direkt vor der Bauernkirche liefert ein Staudenbeet schon mal einen Vorgeschmack darauf, wie es auf anderen ökologischen Insektenschutz-Flächen im Stadtgebiet in Kürze ebenfalls blüht. Foto: Schulte
Autor:

Christoph Schulte aus Hemer

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