Europa-Geld für Jugendarbeit

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Wie zukünftig die Jugendarbeit in Letmathe ausschauen kann (sollte), war Thema der Letmather CDU, die die 1. Beigeordnete und Dezernentin für den Jugendbereich, Kathrin Brenner, und ihren Mitarbeiter Günter Meyer eingeladen hatte.
Die Stadt Iserlohn hat den Zuschlag für das Projekt „Jugend stärken - Aktiv in der Region“ erhalten. Bis zu 700 000 Euro können an Zuschussmitteln bis 2013 abgerufen werden. Dabei geht es in erster Linie um jene Jugendlichen, die mit der ganz normalen Jugendarbeit nicht mehr erreicht werden und die auch in der Hauptschule nicht gerade durch Anwesenheit oder Aktivitäten glänzen. Da in Iserlohn bereits etliche Angebote existieren (u. a. Kompetenzagentur), werden nun, so das Konzept, drei lokale Angebotszentren geschaffen: im Jugendzentrum am Karnacksweg, im Bereich Heide-Hombruch und in Letmathe. Hier werden Angebote geschaffen und hier halten sich auch Ansprechpartner (u.a. Straßenarbeiter) auf. Betrieben werden sollen diese Zentren durch freie Träger. „Die Auschreibungen laufen“, so die Jugenddezernentin Kathrin Brenner. Ihr Mitarbeiter Günter Meyer ergänzt: „Bislang haben alle im Rathaus auf verschiedenen Etagen gesessen und nicht miteinander gearbeitet. Jetzt geht es raus in die Fläche zu den Jugendlichen.“ Kathrin Brenner fügt hinzu, „dass wir ein total soziales Netz vorhalten, aber keiner blickt mehr so richtig durch.“
In Letmathe wird der neue Jugendtreff in der Etage des alten Gebäudes der Albert-Schweitzer-Grundschule geschaffen. „Es muss angestrichen werden, und es müssen kleine elektrische Arbeiten vorgenommen werden“, berichtet Günter Meyer, der die Inbetriebnahmeam 1. Februar 2011sieht. „Wir nehmen den Umzug des Jugendtreffs von der Friedensstraße Ende des Jahres vor.“ Aber die Räume in der Schule reichen wohl nicht aus. Deshalb werden auch die Räume des evangelischen Jugendtreffs „Weiße Rose“ in Letmathe mit in das neue Angebot einbezogen.
Alles wird tranparent sein. „Wir müssen regelmäßig Rechenschaft ablegen“, weiß Kathrin Brenner. Was nach 2013 passiert? „Dann muss die Politik entscheiden.“

Kommentiert

Was europäische Fördergelder nicht alles bewirken können!! In selten erlebter und deshalb löblicher Offenheit sprachen Jugenddezernentin Kathrin Brenner und ihr Mitarbeiter Günter Meyer vor der Letmather CDU von Fehlern in der Zusammenarbeit untereinander, aber auch mit anderen Organisationen. Der „fehlende Durchblick“ wurde nicht geleugnet. Nun muss mit dem Europa-Geld klar strukturiert und es muss regelmäßig Rechenschaft abgelegt werden. Das wiederum wird zusätzliche Belastungen für die Mitarbeiter bedeuten. Aber am Ende, also im Dezember 2012, soll der Zugang zu den Jugendlichen hergestellt und ihnen sollen die sinnvollen Angebote nähergebracht sein. Das, meine ich, sind die Anstrengungen schon Wert. Was aber, und das beschäftigt mich auch sehr, geschieht mit jenen Jugendlichen, die weder durch Schulfreistellungen noch durch besondere „Zuneigungen“ mitgenommen w erden wollen? Oder sieht das Europa-Programm ein derartiges Ergebnis erst gar nicht vor?

Jugenddezernentin Kathrin Brenner und ihr Mitarbeiter Günter Meyere
Autor:

Rainer Tüttelmann aus Iserlohn

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