Planungen schreiten voran
Förderung des Bundes in Höhe von 400.000 Euro für die Sanierung der Johanneskirche bewilligt

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Im Mai gab es für die Evangelische Kirchengemeinde Hennen die erfreuliche Nachricht. 400.000 Euro bekommt die Gemeinde für die Restaurierung der Johanneskirche durch das Denkmalschutzprogramm des Bundes. Anfang der Woche haben sich nun zwei Iserlohner Politiker, Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag und der CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak ein Bild von den Schäden und dem Stand der Planungen vor Ort gemacht.

2019 hat das beauftragte Architektenbüro Brüning Rein aus Essen damit begonnen, sich einen Überblick über die Schäden in der Johanneskirche zu verschaffen. Dabei fielen sofort die Rissbilder in der Decke des Chors auf. Hinzu kamen bei genaueren Untersuchungen witterungsbedingte Schäden im Dachstuhl und der Dachhaut, sowie Rissbilder in den Wänden, die dadurch entstanden sind, dass die Gründung der 1150 erbauten Kirche sich in der Zeit gesetzt hat.
Aus der ursprünglichen Renovierung wurde somit schnell eine aufwendige und teure Sanierung. 42 Seiten umfasst das Konzept von Geschäftsführer Arndt Brüning, der bereits genaue Vorstellungen von der Vorgehensweise hat. „Wir wollen die Kirche zunächst vom Fundament von unten schrittweise aufbauen. Danach erfolgt noch im ersten Bauabschnitt die Abdeckung von Teilen des Daches und die Sanierung des Dachstuhls.“ Wenn alles nach Plan läuft, könnte dieser Bauabschnitt im Sommer 2022 beginnen und ungefähr in einem Jahr abgeschlossen werden.
Im zweiten Bauabschnitt sollen dann im Innenbereich die Risse und Malereien ausgebessert werden. Auch hierfür werden die Arbeiten rund ein Jahr in Anspruch nehmen, so dass die komplette Sanierung im besten Fall 2023 abgeschlossen werden könnte.
Bis dahin gibt es allerdings noch einige Unwägbarkeiten, die vor dem Start der Arbeiten noch aus dem Weg geräumt werden müssen. „In erster Linie geht es dabei um die Finanzierung. Die Kosten insgesamt belaufen sich auf 1,6 Mio. Euro, zum heutigen Stand. Ich sage das deshalb, weil es bei dem jetzigen Markt fast zu überlegen wäre, statt in Gold in Dachlatten zu investieren“, scherzt Arndt Brüning im Hinblick auf die stetig steigenden Holzpreise.
Darüber hinaus fehlt noch ein gehöriger Betrag zum jetzigen Zeitpunkt, um die Kosten für die gesamte Sanierung zu stemmen. „Natürlich helfen uns die 400.000 Euro sehr und dafür sind wir auch dankbar. Nichts desto trotz fehlt noch einiges an Geld, so dass wir in den kommenden Wochen weitere Versuche starten werden, über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und dem Land NRW an weitere Förderungen zu kommen, denn als Kirche können wir so eine Summe unmöglich alleine stemmen“, verdeutlicht Pfarrerin Christine Grans.
Dagmar Freitag und Paul Ziemiak sind sich nach dem Besuch in der Johanneskirche in Hennen jedenfalls beide sicher, dass die 400.000 Euro aus dem Denkmalschutzprogramm des Bundes gut investiert sind.

Autor:

André Günther aus Iserlohn

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