Gemeinsame Stellungnahme der FDP-Fraktionen aus Iserlohn und Hemer zur aktuellen Lage und Zukunft der Märkischen Stadtbetriebe (SIH)

Arne Hermann Stopsack
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Die Diskussion um die Zukunft der Märkischen Stadtbetriebe Iserlohn-Hemer (SIH) und um die handelnden Personen hat dem SIH schweren Schaden zugefügt. Es gilt nun, zeitnah eine zukunftsfeste Lösung zu finden und konsequent umzusetzen.

Die FDP-Fraktionen aus Iserlohn und Hemer möchten an der interkommunalen Zusammenarbeit festhalten und legen den Fokus darauf, den Betrieb neu auszurichten. Eine Auflösung wäre ein langwieriger und teurer Prozess (daran verdienen letztlich nur die Wirtschaftsprüfer und Anwälte), der den Betrieb auf Jahre hinaus weiter lähmen würde und bei den Städten erhebliche Ressourcen bindet. Am Ende würde es für alle Seiten teurer, aber nicht besser.

Für uns steht allerdings fest, dass ein Betrieb mit 230 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 17 Mio. Euro nicht im Nebenamt geführt werden kann. Um den SIH zukunftssicher aufzustellen und dann zu führen, braucht man einen verantwortlichen Vorstand, der nur dem SIH verpflichtet ist und dies mit voller Arbeitskraft. Ein solcher Vorstand sollte von außen (also nicht aus Hemer oder Iserlohn) kommen und am besten von einem Headhunter gesucht werden.

Ein erster Schritt muss darin bestehen, zu analysieren, welche Synergieeffekte man bei der Gründung des SIH erwartet hat und was davon umgesetzt worden ist und wo noch Potentiale liegen. Aus den betriebswirtschaftlichen Zahlen müssen dann konkrete Ziele und Kennzahlen entwickelt werden. Unverzichtbar ist es, die Mitarbeiter in den Prozess der Neuaufstellung einzubinden und ein Leitbild zu entwickeln, aus dem sich dann eine neue, kooperative und dienstleistungsorientierte Unternehmenskultur entwickeln soll. Dazu gehört auch eine stringente Personalführung und ein modernes betriebliches Eingliederungsmanagement.

Das übergeordnete Ziel für uns ist es, dass der SIH seine Leistungen gegenüber den Städten (und damit den Bürgern und Bürgerinnen) besser und kostengünstiger erbringt sowie transparenter wird.

Unglücklich sind wir über die Diskussion der vergangenen Wochen:

Das Krisenmanagement der Bürgermeister Ahrens und Heilmann, die auch dem Verwaltungsrat des SIH vorstehen, ist bestenfalls als hilflos zu bezeichnen. Es ist auch nicht nachvollziehbar, dass der Verwaltungsrat des SIH in die Entscheidungsprozesse nur rudimentär eingebunden worden ist, sondern dies in einem „Qualitätsausschuss“ stattfindet. Selbst dort entscheidungserhebliche Unterlagen („Gutachten Graumann“) werden den Mitgliedern des Verwaltungsrates nicht vorgelegt. Mehr als ärgerlich ist es, wenn die Mitglieder des Verwaltungsrates diese Informationen dann aus der Zeitung erfahren müssen. Offenbar wird hier gezielt Stimmung gemacht, wie auch die anonyme Anzeige gegen ein Vorstandsmitglied zeigt. Wir haben Vertrauen zur Geschäftsführerin Monika Otten und hatten nie Zweifel daran, dass die Anschuldigungen absolut haltlos sind.

Es ist ferner überhaupt nicht hilfreich, wenn Fraktionen öffentlich laut über eine Auflösung des interkommunalen Betriebes nachdenken und so eine negative Dynamik in die Diskussion bringen.

Die FDP-Fraktionen aus Hemer und Iserlohn sind davon überzeugt, dass durch die oben genannten Maßnahmen die interkommunale Zusammenarbeit bei den Stadtbetrieben Iserlohn-Hemer (SIH) im Sinne der Mitarbeiter und zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger der beiden Städte zum Erfolg geführt werden kann.

Detlef Köpke     
FDP-Fraktionsvorsitzender Iserlohn

Arne Hermann Stopsack
FDP-Fraktionsvorsitzender Hemer

Arne Hermann Stopsack
Detlef Köpke
Autor:

Andrea Lipproß aus Hemer

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