"Gerät die Verwaltung außer Kontrolle?"

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Zum Kommentar von Rainer Tüttelmann „Gerät die Verwaltung außer Kontrolle?“ vom Sonntag, 19. September, erreichten uns folgende Leserbriefe:

"Das Maß ist voll"
„Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Ahrens!
Meinen Sie nicht auch, das Maß der Geldbeschaffung für den ‚Stadtsäkel‘ durch Ihre Mitarbeiter in Form von ‚Knöllchen‘ bei Veranstaltungen sei nun voll?
Es ist Ihre Aufgabe als Behördenchef diesem Treiben, das begrüßenswerte Veranstaltungen behindert, ein Ende zu setzen. Die Stadt und mithin auch Sie sollten froh sein, dass endlich in Iserlohn mit der Vernanstaltung ‚Genuss Pur‘ und im Umland mit dem Herbstmarkt auf dem Emdeschen Hof etwas mehr Attraktivität Einzug gehalten hat.
Nach den ersten ‚Hängepartien‘ bei ‚Genuss Pur‘ - natürlich z.T. auch wetterbedingt - ist diese Veranstaltung in den beiden letzten Jahren ein voller Erfolg geworden.
Nehmen Sie sich dazu ein Beispiel an der Stadt Menden mit der dortigen, erfolgreichen Veranstaltung ‚Menden Kulinarisch‘. Solche Veranstaltungen benötigen wahrlich keine städtischen Behinderungen.
Ich hatte, obwohl nicht unbedingt SPD-Wähler, geglaubt, neben einem Verwaltungsfachmann (bei der ohnehin dürftigen Auswahl der Kandidaten) auch einen Mann gewählt zu haben, der die Belange der Stadt auch im Hinblick auf eine Attraktivitätssteigerung ausreichend und mit Elan unterstützt.
Sollte ich mich in dieser Annahme getäuscht haben? Dann sicher jedoch in Zukunft nur einmal.“

Dr. U. Osselmann,
Iserlohn

"Verwaltung aufgebläht?"
„Sehr geehrter Herr Tüttelmann,
Ihre höflich in Frageform gekleidete Feststellung: Gerät die Verwaltung außer Kontrolle? (‚Genuß pur‘, Knöllchen am Bauernmarkt, usw.) trifft wieder einmal den Nagel auf den Kopf!
Da verlangt jetzt die Verwaltung (Bereich Stadtbauwesen) von den Anwohnern der Georgstraße in Iserlohn nachträglich Verkehrserschließungskosten in vierstelliger Höhe - für Leistungen, die vor 50 (!) Jahren erbracht worden sind. Die Straße wurde nach Angaben der Verwaltung 1960 ‚endgültig fertiggestellt‘ und seitdem wurde auch nichts verändert.
Nun ist es ja in unserem Rechtssystem so, daß nur „Mord“ keiner Verjährungsfrist unterliegt. Aber offensichtlich gilt für die Verwaltung Iserlohn der Verjährungsausschluß auch für Erschließungskosten.
Unabhängig davon können zwei Anlieger Belege vorweisen, daß damals (1961) nach ‚endgültiger Fertigstellung‘ bezahlt worden ist. Die anderen haben Pech, weil die Vorbesitzer gewechselt haben oder verstorben sind.
Damit stellt sich die Frage,warum die Verwaltung nur von einigen Bürgern damals die Abgaben eingefordert hat und das Geld der anderen der Allgemeinheit vorenthalten hat? Dem sollte nachgegangen werden.
Stellt sich für mich abschließend noch die Frage: Gerät die Verwaltung außer Kontrolle, weil sie von niemandem kontrolliert wird - oder ist sie nicht mehr kontrollierbar, weil sie zu groß und aufgebläht geworden ist ?

Wolfgang Ullm, Iserlohn

"Bürger sind Melkvieh"
„Sehr geehrter Herr Tüttelmann,
Ihrer Kolumne vom Sonntag kann ich nur voll und ganz zustimmen und möchte noch folgendes ergänzen:
In KW 36 hatten die ISB (noch so ein Schnarchnasenbetrieb) lt Ankündigung in den Medien Straßenbaumaßnahmen auf der Seilerseestraße für Donnerstag und Freitag geplant, die anscheinend nicht komplett abgeschlossen werden konnten. Deshalb standen Freitag abend beim Heimspiel des IEC noch Baufahrzeuge und Absperrungen auf der Straße und die Parksituation war noch problematischer.
Also machten sich die Ordnungsamtsleute fleißig ans Werk und verteilten selbst auf der Bismarkstraße und der kleinen Zufahrt zum Schleddenhof Parkplatz Knöllchen, ohne dass dort Schilder standen oder jemand behindert bzw. gefährdet wurde.
Es geht halt nur um Einnahmen, um die marode Finanzsituation irgendwie zu beheben. Da aber mit unseren Steuergeldern nirgendwo verantwortungsbewusst umgegangen wird, werden wir wohl immer nur Melkvieh bleiben.“

Uwe Röthig, Iserlohn

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