Handeln, bevor es zu spät ist

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Der Kampf gegen eine Erweiterung des Steinbruchs auf der Ahm geht weiter.
Angesichts der durch die Hagener Stadtverwaltung angekündigten Genehmigung der Pläne der Hohenlimburger Kalkwerke, den Steinbruch auf der Stadtgrenze zwischen Hohenlimburg und Letmathe um zunächst 9,6 Hektar zu erweitern, bereiten sich die Bürgerinitiative und der Bund für Umwelt- und Naturschutz auf eine Klage vor.
„Zunächst warten wir aber die Klage der Stadt Iserlohn ab“, so Hans Niggemann von der Bürgerinitiative. Diese hat nämlich angekündigt, auf Basis des bereits angefertigten Gutachtens eine verfahrensrechtliche Klage zu erheben. Die Erfolgsaussichten bewerten die Mitglieder der Bürgerinitiative als positiv. „Es geht doch nicht, dass die Stadt Hagen über Letmather Territorium entscheidet. Zumal sie der alleinige Nutznießer der Gewerbesteuereinnahmen wäre, aber die Erweiterungsgenehmigung ausschließlich zu Lasten der Letmather Bürger gehen würde.“ Aus politischen und verfahrensrechtlichen Gründen hätte hier der Märkische Kreis, als gleichgeordnete Behörde, die Angelegenheit übernehmen müssen.
Doch allein auf das erste Gutachten will sich die Bürgerinitiative, die derzeit 378 Mitglieder zählt, nicht verlassen. „Wir werden alsbald ein zweites Gutachten in Auftrag geben, dass sich auf die emmissionsschutzrechtlichen Aspekte konzentriert“, erklärt Andreas Habel. Finanziert wird dies durch die Bürgerinitiative selbst, die dafür fleißig Spenden sammelt. Steuergelder seien bisher nicht in die Aktion geflossen. Die Klage selbst würde dann der BUND übernehmen, der sich dafür auf ein erweitertes Klagerecht stützen kann.
Wann es im Hagener Rat zu einer Entscheidung kommt, steht noch nicht fest. Die Beschlussvorlage ist aber bereits gefasst und wird jetzt noch einmal sämtliche Gremien durchlaufen. „Wir rechnen Mitte Oktober mit der Beschlussfassung“, so Habel. Dann zählt man zunächst auf die Stadt Iserlohn. „Aber wir werden uns vorbereiten.“ Denn wenn die Grenze erst einmal überschritten ist, ist es zu spät“, ist sich Niggemann sicher.

Autor:

Melanie Giese aus Recklinghausen

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