Nur 175 Eltern für zweite Gesamtschule!!!!!

Seit Dienstag sind die Ergebnisse der Trendabfrage über den Elternwunsch weiterführender Schulen bekannt.
Man darf gespannt sein, wie die beiden Lager, hier das Schulbündnis aus rot-rot-grün-gelb und dort schwarz, die Ergebnisse interpretieren.
Man muss kein Prophet sein: Jede Seite wird das Ergebnis für sich werten.
Aber lassen wir Fakten, und nur die zählen, sprechen.
Es wurden 876 Fragebögen ausgegeben. 700 kamen zurück. Was beachtliche 79,91 Prozent ausmacht. Das ist Klasse. Dank an die Eltern.

Der Anmeldewunsch der Eltern sieht wie folgt aus:
Hauptschule = 22 Anmeldungen = 3,14 Prozent
Gesamtschule = 175 Anmeldungen = 25 Prozent
Gymnasium = 266 Anmeldungen = 38 Prozent
Realschule = 171 Anmeldungen = 24,43 Prozent
Sekundarschule = 19 Anmeldungen = 2,71 Prozent
keine Angabe = 47 = 6,71 Prozent

175 Anmeldungen für die Gesamtschule sind eigentlich enttäuschend, ebenso die 19 Anmeldungen für die Sekundarschule, einer von der Landesregierung und der CDU gemeinsam getragenen neuen Schulform.

Für beide Schulformen hatte die STADTSPIEGEL-Redaktion ein deutlicheres Votum erwartet.

Für die Gesamtschule sprachen sich Eltern im Iserlohner Norden, also an den Grundschulen Hennen, Kalthof und Sümmern, sowie an den Grundschulen Lichte Kammer, Gerlingsen/ Nußberg und Südschule über dem Trendergebnisschnitt (also 25 Prozent) für die Gesamtschule aus, während die Ergebnisse der Trendabfrage an den Grundschulen Bömberg, Im Wiesengrund, Bleichstraße, Auf der Emst, Bartholomäus, Kilianschule, Albert-Schweitzer und Saatschule unter dem Durchschnittswert der Trendabfrage lagen. Eltern der Grundschulen auf Letmather Gebiet haben also im Ergebnis unisono unterhalb des Ergebnisse der Trendabfrage votiert.
Was dies nun für die zweite Gesamtschule bedeutet? Fehlen möglicherweise die erforderlichen Anmeldzahlen? Oder werden sie hochgerechnet - anhand von Annahmen? Oder könnten die Ergebnisse der Trendabfragen besonders in Letmathe auch ein Wink mit dem Schulzaunpfahl bedeuten?
Welche Bedeutung müssen die Politiker zudem dem überraschenden Votum "Pro Realschule" beimessen?
So einfach zur Tagesordnung wird die Politik nicht übergehen können.
Nimmt man zudem noch die neuesten Statistikzahlen der Bevölkerungsentwicklung in der Stadt Iserlohn hinzu, dann lastet auf den Schultern aller Politiker ein hoher Entscheidungsdruck. Die aktuellen Zahlen, die im Rat kommender Woche vorgestellt werden, sagen nämlich bis 2026 einen Rückgang der Iserlohner Bevölkerung im schlimmsten Fall von über zehn Prozent voraus. Das würden 9900 Personen sein. Mit 7300 Personen wird aber auf jeden Fall gerechnet.

Autor:

Rainer Tüttelmann aus Iserlohn

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