Unternehmen erwarten wirtschaftliche Eintrübung

Der Vorsitzende des Märkischen Arbeitgeberverbandes, Horst-Werner Maier-Hunke (l.), und der Geschäftsführer, Werner Sülberg, stellten die Unternehmer-Umfrage vor.
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  • hochgeladen von Rainer Tüttelmann

Der Vorsitzende des Märkischen Arbeitgeberverbandes, Horst-Werner Maier-Hunke, sprach insgesamt „von einer konjunkturellen Eintrübung.“
Das sagen nämlich 185 Unternehmen aus dem Verbandsgebiet mit ca. 23500 Beschäftigten, die an der Konjunkturumfrage 2013 teilgenommen haben.
Der Grund für diesen zurückhaltenden Standpunkt ist in dem zwar zufriedenstellenden ersten Halbjahr 2012, aber den rückläufigen Aufträgen in der zweiten Jahreshälfte 2012 in der heimischen Metall- und Elektro-Industrie zu sehen. Maier-Hunke: „Nicht nur die Geschäftsaussichten, auch die aktuelle Geschäftslage der Unternehmen im Verbandsgebiet haben sich zum Jahreswechsel eingetrübt.“
Der Verbands-Vorsitzende erwartet im 1. Quartal 2013 ein genauso geringes Wachstum wie im vierten Quartal 2012. „Erst im zweiten Halbjahr 2013 wird die Lage wohl besser.“
„Dann“, so Maier-Hunke, „wird auch die gefühlte Instabilität in eine gefühlte Stabilität übergehen.“
Bei der Beschäftigung sieht er die Lage durch die Zunahme der Kurzarbeit „weit weg von den schlechten 2009-Zahlen“. Was den Ausbildungsmarkt betrifft, erwartet er in den kommenden Jahren eine schwierigere Lage: „Es werden wohl weniger Qualifizierte ausgebildet. Die beschlossenen Maßnahmen auf dem schulischen Sektor greifen erst in Kürze.“ Maier-Hunke ist sich aber sicher, „dass Unternehmen, die immer ausgebildet haben und einen entsprechend guten Ruf besitzen, keine Probleme haben werden, Auszubildende zu finden.“
"Ich rate einfach jedem Unternehmen, aktiv zu werden." Maier-Hunke verwies in diesem Zusammenhang auf die steigenden Anmeldezahlen auch bei den märkischen Hochschulen hin. "Ich stehe für eine duale Ausbildung. Das bringt beiden Seiten viel."

"Wir brauchen die Frauen"

Unternehmen, die sich um ihre Angestellten kümmern, scheinen in der Tat weniger Probleme zu besitzen. Das bestätigte Maier-Hunke beim Thema Krippen. Und er unterstrich, was für auf der Jahrespressekonferenz 2012 schon von großer Wichtigkeit war: "Wir brauchen die Frauen."

"Mit den Banken gut aufgestellt"

Ein dickes Lob äußerte Maier-Hunke in Richtung Banken. "Wir können im Märkischen Kreis und in Südwestfalen festhalten, dass wir mit den Banken gut aufgestellt sind. Es gibt durchweg positive Aspekte." Kritisch hingegen bewertete der Arbeitgeber-Vorsitzende die "hohen Dispo-Kredite für Normalverbraucher".

Termin für Energiewende

"Ich bin davon überzeugt, dass der Zeitraum bis Ende 2020 bei der Energiewende nicht zu halten sein wird. Da müssen Korrekturen angebracht werden. Auch in NRW", urteilte Horst-Werner Maier-Hunke.

Die Sache mit dem Blutdruck

Besonders betroffen war Maier-Hunke, als er gefragt wurde, ob er für oder gegen die Kopfnoten im Zeugnis ist. "Da fragen Sie besser die SPD. Mir geht bei dem Thema Kopfnoten mein Blutdruck gleich nach oben. Wir brauchen die Kopfnoten. Die sagen doch viel über die Person aus."

Autor:

Rainer Tüttelmann aus Iserlohn

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