„Gemeinsam gegen Cyberbullying!“
Iserlohner Aktion gegen Gewalt im Internet

Zu einer Aktion gegen Cyberbullying ruft die Stadt Iserlohn auf.
  • Zu einer Aktion gegen Cyberbullying ruft die Stadt Iserlohn auf.
  • Foto: saferinternetat / Pixabay
  • hochgeladen von Vera Demuth

"Gemeinsam gegen Cyberbullying!" – So lautet der Titel einer Gemeinschaftsaktion unter der Leitung der mobilen Jugendarbeit der Stadt Iserlohn gegen Gewalt im Internet. Mit dabei sind alle städtischen Kinder- und Jugendtreffs sowie Einrichtungen aus der Region, wie zum Beispiel das Jugendzentrum "Nachrodter Kurve" und Einrichtungen aus Hemer.

Gemeinsam wollen sie am Freitag, 27. November, ein Zeichen gegen Cyberbullying setzen und zugleich eine Aktion starten: An diesem Tag werden alle beteiligten Jugendeinrichtungen aus der Region die zwei Hashtags #gemeinsamgegencybermobbing und #gegencyberbullying jeweils auf grünem Hintergrund setzen. Zusätzlich zu den Hashtags können individuelle Posts gesetzt werden, entweder ein Text, Bespiele gegen Cyberbullying oder ein allgemeiner Hinweis auf die Aktion, die sich nicht nur auf das Setzen der Hashtags beschränken soll.

Beleidigung und Bedrohung

Viel zu oft werde Cyberbullying unterschätzt, heißt es von den Initiatoren. Es wird hingenommen, dass sich Personen im Internet hinter falschen Identitäten verstecken und andere wegen ihrer Herkunft oder ihres Verhaltens angehen, sie beleidigen, beschimpfen, belästigen oder sogar bedrohen. Oder es werden Inhalte vervielfältigt, die gegen die Persönlichkeitsrechte verstoßen. "Dennoch ist wichtig, Raum zu schaffen, wo sich jeder wohl und vor allem sicher fühlen kann. Wo Vielfalt akzeptiert und Individualität bestärkt wird. Gerade in der aktuellen Pandemiezeit, in der man sich so selten sehen und mit anderen persönlich austauschen kann, nutzen viele das Internet bzw. die Sozialen Medien mehr als sonst, um einen Ausgleich zu schaffen", weiß Sonja Mehlich vom Team Mobile Jugendarbeit der Stadt Iserlohn.
Mit der Aktion "Gemeinsam geben Cyberbullying" soll Jugendlichen gezeigt werden, dass sie mit ihren Problemen zu diesem Thema nicht allein dastehen und auch nicht schweigen müssen. Bei der Arbeit mit Jugendlichen ist es wichtig, sich auf sie einzulassen und ihnen deutlich zu machen, dass jeder eine Stimme hat, die er oder sie sinnvoll einsetzen kann, dass man anderen ein gutes Vorbild sein sollte und dass wahre Stärke darin besteht, Toleranz und Verständnis zu zeigen und zu leben.

Postkarten verteilen

Nach dem Start der Aktion am Freitag wird das Team der mobilen Jugendarbeit in der ersten Dezemberwoche vorfrankierte Postkarten zum Thema Cyberbullying an Jugendliche verteilen. Die Karten werden auch in den städtischen Kinder- und Jugendzentren ausliegen. Damit können die Jugendlichen selbst aktiv werden und sich gegenseitig persönliche handgeschriebene Nachrichten schicken. Mit der Aktion soll deutlich werden, dass jeder, der eine solche Postkarte in die Hand bekommt, auch deren Inhalt lesen und Absender und Empfänger identifizieren kann.
Die Teilnehmer der Postkartenaktion können dabei eine von insgesamt sechs "JBL Go"-Boxen "ergattern". Dazu müssen die Sender oder Empfänger der Postkarten bis einschließlich 15. Januar 2021 ein Foto der versendeten bzw. empfangenen Postkarte via Instagram an @mobile_jugendarbeit_iserlohn schicken.
Am Ende werden drei Postkarten gezogen, deren Sender und Empfänger je eine der "JBL Go"-Boxen bekommen. Wer von den "Sender-Empfänger-Teams" das Foto der Postkarte schickt, ist egal. Es kommt darauf an, zu zeigen, dass die persönlichen Nachrichten mit der Post versendet wurden.
Ansprechpartnerin Sonja Mehlich ist für weitere Informationen unter Tel. 02371/471278 zu erreichen.

Autor:

Lokalkompass Iserlohn-Hemer aus Iserlohn

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