Schnullerbaum erleichtert "Nuckel-Kindern" die "Trennung"

Auch diese beiden haben ihre "Seelentröster" schon vor Jahren an den Schnullerbaum gehängt.Foto: Archiv/Kreis
  • Auch diese beiden haben ihre "Seelentröster" schon vor Jahren an den Schnullerbaum gehängt.Foto: Archiv/Kreis
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Um die Eltern von zwei- bis sechsjährigen "Nuckel-Kindern" zu unterstützen, startet der Zahnärztliche Dienst des Märkischen Kreises in diesem Jahr wieder die Aktion "Schnullerbaum".

Kreis/Iserlohn. Jungen und Mädchen, die das Nuckeln aufgeben wollen, haben in Iserlohn (18. März) die Möglichkeit, ihren Schnuller gegen ein kleines Geschenk und eine Urkunde an den "Schnullerbaum" zu hängen. Dieses Ritual erleichtert den Kindern den Abschied vom Schnuller und macht es zu einem besonderen Ereignis.
Der Saugreflex ist dem Menschen angeboren. Für die Nahrungsaufnahme des Neugeborenen ist er sogar lebensnotwendig. Oft wird beobachtet, dass Kinder bereits im Mutterleib an ihrem Daumen nuckeln. So dient das Nuckeln auch nach der Geburt nicht nur der Nahrungsaufnahme – der Schnuller tröstet, beruhigt, entspannt und gibt Sicherheit. "Gegen den Gebrauch des Schnullers ist, anders als gegen den von Nuckel-Fläschchen mit gesüßtem Inhalt, bis zum ersten, maximal zweiten Geburtstag nichts einzuwenden. Wird der Schnuller jedoch darüber hinaus benutzt, drohen Zahn- und Kieferfehlstellungen. Die Folgen können kieferorthopädische Behandlungen, Aussprachefehler oder Zungenfunktionsstörungen sein", erklärt Dr. Kerstin Kötter-Jelitte vom Zahnärztlichen Dienst des Märkischen Kreises.
Nach Ansicht von Psychologen ist das einfache Wegnehmen des Schnullers nicht zu empfehlen. Das Kind würde dadurch verunsichert und sich bestraft fühlen. Nicht selten ergreift das Kind Maßnahmen, die sich noch ungünstiger auswirken – es nuckelt am Daumen. Die Abgewöhnung des Daumenlutschens ist regelmäßig noch schwieriger als der Verzicht auf den Schnuller. Sinnvoll ist einzig der Nuckelstopp in Kooperation mit dem Kind. Es muss den Schnuller freiwillig aufgeben. Die Zeremonie des Schnulleraufhängens am Schnullerbaum ist bedeutsam, damit der Entschluss nicht halbherzig gefasst wird. Eltern können dieses Angebot ebenfalls dazu nutzen, die Babyflaschen abzugeben. Nach dem ersten Lebensjahr können Kinder aus dem Becher oder der Tasse trinken. Werden darüber hinaus die Nuckelflasche, Schnabeltasse oder Flaschen mit Ventilverschluss verwendet, führt es zu (Nuckelflaschen-) Karies und zu Verformung der Kiefer.
Der Schnullerbaum steht am 18. März von 14 bis 17 Uhr für die Kinder bereit (Zahnärztlicher Dienst, Gebäude Straßenverkehrsamt, Griesenbraucker Str. 6 in Iserlohn). (pmk) Auch diese beiden haben ihre "Seelentröster" schon vor Jahren an den Schnullerbaum gehängt.Foto: Archiv/Kreis

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