Roosters verlieren 2 Punkte in Krefeld!

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Krefeld Pinguine – Iserlohn Roosters 4:3 n.V. (0:1/1:2/1:0)

Krefeld – 125 Sekunden vor dem Ende bringen sich die Iserlohn Roosters in Krefeld um einen sicher geglaubten und verdienten Drei-Punkte-Erfolg, lassen beim Angstgegner aufgrund eigener Fehler Zählbares liegen. Trotz einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung verlassen die Sauerländer das Eis am Niederrhein mit einer Niederlage.

Der Tod des Krefelder Fanbeauftragten am späten Samstagabend bestimmte Stimmung und Stimmen vor dem ersten Westderby beider Teams in dieser Saison. Stille beim Anhang der Pinguine verwandelte den KönigPalast in eine ungewohnt anzuhörende Eishockey-Location, in der die Fans der Iserlohn Roosters auf die obligatorischen Schmährufe gegen den schwarz-gelben Anhang verzichteten und die eigene Mannschaft von der ersten Sekunde laut hörbar nach vorne peitschten. Vielleicht auch deshalb gehörten die ersten fünf Minuten der Partie ganz und gar den Sauerländern, die nach einem schönen Angriff von York und Wolf Giuliano im Slot anspielten, der sich diese frühe Chance allein vor Krefelds Goalie Langkow nicht entgehen ließ – 1:0 (4.). Auch in den folgenden Minuten blieben die Iserlohner die bessere Mannschaft, hielten sich ans Defensivkonzept, riskierten im gegnerischen Drittel nicht unnötig viel. Trotzdem erarbeiteten sich die Pinguine, je länger der Auftaktabschnitt dauerte, ein Übergewicht. Insbesondere dann, wenn die Topreihe des Teams vom Niederrhein im Iserlohner Drittel angriff, musste Caron Höchstleitungen zeigen, hielt seinen Kasten aber bis zum Ende des ersten Drittels sauber. Zu oft waren die Sauerländer, die später sogar durch Fischhaber die Chance zum 2:0 hatten (19.), in der Defensive zu weit entfernt von ihren Gegenspielern. Auch deshalb wird Trainer Mason insbesondere an der Laufbereitschaft seiner Jungs einiges auszusetzen haben, die war am Freitag beim Sieg gegen Wolfsburg deutlich größer.

Grundsätzlich verändert kam das Roosters-Team trotz der Mason-Worte im Mitteldrittel nicht aufs Eis. Krefeld blieb der offensivstarke Gegner, der den Kasten Carons immer wieder unter Druck setzte, allerdings erst in der 31. Minute für die gute Arbeit mit dem zwischenzeitlich verdienten Ausgleich in Überzahl (Stuart saß wegen eines Stockschlags draußen) belohnt wurde. Driendl hatte seinen Schläger vor den Defensivakteuren der Roosters an der Scheibe, ließ dem Iserlohner Goalie beim Rebound nach einem harten Schuss keine Chance. Überraschend gab der Treffer nicht den Pinguinen notwendige Zuversicht, sondern weckte die Blau-Weißen, die zwischenzeitlich ihren knappen Vorsprung nur noch zu verwalten schienen. 66 Sekunden nach dem Ausgleich erarbeitete York sich die Scheibe hinter dem Kasten von Langkow, sah den völlig frei stehenden Stuart, der aus dem Slot zur erneuten 2:1-Führung traf (13.). Mit diesem kleinen Vorsprung aber schien sich der IEC nicht zufrieden geben zu wollen, arbeitete weiter konzentriert in der eigenen Deckung, stand stabil und erarbeitete sich mit Mike York, erneut allein hinter dem Tor von Langkow stehend, die nächste Chance und das 3:1 (36.). Der US-Amerikaner , der alle drei Tore mit seinem entscheidenden Zuspiel vorbereiten konnte, wartete lange, wurde nicht angegriffen, fand die Lücke und brachte die Scheibe zu Michael Wolf auf den rechten Bullypunkt, der direkt abzog und Langkow überwand. Jetzt musste man eigentlich nur noch den Vorsprung im Schlussdrittel über die Zeit bringen.

Dass das aber nicht so einfach werden würde, da war man sich bei den Sauerländern sicher. Es würde konzentrierter Deckungsarbeit bedürfen und in der leisteten sich die Sauerländer schon nach etwas mehr als vier Minuten im letzten Abschnitt die erste Unsicherheit, die Vasiljevs frei vor dem gegnerischen Tor zum 2:3 abstrafte. Der Anschlusstreffer also war früh gefallen und der Druck der Krefelder wurde Minute um Minute stärker. Drei Mal standen die Sauerländer in Unterzahl auf dem Eis, hielten ihren Kasten sauber, hatten den Dreier im Blick und kassierten ausgerechnet per Unterzahlkonter durch Robar den 3:3-Ausgleich – nur 115 Sekunden vor Ende. Voakes hatte Bell gefoult, aber die Roosters konnten diesen Vorteil nicht nutzen, wurden am Ende sogar dafür bestraft. Anschließend tickte die Uhr herunter, die Pinguine retteten sich in die Verlängerung und machten den Siegtreffer. Nach einer zu Unrecht gegen Giuliano ausgesprochenen Strafe, waren die Sauerländer in Unterzahl auf dem Eis und kassierten durch Vasiljevs 49 Sekunden vor dem Ende das 3:4. So bleibt am Ende nur ein einziger Punkt gegen Krefelder, die die Roosters 45 Minuten lang im Griff hatten. „So etwas darf in Auswärtsspielen nicht passieren“, sagt Mannschaftskapitän Robert Hock. Diese Niederlage war einfach unnötig.

Die Statistik:

Krefeld: Langkow – Pavlikonvsky, Milo; Akdag, Ehrhoff; Robar, Meyers; Sonnenburg – Pietta, Blank, Vasiljevs; Voakes, Schymainski, Methot; Driendl. Klöpper, Ostwald; Kretschmann, Kevin Orendorz; Hanusch.

Roosters – Caron – Rogers, Ardelan; Tomassoni, Peltier; Danielsmeier, Orendorz; Kopitz – Hock, Wolf, Giuliano; York, Brooks, Stuart; Bell, Holzmann, Wörle; Fischhaber, Tepper, Hommel.

Schiedsrichter: Jablukov (Berlin), Yazdi (Neuss)

Tore: 1:0 (02:57) Giuliano (Wolf/York), 1:1 (31:16) Driendl (Methot, Kretschmann/5:4), 1:2 (32:22) Stuart (Brooks, York), 1:3 (35:00) Wolf (York), 2:3 (44:12) Vasiljevs (Ehrhoff, Sonnenburg), 3:3 (58:05) Robar (Vasiljevs, Blank/4:5), 4:3(64:11) Vasiljevs (Ehrhoff, Blank)

Strafen: Pinguine: 4; Roosters: 12

Zuschauer: 3803

Quelle: Iserlohn Roosters

Autor:

Jonas Brockmann aus Iserlohn

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