Sportausschuss: 20 000 Euro weniger für IEC-Nachwuchs

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Ein klein wenig Wirbel und Staub verursachte die Sportausschusssitzung, mehr aber nicht. Denn unterm Strich herrschte trotz aller Aufgeregtheiten Einigkeit, dass gespart werden muss.

von Rainer Tüttelmann

Iserlohn. Grund für eine leichte CDU-Verstimmung war eine Tischvorlage der Sozialdemokraten. CDU-Mann Kramer sah die vor kurzem auch im STADTSPIEGEL veröffentlichte gemeinsame CDU- und SPD-Linie in Sachen Haushaltskonsolidierung verlassen. Dem war nicht zu wiedersprechen. Gleichwohl stimmten die Christdemokraten letztlich auch für den SPD-Tischantrag: „Der Sportausschuss spricht sich eindeutig und nachhaltig gegen die Erhebung von pauschalen Kostenbeiträgen bzw. Nutzungsgebühren für städtische Sportanlagen aus“. Und: „Die Verwaltung wird gebeten darzulegen, wie eine Gebühr für so genannte Drittnutzer ausgestattet werden kann und welche Einnahmen (mindestens 10 000 Euro) erzielt werden könnten. Bei einer Gebührenerhebung sollten die Nutzungen durch Kinder und Jugendliche ausgeschlossen werden.“
In diesem Punkt herrschte Einigkeit. Nur kurze Zeit später beschloss der Ausschuss mehrheitlich gegen die Stimmen von Linke und Grünen, den Mietkostenzuschuss an den Nachwuchs des Iserlohner EC um 20 000 Euro auf 70 000 zu senken. Da half auch nicht die ausführliche Stellungnahme des Nachwuchs-Vorsitzenden Bernd Schnieder, der vor „weiter ansteigenden Kosten für die Eltern“ warnte. CDU-Mann Thorsten Schick sprach seine Hoffnung aus, „dass die Iserlohn Roosters einen erhöhten Solidaritätsbeitrag an den Nachwuchs zahlen.“ Dieser beläuft sich laut Schnieder schon auf über 100 000 Euro.
Vergessen werden darf auch nicht, dass der Ausschuss einstimmig für die moderate Erhöhung der Lehrschwimmbecken-Einnahmen in Höhe von 2000 Euro votierte.

Angemerkt

Erst zahlen,
dann „Umbau“

Einstimmig stärkten die Sportausschussmitglieder der Verwaltung in Sachen „Schuldeneintreibung“ den Rücken. Wie ich kürzlich geschrieben habe, schuldet der türkische Verein VTS Iserlohn der Stadt aus dem WM-Jahr 2006 noch rund 7000 Euro. Zwei Ratenzusagen (2008 und 2010) hat der Verein nicht eingehalten.
Jetzt ist offenbar endlich das Maß voll. Bevor der VTS nicht alle Schulden bezahlt hat, wird am Hemberg-Südhang keine Umbau-Maßnahme in Angriff genommen, um die zukünftige Spielstätte des VTS (Lägersportplatz-Wegfall) zu verbessern. Das nenne ich konsequent. Ich hoffe nur, dass Politik und Verwaltung nicht einknicken.

Zitiert

„Die neue Hemberg-Sporthalle ist auch für ein Schützenfest nutzbar.“

Ingo Graumann, Ex-IBSV-Schützenkönig, als
Seniorenbeirats-Vertreter im Sportausschuss

Autor:

Rainer Tüttelmann aus Iserlohn

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